Kapitel 1b

Kapitel 1b: Wie alles begann

- von Ral

Ich begann meine Reise mit einer Gruppe von Händlern, welche mich als Geleitschutz engagiert hatten. Als wir in diesem verdammten Dschungel unterwegs waren, attackierten uns riesige Horden von Untoten. Wir kämpften mit enormem Einsatz, doch letztlich blieb mir, da ich mich als letzter Überlebender gegen diese Übermacht sah, nur noch die Flucht. Ich lief relativ orientierungslos durch die dichten Pflanzend und traf glücklicherweise auf ein paar andere va’a’ulis, mit denen ich mich auch zu einer Gruppe zusammenschloß. Wir alle hatten das gleiche Ziel, dem Dschungel entkommen.

Niemand von uns sollte ahnen, wie lange diese durch Zufall zusammengewürfelte Gruppe zusammenbleiben, und was für legendäre Abenteuer sie bestehen sollte. Da waren außer mir, dem Warrior der Gruppe, der Schwertmeister T’sraktunk, ein T’skrang und ein kleiner Mensch namens Vaddar, der sich als Reisender bezeichnete.

Auf einer Lichtung trafen wir auf Blutelfen, die mit einem Luftschiff unterwegs waren. Bevor wir uns richtig mit ihren Anführern, einer Bardin namens Lady Sirendel, Mistress of the Plants und ihrem Bruder Ampfelius Keeneye, einem Bogenschützen mit einem Wurmauge, unterhalten konnten, griffen zwei Oger an, einer von ihnen trug eine Krone auf dem Kopf. Im Laufe des Kampfes muß ich bewußtlos geschlagen worden sein, zumindest erwachte ich auf dem Schiff inmitten meiner schlafenden Gefährten, außerdem ziemlich hoch in der Luft.

Wir ruhten uns aus, doch während dem Frühstück gab es Krawall, ein blinder Passagier war entdeckt worden, ein T’skrang-Bogenschütze. Schrack bürgte mit seinem Leben für ihn, und so hatten wir auch einen Bogenschützen in der Gruppe, sein Name war Arak.

Interessanter Weise taucht diese Begebenheit in den Aufzeichnungen von Vaddar nicht auf.
- Roger Raiser, Sribe and Archivist of the Halls of Records

Alles war recht friedlich, doch dann griffen uns zwei Luftschiffe an, ich konnte die Queen of Sorrow erkennen, die Crystal Raiders! Ich half beim Montieren der Geschütze und Vaddar beim Abfeuern derjenigen. Trotz allem stürzten sich von einem drittem Schiff, das sich unbemerkt über uns geschoben hatte, Raiders herab und enterten. Ich glaubte meinen Augen nicht, es waren keine Trolle, ich erkannte eine Eliteeinheit der Terraner-Skyraiders. Welch unehrenhafte Intrige gegen die Ehre meines Volkes wurde hier gesponnen. Jetzt erinnerte ich mich an eine Vermutung Vaddars, die dieser während dem Frühstück geäußert hatte, irgend etwas über Verteilungskonflikte einer Stadt zwischen Blutelfen und Terranern, aber in meiner Wut auf die Sklavenhändler, die meine katera und katorr verletzt hatten, waren diese Erinnerungen eher vage denn bewußt. Wir kämpften trotz der scheinbaren Überlegenheit furchtlos und ausdauernd, und nicht nur der Schwertmeister und ich bewährten sich, erstaunlicherweise hielt sich auch dieser kleine Mensch recht wacker, und nachdem sich unsere Gegner schon heilen mußten, wobei ihr Blut zu kochen schien, zogen sie sich plötzlich mit ihren großen Sprüngen zurück.

Wir schauten fragend zu Ampfelius Keeneye und Lady Sirendel, doch eine Sekunde später, bevor irgend jemand antworten konnte, sahen wir mehrere Feuerkugeln auf unser Schiff zufliegen, der Fluchtgrund unserer Gegner wurde klar. Unser Schiff wurde schwer beschädigt, wir begannen abzustürzen und hätte Arak nicht wie von Teufeln geritten gerudert, hätte wohl niemand dieses Abenteuer jemals hören können. Schrack rettete todesmutig Lady Cerendell aus den Flammen, doch als er aus dem Inferno heraustrat, waren seine Wangen trotz der glühenden Hitze eher bleich, nur ein Wort kam über seine Lippen:” HORRORS !!!!!”.

