Die Sturmklingen

Vom Rand der Death Sea zur Scarlet Isle

Abenteurerjournal der Sturmklingen: Abschnitt XX

geschrieben von Ral Steinknacker
vom Moot der Steinklauen,
Kriegeradept des achten Kreises,
Mitglied der Sturmklingen.


Titel: Eine Bootsfahrt die ist fröhlich…


Abschnitt I: Wege trennen sich

Nachdem Kwamm und wir jeglichen Kontakt zu anderen Namensgebern vermeiden, erreichen wir ohne größere Probleme die Ausläufer der Death Sea. Während all dieser Zeit schreiten wir durch Vaddars Magie zielstrebig aus und Rockbase sichert unseren Weg nach hinten. Mir stellen sich mehrfach die Nackenhaare unter Angry Mountain auf, dieser Orkstamm, dem Kwamm die Seele des Verräters entwendet hat, kann jederzeit hinter uns aus den Bäumen brechen. Letztlich scheinen meine Vorahnungen jedoch unbegründet und während die Vegetation sich sichtlich verändert, tauchen keinerlei Orks auf. Die Anzahl der Bäume nimmt mehr und mehr ab, die Landschaft wird immer karger je näher wir der Death Sea kommen. Der Boden nimmt eine unnatürliche Wärme an und der Fluss, an dem wir uns entlang bewegen, ist plötzlich von Kreaturen belebt, welche durch das Wasser nach oben leuchten. Der Fluss mündet in die Death Sea und Wasser geht in Lava über. Beim Anblick dieser Naturgewalten schützt Vaddar uns mit seinen Zaubern vor magischen Einflüssen.

Nun sind wir hier, doch wo soll diese ominöse Anlegestelle sein, an der das Schiff der verlorenen Seelen bei Vollmond ablegt? Vom Ufer aus können wir eine kleine Insel erkennen, welche gar nicht allzu weit im Lavameer liegt. Während wir Möglichkeiten überdenken, wie wir am besten da rüber kommen, besprechen wir mit Kwamm nochmals unsere Abmachung bezüglich der Dolche von Cara Fahd. Selbstverständlich werden wir die restlichen Dolche dem Chieftain von Cara Fahd übergeben. Orks scheinen sehr leicht reizbar zu sein, für mich als Troll ein komisches Gefühl, dieses leichte Kribbeln im Bauch; kann das Heimweh sein? Kwamm auf jeden Fall schaut sehr erzürnt, keine Ahnung warum. Er wird richtig feindselig und versucht mir sein Schwert von hinten in die Wade zu rammen. Natürlich gleitet sein Schwert von Angry Mountain ab wie Butter an einem heißen Kochtopf. Ich denke mal die Dolche von Cara Fahd beeinflussen ihn sehr stark, vielleicht sind Orks stärker beeinflussbar als andere Namensgeber. Kwamm erkennt selbst, dass er sich unnatürlich verhält und entscheidet sich zurück nach Cara Fahd zu gehen.

Die Sturmklingen setzen zu dieser im Feuer dem Ufer vorgelagerten Insel über. Vaddar transportiert Tarlon und mich in seiner Flammenrikscha und T’sraktung fliegt selbst mit Hilfe seines Gürtels. T’sraktung kommt mir komisch vor, er scheint alle Perspektiven verloren zu haben. Erst die Geschichte mit der Skrang Diebin und nun wirft er mir vor ich hätte Kwamm verscheucht. Alle scheinen sich wie kleine sensible Trollkinder zu verhalten, es kommt mir vor als würden die Passionen mich zwingen meine Pubertät in den Zwielichtgipfeln erneut durchleben zu müssen. Ich bin eindeutig der einzige, der die Situation noch im Griff hat, einen männlichen, starken und stark behaarten Griff!

