Die Sturmklingen

Eine längst überfällige Angelegenheit

Von Kratas zur Death Sea

Abenteurerjournal der Sturmklingen: Kapitel XX

geschrieben von Tarlon Eisengeier
vom Clan der Ironmonger,
Luftpiratenadept des achten Kreises,
Mitglied der Sturmklingen.


Titel: Eine längst überfällige Angelegenheit


Abschnitt I: Zurück in den Twilight Peaks

Wir brachen unser Lager in Kratas ab, um uns einer längst überfälligen Angelegenheit zu widmen. Die Säuberung unseres Gruppenmusters.
Ein uns bis jetzt noch unbekannter Dämon, der mit den Dolchen von Cara Fahd verbunden ist, hat mit deren Hilfe das Muster der Sturmklingen korrumpiert. Als uns dies bewusst wurde, half uns Votana, die graue Frau, unsere Mustergegenstände und die Klingen von Cara Fahd zu versiegeln und unter Verschluss zu halten, um den Einfluss des Dämons zu bannen.
Doch durch eine Verbindung die uns nicht bekannt ist, spürte jeder von uns, dass der Horror in den Klingen durch die Neugründung des Ork Königreiches von Cara Fahd, wieder erwacht war und seine Macht wuchs. Namen haben Macht…. So machten wir uns auf den Weg in die Twilight Peaks, um neben einem Besuch in der Heimat und der Fertigstellung von Rals Rüstung „Angry Mountain“, Votana aufzusuchen und ihren Rat zu erbeten.

Angekommen in den Gipfeln wurden wir von Rals Familie und dem Clan der Steinklauen herzlichst empfangen. Es gelang uns für den nächsten Tag ein Treffen mit Pall Nadelkissen, einem Nethermancer der Steinklauen, auszumachen. Ral und sein Clanbruder verstanden sich auf Anhieb, was uns andere nicht verwunderte, da wir uns über Rals Interesse und Respekt für die Disziplin des Geisterbeschwörers sehr gut bewusst waren. Trotzdem waren wir über die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Nadelkissen überrascht, denn zusätzlich zu guten Ratschlägen, versorgte er uns ebenfalls mit Blood Charms, die uns vor dem Einfluss von Dämonen schützen sollen.

Mit unseren Vorbereitungen am Ende, verabschiedeten wir uns von Rals Familie und begaben uns in einem Ruderboot auf den Weg zur Spitze des Skytoucher Mountain. Die Reise verlief ohne Zwischenfälle und am Gipfel angekommen, suchten wir die alten, ausgebrannten Ruinen des Skyseeker Moots auf. Dort fand das abschließende Enchantement von Rals Rüstung „Angry Mountain“ statt, die Vaddar für ihn in monatelanger Arbeit geschaffen hatte. In gleißender Hitze gelang es Ral, durch seine schiere Willenskraft, ein von Vaddar gerufenes Feuerelementar dazu zu bringen, einen Teil seiner Macht in seine Rüstung einfließen zu lassen. Ein ehrerbietender Anblick, den niemand von uns jemals vergessen wird.

Als ob sie nur auf den Abschluss dieser Tat gewartet hätte, tauchte kurze Zeit später Votana auf. Die graue Frau, eine lebende Legende unter den Trollen. Bei ihr befand sich die versiegelte Truhe mit unseren Fadengegenständen. Wie zu erwarten, kannte Votana unser Anliegen bereits, und warnte uns davor, dass der Einfluss des Dämons dazu führen würde, das sich alles was wir tun ins Negative kehren könnte, gleichgültig wie edel unsere Absichten auch sein mögen. Wir beschlossen daher, uns so weit wie möglich von anderen Namensgebern fern zu halten und auf abgelegenen Routen Richtung Liai Jungle zu reisen, wo der nächste Anhaltspunkt unserer Reise lag.

Abschnitt II: Die Grimm Legion und die Ruinen von Hazhua

Vor einiger Zeit, hatten wir eine Nachricht aus der großen Bibliothek in Throal erhalten. Der Brief war von einer Troubadourin, der wir den Auftrag erteilt hatten, mehr Information über die einstigen Besitzer der Dolche von Cara Fahd, den Sieben Speichen zu erfahren und wenn möglich deren ursprüngliche Heimstätte zu ermitteln. Anscheinend hatte Vanyk Auldsinger, die oben genannte Troubadourin, bei ihrer Recherche Erfolg gehabt. Auf Grund unseres Verschwindens durch die Invae war es ihr nicht möglich gewesen uns zu kontaktieren, daher hatte sie an verschiedensten Depots Nachrichten für uns hinterlegen lassen. In der Nachricht berichtete sie von den Ruinen von Hazhua, der Heimstätte der Sieben Speichen in den Ausläufern des Liai Jungle, südwestlich vom heutigen Cara Fahd. Da niemand etwas von uns gehört hatte und wir offiziell als verschollen galten, hatte Vanyk sich selbst auf den Weg gemacht um den Platz zu finden, in der Hoffnung vor Ort auf neue Informationen zu stoßen…