Auch dieses Ereignis taucht in den Aufzeichnungen von Vaddar nicht auf. Da diese “Begegnung” nicht weiter erwähnt wird und es auch keine Anzeichen gibt, das Die Strumklingen zum damaligen Zeitpuntk von einem Horror markiert waren, handelte es sich wohl um eine Fehleinschätzung des T’krang.
- Roger Raiser, Sribe and Archivist of the Halls of Records

Schleunigst verließen wird das brennende Schiff und stürzten uns gen Dschungel. Ich wurde vom Aufprall tödlich verletzt (ich möchte jedem sagen, der es wagt zu behaupten, es gäbe keinen Grund für das Gute zu kämpfen, daß er einem fatalen Irrtum unterliegt), doch eine Salbe Lady Sirendel brachte mich ins Leben zurück. Da wir immer noch von den Terranern verfolgt wurden, wie sich nun endlich herausstellte, weil diplomatische Verhandlungen über die Aufteilung einer lange verschollenen und erst kürzlich wieder entdeckten, ehemals terranischen Stadt, zwischen Blutelfen und Terranern, nicht zu deren Zufriedenheit verlaufen seien, und sie sich deshalb als Trolle getarnt hatten, um unbehelligt die diplomatischen Abgesandten zu überfallen, beschließen wir, uns zu trennen. Schrack und ich werden Lady Sirendel begleiten, während Keeneye, Vaddar und Arak eine falsche Spur legen, und sich später wieder mit uns treffen werden.

Auf unserem Weg wurden wir nachts von einem Skyraider der Terraner entdeckt, doch Schrack konnte ihn töten, ehe er größeren Schaden anzurichten in der Lage war. Auf unserem Weg griff uns eine riesige, spinnenähnliche Kreatur an, sie verschoß Netze und heftete Lady Sirendel so an einen Baum. Schrack wurde schwer verletzt und plötzlich fand ich mich in einem Labyrinth aus Kristall wieder, alleine. Ich rannte so schnell ich konnte und traf auf einem freien Platz mit vielen Abzweigungen Lady Sirendel, wir trennten uns gleich wieder auf der Suche nach Schrack. Ich entdeckte die Spinne vor mir, sie hatte mir den Rücken zugewandt und ein eingesponnenes Paket im Gebiß, Schrack!!!!!. Ich schlug zu und sie floh, stellte sich dann aber doch zum Kampf. Glücklicherweise gelang es mir mit einem gewaltigen Schlag das Ding zu erledigen und somit meinen Gefährten zu befreien.

Nach einiger Zeit trafen wir unsere Gefährten wieder, denen das Ablenkungsmanöver auch hervorragend gelungen war. Den Dschungel wieder in alter Formation durchwandernd, bemerken wir auf einer Lichtung ein Luftschiff. Vorsichtig pirschen wir näher heran und können den Namen auf dem Schiffsbug entziffern:”Queen of Sorrow”. Wir dachten natürlich zuerst an die Terraner, aber die Tarnung schien mir doch etwas zu perfekt. Tatsächlich entdeckten wir ein paar Trolle, die anscheinend mit der Ausbesserung des Schiffes beschäftigt waren, es waren ohne Zweifel tro’o’astia. Wir wurden vom Steuermann und einer Wache empfangen, ich übernahm die Begrüßung.

Wir wurden zum Kapitän gebracht, und dieser erklärte sich bereit, uns bis Kratas mitzunehmen, wer weiß wie ihn diese Elfe dazu überreden konnte. Im Verlaufe dieser Gespräche beging Schrack den folgenschweren Fehler, unabsichtlich den Steuermann in seiner Ehre zu kränken, woraufhin ein Kampf auf “First blood” für den nächsten morgen angesetzt wurde. Trotz seiner Verwundungen von der strapaziösen Reise durch den Dschungel, schlug er sich sehr gut, wirklich ga’i dieser Schrack, er hätte es beinahe geschafft, den Steuermann mit seiner ersten verwirrenden Attacke seiner Ehre zu berauben, und nur durch enormes Glück und seine exzellente Rüstung entging dieser dem ersten Blut.

Der Rest unseres Weges verlief friedlich und schon bald erreichten wir die Stadt der Diebe, Kratas. Hier erholen wir uns und blicken freudig neuen Aufgaben entgegen.

Ral, Hochlandtroll und Warrior vom Clan der Steinklauen , z.Z. in Kratas

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Kapitel 1b

Die Sturmklingen Raiser