Kapitel 2

Kapitel 2: Der Heimstein

- von Vaddar

Wir verbrachten einige Zeit in Kratas und verbesserten unsere Fähigkeiten. Lady Sirendel heuerte uns als Geleitschutz für die Reise zum Blutwald an.

Auf dem Weg zum Blutwald gelangten wir in die Berge. Dort trafen wir auf ein Komisch anzuschauendes Tier. Es sah aus wie ein Bär mit Hörnern, wir nannten es „Hornbär“. Später fanden wir heraus das es sich um ein Britan gehandelt hatte. Es kam zu einem kurzen und heftigem Kampf und wir konnten unseren Weg fortsetzen.

Ähnlich verfuhren wir an der Furt als uns ein Fährmann ausplündern wollte und uns beim Übersetzen seine Seeschlange oder was es auch immer war auf den Hals hetzte. Sie ging so schnell wieder unter.

Als wir unseren Weg in Richtung Blutwald weiter fortsetzten trafen wir auf einen Obsidianer. Er stellte sich als Cosmatek vor, ein Waffenschmied auf der suche nach Erzen und Mineralien für sein Schwert. Er schloss sich unserer kleinen Gruppe an, mit dem Einverständnis von Lady Serendol und Ampfelius.

Nachdem wir alle gemeinsam noch einige Zeit weiter wanderten, kamen wir an ein Dorf: Salta. Wir hofften auf eine einigermaßen freundliche Begrüßung; es wurden jedoch Pfeile nach uns geschossen.

Auf unsere sehr freundliche Fragen was dies solle, wurde uns mit einem weiteren Pfeilhagel und den Worten geantwortet wir hätten einige Kinder des Dorfes entführt und getötet. Ich verneinte dies energisch, da wir das erste mal in dieser Gegend waren.

Manchmal drücken sich Elementaristen nicht besonders geschickt aus. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass Die Sturmklingen jemals an Kindsenführungen oder ähnlich verwerflichen Praktiken beteiligt waren.
- Roger Raiser, Sribe and Archivist of the Halls of Records

Wir bekamen die Erlaubnis in der Nähe von Salta zu nächtigen. Mitten in der Nacht wurde versucht uns zu Überfallen. Die Wesen die uns angriffen sahen aus wie lebendiger Fels, ähnlich wie Cosmatek. Es waren anscheinend Obsidianer.

Aber sie waren schrecklich verändert, ihre Hände und Finger waren wie Klauen geformt und ihre Augen glosten in einer ungesunden Farbe. Sieben oder acht griffen uns gleichzeitig an.

Ich musste leider auf meine Zauber verzichten, da ich damals nur den Zauber Erdpfeil als Kampfzauber beherrschte und dieser in seinem Webvorgang zu langsam war. Ich zückte mein Schwert und während die anderen mit der Hauptmacht der Obsidianer rangen, hatte ich mich sehr zu meinem Glück mit nur einem zu beschäftigen, der unter meinen ungeübten hieben mit dem Schwert fiel.

Am Morgen nach dem Kampf war die Freude der Dorfbewohner groß. Sie luden uns nach Salta ein und es wurde gefeiert.

T´sraktung verwandelte sich in Casanova und machte Lady Sirendel den Hof. Ampfelius beobachtet das ganze etwas ungehalten, konnte aber nichts machen. Ral und ich feierten und Tranken. Irgendwann war ich betrunken und jemand brachte mich in eine Kammer.

Am nächsten Morgen als wir alle, bis auf T´sraktung und Lady Sirendel, beim Frühstück zusammen saßen (Keeneye war nicht erbaut), da bat uns der Dorfälteste, ein Ork Diebesadept, die Sache mit den Obsidianern zu erkunden und das Problem zu bereinigen.

Gegen Mittag machten wir uns mit Cosmatek auf den Weg. Die Blutelfen blieben im Dorf. In unserer Begleitung befand sich ein Dorfbewohner Namens Kyril der ebenso den Weg des Diebes beschritt und der Schüler des Dorfältesten war. Er solle uns in die Gegend des Heimsteines der Obsidianer führen.

Der Marsch war anstrengend, anfangs sogar leicht ansteigend. In einer Schlucht Kämpften wir gegen Bog Gobs, wiederliche Kreaturen aus lebendigem Matsch. Diese Biester hätten uns beinahe allen den Gar aus gemacht. Sie klebten sich an einem fest und verbanden sich mit Ihren Artgenossen bis man unter der schieren Masse der Gobs in die Knie gehen mußte. Wir wurden glücklicherweise von einigen Sturmwölfen gerettet.