Wir flogen mit unserem Ruderboot bis an die Ausläufer der Berge und setzten unsere Reise nach Three Rivers möglichst unauffällig zu Fuß fort. Unser Plan sah vor, ein Boot zu finden, dass uns durch die Stromschnellen zur Flussbiegung im Nordwesten nach Süden bringt, so dass wir den belebten und geschäftigen Teil von Cara Fahd umgehen können, damit wir und so auch der Dämon, keine Chance bekamen größeren Schaden anzurichten. Der Zufall wollte es, dass wir genau hier auf ein alt bekanntes Gesicht trafen. Su’shi Scha, T‘skrang Diebes- und Schwertmeisteradeptin, die ich bereits im dritten Kreis als Luftpirat, im Turnier der Schwerter von Throal vernichtend geschlagen hatte. Nach kurzen Verhandlungen mit T’sraktung bot sie an, uns gegen Bezahlung über die westlich verlaufende Strecke an unser Ziel im Liai zu bringen. Froh darüber keine weitere Zeit mehr in Three Rivers verbringen zu müssen, nahmen wir ihr Angebot an und gingen direkt an Bord des Schiffes um den Kontakt mit anderen Namensgebern zu vermeiden. Einige Stunden später brachen wir auf und begannen unsere rasante Fahrt auf dem Fluss. Wir passierten einige Stellen des Gewässers, mit beunruhigenden Szenarien in Form von gehangenen Namensgebern am Ufer. Fokussiert auf unser Vorhaben versuchten wir die Bilder im Hinterkopf zur Seite zu schieben und uns auf das Bevorstehende zu konzentrieren. Die Reise war unruhig und nahm fast eine ganze Woche in Anspruch. Wir verabschiedeten uns vom Kapitän und mit Ausnahme von T’sraktung waren alle froh darüber, dass Schiff endlich zu verlassen und wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.

Ruins_of_Hazhua.jpg

Dank der von Vanyk sehr detailliert angefertigten Karte und dem Scouten von Rockbase in der Luft, gelang es uns ohne größere Probleme durch das Gelände in Richtung unseres Bestimmungsortes zu navigieren. Hier sollte noch kurz erwähnt werden, dass eine Gruppe von ungewöhnlich starken Mantis eine Art Hinterhalt für uns gestellt hatte und versuchte uns zu überwältigen. Es kostete uns einige Mühe ihnen den Gar aus zu machen bevor wir unseren Weg fortsetzen konnten. Am darauf folgenden Tag erreichten wir das auf der Karte markierte Gebiet der Ruinen…. und wurden bereits erwartet.

Wir hatten vermutet bei den Ruinen auf Vanyk Auldsinger zu treffen, die Auswahl ihrer orkischen Begleiter erweckte bei uns jedoch gemischte Gefühle, Sork Sorjinka die Steppenreiterin, der Krieger Gzoog Chainbreaker und Kwamm, Schwertmeister und einer der Anführer der Grimm Legion. Zwar war das letzte Aufeinandertreffen mit diesen drei Mitgliedern der Grimm Legion nicht feindlicher Natur gewesen, doch brachten sich unsere Gruppen schon immer gegenseitigen Respekt und ein gehöriges Maß an Misstrauen entgegen. So war es nicht verwunderlich, dass die Begrüßung auf beiden Seiten eher reserviert ausfiel. Vanyk schien dies alles nicht zu interessieren und sie begann sofort von ihren neu errungenen Kenntnissen über die Sieben Speichen zu erzählen. Geduldig hörten wir uns an was sie zu sagen hatte, und als klar wurde, dass Kwamm und seine Gefolgsleute schon zu viel über unsere Verstrickung mit dem Dämon in den Klingen von Cara Fahd wussten, beschlossen wir reinen Tisch zu machen und sie in unser Vorhaben, den Dämon mit Hilfe der Klingen aufzuspüren und endgültig zu vernichten, einzuweihen. Nach kurzem Beraten willigte Kwamm dazu ein uns mit den ihm zu Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Als Gegenleistung dafür verpflichteten wir uns, nach Erfüllung unseres Auftrags, die vier Klingen von Cara Fahd an die keine Sturmklinge gewoben ist, in Begleitung der Grimm Legion an das Oberhaupt des neuen Ork Königreiches zu überreichen.
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir damit, ein Denkmal für die einstigen Träger der Dolche, den Sieben Speichen, zu errichten. Durch diese Tat, war es uns möglich, das magische Muster der Klingen besser zu verstehen. Durch die Informationen die wir über die Klingen und von Vanyks Recherche hatten, wurde nun unser nächster Schritt bestimmt. Wir suchen nach dem „Hold of Courage“, der legendären Ahnenhalle, in der die Seelen der berühmtesten Orks der letzten Zeitalter aufbewahrt wurden. Unsere Hoffnung lag darin, dort die Seelen der Mitglieder der Sieben Speichen zu finden und mehr über den Dämon und den Verräter in ihren eigenen Reihen zu erfahren.