Auf der Insel finden wir Überreste von Ruinen vor, mehrere Mauern und einen verwitterten Weg. Außerdem gibt es hier einen etwa anderthalb Meter in die Death Sea hinein reichenden Steg aus Stein. Wir nehmen an, dass es noch ungefähr ein oder zwei Nächte bis zum nächsten Vollmond sind. Hier ist alles verfallen und nichts ragt mehr höher als 20 cm über den Boden auf, komische Atmosphäre hier. Vaddar schaut sich den Schaden an Angry Mountain an, scheinbar war Gift an Kwamms Klinge, wie unehrenhaft. Vaddar bekommt wohl etwas von dem Gift ab, auf jeden Fall ist er plötzlich stinksauer und schwingt sich auf seine Flammenrikscha und fliegt zurück Richtung Kwamm. T’sraktung folgt ihm, ich nehme mal an um ihm zu sagen er soll nett zu Kwamm sein, nachdem ich ihn ja angeblich vertrieben habe! Wir Trolle bleiben auf der Insel, wir haben ja keine Flügel. Tarlon verewigt unser Gruppensymbol auf dem größten Stein den er hier finden kann. Derweil bessere ich Angry Mountain aus. Vaddar und T’sraktung kehren irgendwann zurück, unverletzt. Jetzt haben sich wohl Kwamms und unser Weg endgültig getrennt. Wir schlagen ein Lager auf und werfen mit Hilfe von Vaddars Magie einen Wall gegen eventuelle Attacken auf.

Abschnitt II: Ahoi Captain! Bitten an Bord kommen zu dürfen!

Während wir hier so warten schaut sich Vaddar den Astralraum an. Er kann drei Geister sehen, vielleicht warten sie auf das Schiff? Leider haben wir keine Möglichkeiten mit ihnen zu reden. Ich muss unbedingt mit Pall Nadelkissen reden und mir ein paar Dinge von ihm beibringen lassen. Wir nutzen die Zeit um eine brillante Taktik zu entwerfen für den Fall, dass das Schiff der verlorenen Seelen wirklich hier anlegen sollte. Die Nacht bricht herein und wir teilen die Nachtwachen ein. Die Atmosphäre ist unwirklich hier, durch all das Feuer wird es gar nicht richtig dunkel. Mit fällt es diese Nacht schwer zu schlafen. Diese Nacht und den kommenden Tag ist kein Schiff zu erkennen und auch ansonsten passier nichts aufregendes. In der zweiten Nacht, ohne dass wir zunächst etwas davon bemerken, liegt urplötzlich ein Schiff an dem steinernen Steg. Eigentlich ist es kein Schiff, es ist eher eine schwimmende Insel aus erkalteter Lava, in welcher ein Dreimaster gefangen ist. T’sraktung und ich trinken erst mal einen aus dem Horn des Ruhmes. Als wir noch die Ausführung unserer brillanten Taktik planen, legt das verdammte Ding schon wieder ab! T’sraktung fliegt hinterher. Am Steuer steht der Kapitän, etwa troll groß, mit einem zerfetzten Umhang, einer Sense, einem brennenden Schwert und einem Buch, das an einer Kette an ihm befestigt ist, in der Hand. Achja, er hat vier Arme. T’sraktung landet an Deck und liegt plötzlich in brennenden Ketten. Er versucht mit dem Kapitän zu reden, doch dabei verbrennen ihn seine Ketten und werfen ihn zu Boden. Tarlon, Vaddar und ich fragen den Kapitän an Bord kommen zu dürfen, der Ton macht ja die Musik, vielleicht war T’sraktung einfach nicht höflich genug. Er antwortet:“Ihr dürft an Bord kommen, aber niemals wieder gehen”; soviel dazu. Nachdem T’sraktung sich ihm vorgestellt hat, trägt ihn der Kapitän sogleich in das Buch ein, welches er in einem seiner linken Arme hält. Tarlon springt an Bord. Mit diesem Kapitän ist einfach nicht zu reden, Nichtreden mit den Sturmklingen hat im Regelfall immer den gleichen Effekt. Wir beenden seine bedauernswerte Existenz. Jede Wunde die der Kapitän erhält setzt Geister frei, einige fliehen, andere helfen ihm im Kampf. Letztlich erdrückt durch all den erlittenen Schaden, zersplittert der Kapitän und löst sich in schwarze Asche auf, die sich auf dem Boden verteilt. Die Kette seines Buches zerreißt und ist verkohlt, das Buch verschwindet und sein Schwert verbrennt. Wir lecken unserer Wunden und T’sraktung sammelt noch einige Ringe ein, die der Kapitän wohl getragen hat.