Als wir in das Gebiet des Heimsteines kamen merken wir es sofort. Das ganze Gelände strahlte eine spürbar ungesunde Aura nach Verfall, Fäulnis und Verwesung aus. Ähnliches, nur stärker, fühlte ich später noch im Blutwald in der Nähe des Herzens.

Wir durchstreiften das verwüstete Gebiet und fanden im Zentrum den Heimstein. Ein beeindruckender Felsen, riesig in seinen Ausmaßen. Zu ihm Gewandt stand ein Altar oder Ritualstein. Die genauere Bedeutung desselben blieb uns leider verborgen. In den Felsen des Heimsteins war ein Loch getrieben worden, wir betraten ihn durch diesen offensichtlichen Eingang.

Innen war die Luft feucht und kalt. Wir erreichten eine Zentrale Kammer und wurden angegriffen. Erstmalig kämpften wir gegen Kadavermenschen, eine Abart von Untoten welche von den Horrors geschaffen wurde.

Die erste und wichtigste Regel im Kampf gegen diese Untoten ist, immer einen nach dem anderen vernichten, sich niemals mit zwei oder drei gleichzeitig beschäftigen, alle Angriffe gegen einen richten bis dieser ausgeschaltet wird. Diese Biester sind zäh und wenn man sie nur verletzt steigert sich die Geschwindigkeit ihrer Angriffe um ein vielfaches.

Beim weiteren vordringen entdeckten wir einige Zellen in denen einige Namensgeber zu Tode gehungert worden waren. In einer weiteren großen Halle wurden wir von einer Gargyle angegriffen.

Ich wurde schon bei Ihrem ersten Angriff getötet.

Ich bereitete mich darauf vor in die Feuersee eintauchen zu können und dem Tod meine Geschichte zu erzählen als ich an unsichtbaren Fäden zurück gerissen wurde. Mein Geist fuhr wieder in meinen Körper und wurde dort angekettet. Ich wurde untot.

Anfangs bemerkte nicht einmal ich die Veränderung meines Wesens.
Ich war glücklich wieder zu leben und zu hören, dass Ral die Gargyle mit einem mächtigen Schlag gespalten hatte, füllte mein Herz mit Genugtuung.

Leider wusste ich nicht welchen Preis Ral zu zahlen hatte, damit ich diesen Anschein von Leben erhalten konnte. Er lies sich von einem Horror zeichnen um meinem Körper wieder Leben einzuhauchen. Die Veränderungen bei uns beiden blieben unbemerkt von den anderen.

Ich bin froh über diese aussergewöhnlichen Aufzeichnungen. Selten erfährt man aus freien Stücken, das ein Namensgeber wie Ral freiwillig einen Pakt mit einem Horror eingegangen ist.
- Roger Raiser, Sribe and Archivist of the Halls of Records

Wir reinigten den Heimstein, aber der Horror entkam. Bei seiner Flucht lies er die ganze Struktur und das Areal um den Heimstein von Erdbeben vernichten. Wir machten uns an die Rückreise und kamen relativ schnell wieder nach Salta.

Vermutlich war der Horror der Ral markierte und Vaddar zu einem Wiedergänger machte an diesem Ort nicht anwesend. Er wirkte seine unheiligen Fähigkeiten durch die Verbindung zu diesem Ort, die er offensichtlich früher hergestellt hatte.
- Roger Raiser, Sribe and Archivist of the Halls of Records

Wir begleiteten Lady Sirendel und Ampfelius noch bis an den Schlangenfluß. Sie begaben sich von dort in den Blutwald. Kyril begleitete uns ebenfalls um etwas von der Welt zu sehen. Wir buchten eine Passage auf einem T´skrang Handelsschiff in die nähe von Bartertown.

Die reise verlief erfreulich ruhig, bis auf einen kleinen Zwischenfall in der nähe von Kaer Eidlon. Dort sahen wir wie ein junges Zwergenfäulein von einigen komischen Echsen, Saurals, angegriffen wurde. Wir machten uns sofort an die Verteidigung der Holden.

Die Saurals hatten einige unschöne Kampftechniken. Sie spieen eine Säure die sich durch dicksten Panzerstahl fressen konnte. Unsere Ausrüstung wurde schlimm in Mitleidenschaft gezogen, aber wir retteten das Mädchen.

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Kapitel 2

Die Sturmklingen Raiser