Das Finden dieser alt ehrwürdigen Stätte stellte sich jedoch als weit schwerer heraus, als anfangs gedacht. Erst wurden wir von Junglebewohnern attackiert die uns mit Giftpfeilen beschossen, und schließlich von einer Art magischem Schild in die Irre geführt, um uns vom Weg abzubringen. Es dauerte fast zwei ganze Tage im Jungle Richtung Südosten, bis wir an ein von außen unauffällig aussehendes Gebäude kamen. Trotz der Erscheinung, die eher an eine Scheune erinnerte als an eines der wichtigsten Gebäude der Orkgeschichte, bestand kein Zweifel daran, dass es sich um den Hold of Courage handelte.

Abschnitt III: Der Hold of Courage

Um einzutreten, gab es einige Regeln, die es zu befolgen galt. Jeder, der die Ahnenstätte betreten wollte musste dies alleine tun und alle anderen mussten ihren Blick abwenden, außerdem ist der Eintritt nur unverletzten Namensgebern gestattet. Vanyk klärte uns darüber auf, dass nur jene, die von den Ahnen für würdig gehalten werden, der Eintritt in den Hold of Courage gewährt wird. Dementsprechend enttäuscht war sie, als das Eingangstor vor ihr verschlossen blieb… Als nächste trat Sork Sorjinka von der Grimm Legion ein. Als sie nach einer Stunde nicht zurückkehrte, machte ich mich zusammen mit Rockbase als nächster daran, den Schrein zu betreten.

Das Tor öffnete sich ohne große Mühe und ich trat ein. Der Innenraum des Holds erwies sich als sehr viel größer, als es von draußen zu erkennen war. Er beherbergt hunderte von faustgroßen Glaskugeln, die mit einer Art Nebel gefüllt zu sein scheinen, Seelensteine. Im Eingangsbereich der Halle standen zwei große aus Stein geschlagene Figuren, eine weibliche und eine männliche, beide mit einem Loch im Schädel um dort Seelensteine hinein zu legen. Einige Meter weiter lag Sork in einer Blutlache auf dem Boden, ihre Kehle aufgeschlitzt. Sie war tot, es gab jedoch keine weiteren Anzeichen dafür, wer oder was sie getötet hatte. Vorsichtig machte ich mich daran, die Seelensteine zu untersuchen und jene zu finden, die wir suchten. Doch an den Säulen, wo das Zeichen der Sieben Speichen zu sehen war, fehlten die Seelensteine, die eigentlich darauf liegen sollten. Meines eigentlichen Vorhabens beraubt, schaute ich mich nach dem einzigen anderen Seelenstein um, dessen Runen mir sonst noch bekannt war.
Die Kugel von Hrak Gron, des Begründers der Liberator Disziplin. Ich fand den Seelenstein und setzte ihn in die Öffnung im Schädel der männlichen Statue. Die Gestalt von einem alten Ork Krieger nahm vor mir Gestalt an, stellte sich mit einer tiefen Ehrfurcht gebietenden Stimme als Hrak Gron vor und fragte mich nach meinem Begehren. Nach einer Begrüßung meinerseits erzählte ich davon, dass wir auf der Jagd nach dem Dämon in den Klingen von Cara Fahd sind, und Hilfe benötigen, zur Untermalung der Geschichte zog ich den Dolch, der mit meinem Muster verbunden ist. Dann brach die Hölle los. Das Gesicht von Hrak Gron, in einer wütenden Grimasse verzogen schalt mich einen Verräter und erweckte die Seelen des gesamten Hold of Courage um mich zu töten. Am Anfang gelang es mir, mich zur Wehr zu setzen, jedoch überwältigte mich bald die schiere Anzahl der attackierenden Geister.