Abschnitt III: Drei Speichen

Inzwischen bin ich ziemlich an genervt und stelle mitten auf dem Deck laut und deutlich klar, dass wir die Sturmklingen sind, dass wir die sieben Speichen suchen, dass wir die Seele vom Verräter Kraken Overtall dabei haben und den Dämon besiegen wollen. Es scheinen viele Geister an Bord zu sein, die wir allerdings nur sehr unscharf erkennen können. Plötzlich löst sich aus all diesen Geistern ein Ork auf einer Tundrabestie heraus und reitet im Sturmangriff auf mich zu. Jetzt bricht das Chaos los. Ich bin zunächst sehr mit diesem Ork beschäftigt, doch der Kulisse nach brechen überall an Deck Kämpfe aus. Ich kann Tarlons Kampfgebrüll hören, mein Blut gerät in Wallung; der süße Gesang der Schlacht. Scheinbar sind Teile der sieben Speichen unsere Widersacher – eigentlich wollten wir wieder nur reden. Während dem Kampf stellt sich heraus, dass wir sie nur mit vereinzelten Talenten, welche an die Dolche gebunden sind, verletzen können. Mein Ork ist ein Steppenreiter, außerdem stehen wir noch einem Zauberer und einem Luftpiraten gegenüber. Mein Ork entschuldigt sich während dem Kampf, Betrayer zwinge ihn zum Kämpfen. Nun wissen wir endlich den Namen des Fäden-ziehenden Spielers im Hintergrund! Obwohl diese drei Speichen sich als hochlevelige und gefährliche Gegner erweisen, obsiegen letztlich wir. Wieder einmal hatten wir Trolle die Möglichkeit den Tag zu retten und endlich haben die Sturmklingen ihr eigenes Schiff! Ich bin mir sicher Tarlon kann alles fliegen was Segel hat, auch wenn die Segel hier verkohlt und verbrannt sind. Der Kampf ist vorbei und ich sehe einen (ehemals menschlichen) Untoten, er ist mit einem Orichalkum-Bolzen durch seinen Schädel am Hauptmast fest gepinnt. Wir lassen ihn zunächst da hängen, scheinbar befindet er sich schon länger da und offensichtlich stellt er keine akute Gefahr dar. Als es uns besser geht, beginnen wir mit der Erkundung des Schiffes. Ich nehme den Untoten vom Mast ab und mit Hilfe des Hornes als Maskottchen mit. Unter Deck treffen wir in einem kleinen Raum einen Koch. Er kocht Seelen in seinem Topf und kann mit Hilfe dieser Seelen Fragen beantworten – leider entzieht Fragen stellen Karma als Preis. Wir haben viele Fragen und so beginnt T’sraktung zu verhandeln um diese außergewöhnliche Gelegenheit zu nutzen. Keiner von uns, speziell wir Trolle, kann es sich leisten Karma zu verlieren. Nach zähen Verhandlungen gewährt uns der Koch als Gegenleistung für die Seele des Verräters Kraken Overtall zehn Fragen. Der Koch trägt übrigens Sturmruh an seinem Gürtel, scheinbar hat sie ihren Weg hierher gefunden, nachdem sie von Drachenfeuer verbrannt wurde. Zwar sind leichte Veränderungen zu erkennen, aber es ist eindeutig Vaddars Werk am Gürtel dieses Kochs. Vaddar stellt eine Frage zu seinem Stab, doch die Antwort wird Zeit in Anspruch nehmen. Tarlons Frage zu Cheysul stellt sich als nicht zu beantworten heraus. Mogrok the Proud von den open Eyes, Anführer der Cara Fahd Protectors soll der einzige sein, der uns unsere Fragen zu Betrayer beantworten kann. Er soll sich an Bord dieses Schiffes befinden. Ehe wir weitere Fragen stellen, machen wir uns auf die Suche nach ihm. Mein Maskottchen stellt sich übrigens als ehemaliger Adept heraus, welcher für das Anzetteln einer Meuterei bestraft wurde. Er zeigt uns einen Raum, wo verschiedene nun tote Namensgeber als Strafe angekettet wurden, wohl auch Leute, die ihm bei seiner Meuterei geholfen haben.