Das Letzte an das ich mich erinnern kann, war das Gesicht eines großen Orks, der von hinten an mich herangeschlichen war und mir ins Ohr flüsterte: Ich bin Kragen Overtall, und du wirst niemandem mehr erzählen können, dass ich es war, der seine Brüder verraten hat. Ihre Seelen werden für immer auf der Death Sea gefangen sein. Mit einem verzogenen Grinsen bohrte er seinen Dolch in meinen Rücken, bis dieser durch meinen Brustkorb wieder hervortrat, ich starb…

Das nächste an das ich mich erinnern konnte, war grelles Sonnenlicht und die Gestalt von Rockbase, der selbst schwer verletzt neben mir saß und über mich wachte. Später sollte ich erfahren, dass Ral und Gzoog gemeinsam für meine Rettung und die Bergung von Sorks Leichnam verantwortlich waren. Wobei Ral ebenfalls nur knapp dem Tod entkommen konnte, da er genau wie ich, im Hold of Courage angegriffen wurde. Im Gegensatz zu mir, war es ihm jedoch gelungen, den Seelenstein vom Verräter Kragen Overtall aus dem Schrein mitzunehmen. Unfähig etwas anderes zu tun, erholten wir uns die nächsten Tage von den Verletzungen und dachten über das nach, was wir erlebt und erfahren hatten.
Der stärker werdende Einfluss des Dämons durch die Klingen wurde immer deutlicher, so war jeder Abend geprägt von kleinen Sticheleien und Diskussionen über den nächsten Schritt unserer Reise. Dann kamen Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gruppe auf. So war Gzoog Chainbreaker, der Krieger der Grimm Legion, plötzlich mit Vanyk und Ral im Twist darüber, was mit dem Seelenstein des Verräters zu tun war. Schließlich hatte dieser nicht nur mich und Rockbase, sondern auch seine Freundin ermordet, und diese leider endgültig. Die Situation drohte zu eskalieren und Kwamm und T’sraktung hatten alle Mühen, ihre Gefolgsleute in Reihe zu halten, um ein Blutbad zu vermeiden.

Nach einer Legende an die sich Vanyk wage erinnerte, gäbe es ein Boot mit gefangenen Seelen, das die Gezeiten über die Death Sea segelt und bei jedem Neumond an einer bestimmten Stelle anlegt. Zusammen mit der Aussage des Verräters im Schrein, schien dies unser einziger Anhaltspunkt zu sein, um unsere Reise fortzusetzen.

Abschnitt IV: Drachenschuld

Während des Nachtlagers vor unserem Aufbruch zur Death Sea bekam ich Besuch. Ich wünschte sagen zu könnte es wäre eine Überraschung gewesen, aber eigentlich habe ich schon seit Jahren darauf gewartet, dass Alamaise, der große Drache und Herrscher über den Liai Jungle, den Gefallen von mir einfordert, den ich ihm vor so langer Zeit im Tausch für mein Leben versprochen hatte. Es war eine vermeindlich einfache Aufgabe, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Sie führte uns jedoch in die Stadt Braas und würde einige Tage Zeit kosten.

Vor unserem Umweg durch Braas trennten wir uns von Kwamm, Gzoog und Vanyk. Der Plan sah vor, dass Kwamm seine Kontakte zur Grimm Legion in Anspruch nimmt, um eventuell nützliche Informationen über den nächsten Schritt unserer Reise zu erhalten. Dann würden diese Drei den direkten Weg Richtung Death Sea einschlagen, um uns dort zu treffen. Als Zeichen unseres Vertrauens, gab Ral den Seelenstein des Verräters Kragen Overtall in die Obhut von Gzoog Chainbreaker. Wir verabschiedeten uns knapp und unsere Wege trennten sich.