Abschnitt IV: Mogrok, vier Speichen – acht Tentakel

Nachdem wir einige Räume mit Geistern durchsucht haben, treffen wir die restlichen vier Speichen. Ihre Geister materialisieren sich vor uns. Reden ist erneut keine Option, direkt greifen sie uns an. Wir wissen inzwischen, dass Betrayer sie zwingt gegen uns zu kämpfen. Die Schlacht wiegt hin und her, als sie sich zu unseren Gunsten neigt, macht Mogrok einen eleganten Abgang. Der Rest der Speichen kämpft weiter. Dem Geisterbeschwörer können wir entringen, dass die Dolche bzw. das Ritual der Dolche, der Schlüssel zum Besiegen Betrayers ist. Direkt nach dieser Aussage fällt der Geisterbeschwörer, ihm folgt der Krieger und zuletzt strecken wir den Schwertmeister der Speichen nieder. Der Schwertmeister währte sich sichtlich gegen Betrayers Einfluss und ruft während dem Kampf: “Sucht die Insel mit dem Portal!”. Bis auf den Anführer haben wir nun alle Speichen besiegt.
Schon während dem Kampf konnte ich ein leises Pfeifen vernehmen. Nachdem nun die Geräusche des Kampfes verstummt sind ist klar, dass Mogrok musiziert. Wir folgen dieser in Anbetracht der Umstände so pervers fröhlichen Melodie. Wir finden Mogrok und hören ihm zu. Sein Lied erzählt die Geschichte der Speichen, wie sie Betrayer auf dem Scarlett Island finden. Dort steht das Portal, wo die verlorenen Seelen zum Tod übertreten. Die Speichen hatten die Dolche von Cara Fahd erschaffen und mit deren Hilfe war es ihnen möglich Betrayers körperliche Hülle zu zerstören. Doch der Dämon war so mächtig, dass er dennoch nachwirkte und die Speichen nie wieder ihr geliebtes Cara Fahd wieder sahen. Sie haben ihn in sich selbst gebunden denke ich so bei mir. Die Insel liegt im Norden und dort, so Mogrok, wird Betrayer auf uns warten. Als sein letztes Wort verklingt, schreit er plötzlich auf und aus seinem Rücken brechen acht lila leuchtende Tentakel hervor und attackieren uns. Ich zerteile mit einem mächtigen Hieb Mogroks Körper und bereite dem Spuk ein Ende.
Inzwischen ist übrigens der Kapitän zurück gekehrt, scheinbar kann man ihn nicht länger als einen Tag verschwinden lassen. Mein Maskottchen hat er diesmal nicht wieder an den Mast gepinnt, sondern kopfüber in die Takelage gehangen.

Wir suchen den Rest des Schiffes ab und finden in der Kapitänskajüte eine noch teilweise erhaltene Karte, einen Sextanten und ein Fernrohr. Vaddar kann das Fernrohr und den Sextanten reparieren und gibt sie Tarlon. Der Name des Schiffes auf der Außenseite der Reling ist nur noch teilweise erhalten und von uns nicht zu identifizieren. Tarlon kann zumindest fest stellen, dass das Schiff menschlicher Machart ist. Vom Koch finden wir heraus, dass der Kapitän zwar schnell beim Scarlet Island sein könnte, dort aber niemals aus eigenem Antrieb anlegen wird. Aus diesem Grund statten wir dem Kapitän auf der Brücke einen Besuch ab und sorgen für eine Korrektur des Kurses. Genauer gesagt entheben wir ihn seines Amtes und setzen mein Maskottchen als Kapitän ein. Nach gar nicht allzu langer Zeit kommt Scarlet Island in Sicht. Aus der Entfernung können wir erkennen, dass es dort wohl mal Gebäude oder eine Ansiedlung gegeben haben muss. Außerdem scheint eine Kolonie von relativ großen roten Insekten ihre Heimat auf Scarlet Island zu haben.

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Astralraum - Invaeberg - Astralraum

Dieser Teil unseres Tagesbuches wurde on mir, T´sraktung J´ikno Kevontra, dem Anführer der Sturmklingen geschrieben.
Wie dem fleißigen Leser bestimmt aufgefallen ist, wurde bisher von mir hier kaum ein Eintrag notiert.
Das hat gute Gründe und gleich drei davon:
Für mich, als Anführer, ist es wichtig, zu wissen wie meine Freunde denken und bestimmt Dinge erleben. Dabei hilft mir das lesen dieser Einträge ungemein.
Ist ein wenig, als würde man in dem Tagebuch eines anderen schmökern.
Der zweite Punkt, ist die Tatsache dass Sie alle dabei eine unglaublich gute Arbeit abliefern.
Der letzte Grund ist meine Tätigkeit als Verwalter der Gruppenkasse.
Hierbei gibt es immer viel zu tun und das lässt mir leider kaum Zeit für diese wichtige Aufgabe.
Umso mehr freue ich mich auf die folgenden Zeilen, die von Reisen durch den Astralraum, die Opferbereitschaft von Freunden und das beseitigen eines ganzen Invae Schwarms, berichten werden.
Wie einige von euch bestimmt wissen, werden die Angriffe der Invae immer stärker.
Unser Feind hat sich eine Armee gezüchtet und ist bereit diese gegen die braven Namensgeber von Barsaive einzusetzen. Wir werden nicht nur mit kleinen Spezialeinheiten, sondern mit einer über uns brandende Masse, dieser Insektenwesen, rechnen müssen.
Es wurde Zeit einen großen Schlag gegen unseren Feind durchzuführen!
Wir riefen Freunde und Verbündete auf, uns in diesem Vorhaben zu unterstützen.
Nach kurzer Zeit war alles vorbereitet und wir machten uns per Luftschiff zum vereinbarten Treffpunkt auf.
Wir kamen nach einigen ereignislosen Tagen in der Nähe des Stromheads, am Armeenlager König Needens, an.
Gut das Icewing dort auch kurz Rast machte.
So konnte ich Ihm ein, von den Theranern, gestohlenes Artefakt überreichen!
Nach einer kurzen Pause machten wir uns Richtung Stromhead auf.
Rockbase erwies sich schon bald als sehr gutes Mitglied und machte uns nach ein paar Tagen Marsch auf fliegende Invae aufmerksam.
Diese versuchten erfolglos unseren Freund aus der Luft zu holen.
Wir trieben unsere Gegner, auf ein, in der Nähe gelegenes, Wäldchen zu. Nach ein paar Sekunden hatten wir die ersten fliegenden Späher aus der Luft geholt. Der Rest fiel im Pfeil-und Blitzhagel er aus den Bäumen kam.
Unsere Verbündeten waren vor uns am Treffpunkt angelangt.
Nachdem wir die Verstärkung mit einigen nützlichen Zaubern versorgt hatten, gings es auch schon gleich in den Astralraum.
Vadaar ist der vielseitigste und nützlichste Mensch den ich kenne. Und wenn ich ihn bezahlen müsste, würde ich ihm viel Geld geben!
Ich weiß, das ich an diesem Punkt wahrscheinlich etwas ausführlicher die komplizierten Rituale und Zauber beschreiben sollte, die uns halfen ein Portal in den Astralraum zu öffnen. Um aber ehrlich zu sein, muss ich sagen dass ein schöner Schwertkampf oder ein Lied auf dem Dudelsack, dem König aller Instrumente, wesentlich beeindruckender für mich ist!
Was allerdings nicht für den Astralraum als solches gilt!
Die Essenz des Körpers verändert sich und passt sich mehr oder weniger gut an Ihre neue Umgebung an. Das hat wohl mit mehreren Faktoren zu tun. Der Kontrolle die man über seine Essenz hat, dabei hilft Übung wesentlich, und dem Astralraum an sich. Auch ohne magische Fähigkeiten kann man sich bestimmt lebhaft vorstellen, das die Nähe eines Dämons keinen wohnlichen Astralraum schafft in dem man seine Substanz durch schiere Willenskraft zusammenhalten möchte.
Wir näherten uns dem Berg und damit dem Nest der Monsterscharben.
Bevor wir in die normale Ebene zurückkehrten griffen uns wieder einige der Invae an.
Arkester unser Orkfreund stellte sich unseren Gegnern mit einer ungezügelten Wildheit die ich, bis dahin noch nicht gesehen hatte. Und es ist nur seiner Tapferkeit und Opferungsbereitschaft zu verdanken das alles wie geplant lief und wir in unsere eigene Ebene zurück kehren konnten.
Er hielt uns den Rücken frei.
Mir blutet das Herz wenn ich daran denke das wir ihn dort zurück lassen mussten.
Aber Zeit war ein wichtiger Teil unserer Angriffsstrategie.