Angekommen in Braas versuchten wir uns innerhalb der Stadtgrenzen soweit wie möglich von anderen Namensgebern abzusondern, damit sich der Schaden durch die Beeinflussung des Horrors in Grenzen hielt. Wir erledigten unsere Aufgabe und am Ende des dritten Tages hatte das Chaos die Stadt fest im Griff. Ein wütender Mob versuchte uns aufzuknüpfen. Nur mit der Hilfe von Su’sih Scha, die wie von Geisterhand aufgetaucht war, gelang es und unverletzt aus der Stadt zu entkommen. Leider mussten wir kurz darauf feststellen, dass sie mit ihrer großzügigen Bezahlung für ihre Hilfe alleine nicht zufrieden war und uns bestohlen hatte. Sie hatte einen der Dolche von Cara Fahd aus T’sraktungs Ausrüstung entwendet. Sollten wir sie in naher Zukunft wiedersehen, wird sie wohl die Passions auf ihrer Seite brauchen, um Rals und meinem Zorn zu entgehen. Als wir die Stadt verließen, ging sie hinter uns in Flammen auf, dies war das Ende der Braas Rebellion….
Da dieser Punkt leider ein tragischer Bestandteil unserer Geschichte ist, möchte ich klar stellen, dass wir in der Stadt niemanden direkt angegriffen oder verletzt haben, viele der Menschen in Braas verdienten ihren Lebensunterhalt durch den Tod und die Folter von Orks, was die Sturmklingen zutiefst ablehnen.

Abschnitt V: Aufbruch zur Death Sea

Die Stimmung der Gruppe auf der Reise zur Death Sea wurde vom Tot Sorks, und dem Diebstahl des Dolches durch die verdammte Tskrang Frau getrübt. Ungefähr eine Tagesreise außerhalb der Stadtgrenzen fanden wir dann etwas vor, mit dem niemand gerechnet hatte. Eine Ork Frau, übel zugerichtet und schwer verletzt an einen Baum gefesselt. Es handelte sich um Vanyk Auldsinger… Nachdem wir sie losgeschnitten und ihre Wunden kontrolliert hatten, stellten wir sie zur Rede. Anscheinend war die Situation eskaliert, als die unvernünftige Orkfrau den Versuch unternommen hatte, während des Nachtlagers den Seelenstein von Gzoog zu stehlen und damit zu flüchten. Zwar ging ihr Plan zunächst auf, jedoch dauerte es nicht lang, bis Gzoog sie eingeholt hatte und sich in seinem fanatischen Wahn sein „Eigentum“ zurückholen wollte. Wäre Kwamm nicht gewesen, hätte Vanyk dieses Wiedersehen wohl kaum überlebt. Stattdessen hatte Kwamm den Krieger davon abgehalten sie zu töten und sie hier gefesselt zurückgelassen, wohl in dem Vertrauen, dass wir sie finden würden.

Mit einem schlechten Gefühl und gewahr darüber, dass sie ihre eigenen Reisegefährten bestohlen hatte, schickten wir Vanyk mit etwas Proviant fort in Richtung der nächsten Siedlung. Nur einige Stunden später kam uns das nächste Vertraute Gesicht entgegen, Kwamm. Er war alleine, verwundet und legte Eile an den Tag. Ohne zu zögern beschleunigten wir unsere Reise und Kwamm erzählte uns was geschehen war. Nach der Wiederbeschaffung des Seelensteins, hatten er und Gzoog sich in ein 1 Tag entferntes Dorf eines Ork Brenner Stammes zurückgezogen um zu rasten. Gzoog war mittlerweile fanatisch dazu entschlossen, den Seelenstein zu zerstören, entgegen der Abmachung mit den Sturmklingen. Es war Kwamm nicht mehr möglich, seinen Einfluss auf den starrköpfigen Ork Krieger geltend zu machen. So nutzte er seine außergewöhnlich hohe Toleranzschwelle gegenüber Alkohol aus, um Gzoog in der örtlichen Taverne außer Gefecht zu setzen, ermächtigte sich des Seelensteins und brach sofort auf in Richtung unseres Treffpunkts. Es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis Gzoog hier auftauchen würde, um den Seelenstein zurück zu fordern. Und wir bezweifeln alle, dass er alleine kommen wird…

Wir setzten die Reise mit der höchst möglichen Geschwindigkeit, verstärkt durch Vaddars Reisezauber, fort. Gen Abend des zweiten Tages erreichten wir endlich die Ausläufer der Death Sea, ein imposantes und zugleich furchterregend tödliches Schauspiel der Elemente. Beim Anblick kamen mir sofort die Berichte über Magmabiester und mächtige Feuerelementare in den Kopf, die schon unzählige Luftschiffe aus den Twilight Peaks in ihr Verderben gestürzt hatten…

Hier endet meine Aufzeichnung, dass Ziel unserer Reise ist erreicht und es sind nur noch wenige Tage zum Neumond. Ein Schiff voller verdammter Seelen vor uns und einen wahnsinnigen Ork Krieger der Grimm Legion im Nacken. Eines ist sicher, dass Leben als Sturmklinge wird niemals langweilig. Und doch, wir werden allen Gefahren trotzen, bis der letzte von uns sein Leben aushaucht…

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Tarlon

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