Wir teilten uns in kleine Trupps auf und begannen mit der Erkundung des Insektenstocks.
Wer das hört denkt eventuell an Wachs und Honig an der Wand. Das ist leider weit gefehlt. Das Höhlenlabyrinth war mit gruselig grün-phosphoreszierendem Schleim bedeckt. Gänge waren teilweise mit einem so dicken Schleier überzogen, das einem das Atmen schwer viel.
Natürlich ist dieser Schleim auch noch ätzend, so dass man sich, nach zwei solcher Schleimtorturen, von seiner schönen Fellrüstung verabschieden konnte.
Nachdem wir einige Gänge durchstreift hatten, brach vor uns der Boden auf. Zwei riesige Scheren gruben sich durch das Bodenreich nach oben. Daran hing der größte Invae Krieger den ich je gesehen hatte. 2 Meter hoch und mehr als 3m lang.
Ral lockte ihn in einen der Gänge durch die wir gekommen waren. Das gab uns die Möglichkeit von hinten anzugreifen. Talons Schildangriffe donnerten auf den Panzer den Ungetüms und machten dabei Geräusche als würden Gebirgsmassen aufeinander prallen.
Es schien mir wie Minuten die vergingen bis wir das Monster aus seinem Panzer geschält hatten.
Manchmal wach ich Schweißgebadet, mit dem Gedanken auf, was wohl mit mir passiert wäre, wenn ich diese Minuten alleine vor dem Ungetüm hätte aushalten müssen….,
Ich denke die Investition in seine neue Kristallrüstung, war eine gute.
Wir liefen weiter und kamen bald in eine Höhle voller Larvensäcke.
Diese lagen auf dem Boden, hingen an der Decke und waren groß genug um Trolle enthalten zu können. Um sicher zu gehen dass hier keine neuen Feinde gezüchtet werden konnten, begannen wir den Raum mit Schwert und Feuer zu reinigen. Bevor wir die letzten Säcke beseitigt hatten, schlüpften einige der Larven. Jeder von uns bekomm einen Gegner der uns sehr an Doppelgänger erinnerte. Ihr Anglitz war noch nicht fertig und sah aus wie eine verlaufene Wachsversion von uns. Man hatte uns wohl in der Zeit, als wir bei den Invae gefangen waren, Blut abgenommen um diese magiebegabten Adept-Doppelgänger von uns zu erschaffen.
Es war gut dass wir diese Verbrechen gegen die Natur beseitigten!
Der Gedanke an eine Invae-Version der Sturmklingen, lässt mir die Makrelen wieder die Kehle rauf schwimmen.
Ich hatte eine Vision wohin es weiter gehen sollte….
Von dort kam uns ein menschlich erscheinendes Wesen entgegen. Es verließ eine riesige Höhle, setzte sich auf einen weiteren Invae Krieger und ritt uns mit einigen Begleitwachen der Insekten entgegen.
Es dauerte nur einige Minuten bis sie bei uns ankamen.
Genau diesen Moment nutzte ein alter Freund, Streetsamurai, um uns zur Hilfe zur eilen.
Er erschien aus dem Nichts und krümmte die Zeit um uns herum.
Ich glaube zwar fest daran das wir dem Invae Strolch und seinen Henchkäfern den Gar ausgemacht hätten. Aber wir mussten uns beeilen um den Zeitplan einzuhalten.
Also hatten Sie Glück und verlängerten Ihre Leben um ein paar Minuten.
Im Schutz der Zeit näherten wir uns unserem Ziel, der Ritualhöhle. Hier hatten die Scharben mächtige Mustergegenstände, die sie geklaut hatten, aufbewahrt um ihre Magie auszubluten und für Ihre unheiligen Vorhaben zu nutzen.
Die Gegenstände lagen auf Podesten und waren in der ganzen Höhle verteilt. Unsere Verbündeten befanden sich auch schon in der Höhle und kämpften.
Am einen Ende der Höhle war wieder ein Portal in den Astralraum, das mit Blutmagie aufrecht gehalten wurde.
Unsere Aufgaben war klar, wir sichern diese Gegenstände und töten jeden der uns davon abhalten möchte. Je länger wir gegen die dort anwesenden Invae kämpften, desto mehr kamen aus einem der vielen Gänge, als Verstärkung in die Höhle.
Ein epischer Kampf entbrandete.
Als wir die Gegenstände in unseren Besitz gebracht hatten, war es Zeit diesen Berg zu verlassen.
Unsere Verbündeten hatten Ihren gestohlenen Mustergegenstand zurück und Ihr Anführer setzte seinen Plan in Bewegung. Er rief uns zu, dass wir fliehen sollten und begann immer heller zu leuchten. Er nutzte seine und die letzte Magie des Gegenstandes um brachte den Berg zum Einstürzen.
Das kam einem Insektuzid gleich!
Wir wurden in den Astralraum geschleudert.
Ich kann nicht sagen wie lange wir dort unterwegs waren, bevor wir in einem Keller in die normale Ebene zurückkehrten.
Ich kann bis Heute kaum glauben das wir in Kratas, im Keller von Vistrosh auftauchten.
Der übrigens wesentlich netter ist, als sein Spitzname „Die Geisel von Kratas“ vermuten lässt.
Wir wurden sehr nett aufgenommen. Man bot uns Essen und Trinken an und gab uns ein eigenes Zimmer.
Hier endet dieser Eintag.

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Eine längst überfällige Angelegenheit
Von Kratas zur Death Sea

Abenteurerjournal der Sturmklingen: Kapitel XX

geschrieben von Tarlon Eisengeier
vom Clan der Ironmonger,
Luftpiratenadept des achten Kreises,
Mitglied der Sturmklingen.


Titel: Eine längst überfällige Angelegenheit


Abschnitt I: Zurück in den Twilight Peaks

Wir brachen unser Lager in Kratas ab, um uns einer längst überfälligen Angelegenheit zu widmen. Die Säuberung unseres Gruppenmusters.
Ein uns bis jetzt noch unbekannter Dämon, der mit den Dolchen von Cara Fahd verbunden ist, hat mit deren Hilfe das Muster der Sturmklingen korrumpiert. Als uns dies bewusst wurde, half uns Votana, die graue Frau, unsere Mustergegenstände und die Klingen von Cara Fahd zu versiegeln und unter Verschluss zu halten, um den Einfluss des Dämons zu bannen.
Doch durch eine Verbindung die uns nicht bekannt ist, spürte jeder von uns, dass der Horror in den Klingen durch die Neugründung des Ork Königreiches von Cara Fahd, wieder erwacht war und seine Macht wuchs. Namen haben Macht…. So machten wir uns auf den Weg in die Twilight Peaks, um neben einem Besuch in der Heimat und der Fertigstellung von Rals Rüstung „Angry Mountain“, Votana aufzusuchen und ihren Rat zu erbeten.

Angekommen in den Gipfeln wurden wir von Rals Familie und dem Clan der Steinklauen herzlichst empfangen. Es gelang uns für den nächsten Tag ein Treffen mit Pall Nadelkissen, einem Nethermancer der Steinklauen, auszumachen. Ral und sein Clanbruder verstanden sich auf Anhieb, was uns andere nicht verwunderte, da wir uns über Rals Interesse und Respekt für die Disziplin des Geisterbeschwörers sehr gut bewusst waren. Trotzdem waren wir über die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft von Nadelkissen überrascht, denn zusätzlich zu guten Ratschlägen, versorgte er uns ebenfalls mit Blood Charms, die uns vor dem Einfluss von Dämonen schützen sollen.

Mit unseren Vorbereitungen am Ende, verabschiedeten wir uns von Rals Familie und begaben uns in einem Ruderboot auf den Weg zur Spitze des Skytoucher Mountain. Die Reise verlief ohne Zwischenfälle und am Gipfel angekommen, suchten wir die alten, ausgebrannten Ruinen des Skyseeker Moots auf. Dort fand das abschließende Enchantement von Rals Rüstung „Angry Mountain“ statt, die Vaddar für ihn in monatelanger Arbeit geschaffen hatte. In gleißender Hitze gelang es Ral, durch seine schiere Willenskraft, ein von Vaddar gerufenes Feuerelementar dazu zu bringen, einen Teil seiner Macht in seine Rüstung einfließen zu lassen. Ein ehrerbietender Anblick, den niemand von uns jemals vergessen wird.

Als ob sie nur auf den Abschluss dieser Tat gewartet hätte, tauchte kurze Zeit später Votana auf. Die graue Frau, eine lebende Legende unter den Trollen. Bei ihr befand sich die versiegelte Truhe mit unseren Fadengegenständen. Wie zu erwarten, kannte Votana unser Anliegen bereits, und warnte uns davor, dass der Einfluss des Dämons dazu führen würde, das sich alles was wir tun ins Negative kehren könnte, gleichgültig wie edel unsere Absichten auch sein mögen. Wir beschlossen daher, uns so weit wie möglich von anderen Namensgebern fern zu halten und auf abgelegenen Routen Richtung Liai Jungle zu reisen, wo der nächste Anhaltspunkt unserer Reise lag.

Abschnitt II: Die Grimm Legion und die Ruinen von Hazhua

Vor einiger Zeit, hatten wir eine Nachricht aus der großen Bibliothek in Throal erhalten. Der Brief war von einer Troubadourin, der wir den Auftrag erteilt hatten, mehr Information über die einstigen Besitzer der Dolche von Cara Fahd, den Sieben Speichen zu erfahren und wenn möglich deren ursprüngliche Heimstätte zu ermitteln. Anscheinend hatte Vanyk Auldsinger, die oben genannte Troubadourin, bei ihrer Recherche Erfolg gehabt. Auf Grund unseres Verschwindens durch die Invae war es ihr nicht möglich gewesen uns zu kontaktieren, daher hatte sie an verschiedensten Depots Nachrichten für uns hinterlegen lassen. In der Nachricht berichtete sie von den Ruinen von Hazhua, der Heimstätte der Sieben Speichen in den Ausläufern des Liai Jungle, südwestlich vom heutigen Cara Fahd. Da niemand etwas von uns gehört hatte und wir offiziell als verschollen galten, hatte Vanyk sich selbst auf den Weg gemacht um den Platz zu finden, in der Hoffnung vor Ort auf neue Informationen zu stoßen…

Wir flogen mit unserem Ruderboot bis an die Ausläufer der Berge und setzten unsere Reise nach Three Rivers möglichst unauffällig zu Fuß fort. Unser Plan sah vor, ein Boot zu finden, dass uns durch die Stromschnellen zur Flussbiegung im Nordwesten nach Süden bringt, so dass wir den belebten und geschäftigen Teil von Cara Fahd umgehen können, damit wir und so auch der Dämon, keine Chance bekamen größeren Schaden anzurichten. Der Zufall wollte es, dass wir genau hier auf ein alt bekanntes Gesicht trafen. Su’shi Scha, T‘skrang Diebes- und Schwertmeisteradeptin, die ich bereits im dritten Kreis als Luftpirat, im Turnier der Schwerter von Throal vernichtend geschlagen hatte. Nach kurzen Verhandlungen mit T’sraktung bot sie an, uns gegen Bezahlung über die westlich verlaufende Strecke an unser Ziel im Liai zu bringen. Froh darüber keine weitere Zeit mehr in Three Rivers verbringen zu müssen, nahmen wir ihr Angebot an und gingen direkt an Bord des Schiffes um den Kontakt mit anderen Namensgebern zu vermeiden. Einige Stunden später brachen wir auf und begannen unsere rasante Fahrt auf dem Fluss. Wir passierten einige Stellen des Gewässers, mit beunruhigenden Szenarien in Form von gehangenen Namensgebern am Ufer. Fokussiert auf unser Vorhaben versuchten wir die Bilder im Hinterkopf zur Seite zu schieben und uns auf das Bevorstehende zu konzentrieren. Die Reise war unruhig und nahm fast eine ganze Woche in Anspruch. Wir verabschiedeten uns vom Kapitän und mit Ausnahme von T’sraktung waren alle froh darüber, dass Schiff endlich zu verlassen und wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.

Ruins_of_Hazhua.jpg

Dank der von Vanyk sehr detailliert angefertigten Karte und dem Scouten von Rockbase in der Luft, gelang es uns ohne größere Probleme durch das Gelände in Richtung unseres Bestimmungsortes zu navigieren. Hier sollte noch kurz erwähnt werden, dass eine Gruppe von ungewöhnlich starken Mantis eine Art Hinterhalt für uns gestellt hatte und versuchte uns zu überwältigen. Es kostete uns einige Mühe ihnen den Gar aus zu machen bevor wir unseren Weg fortsetzen konnten. Am darauf folgenden Tag erreichten wir das auf der Karte markierte Gebiet der Ruinen…. und wurden bereits erwartet.

Wir hatten vermutet bei den Ruinen auf Vanyk Auldsinger zu treffen, die Auswahl ihrer orkischen Begleiter erweckte bei uns jedoch gemischte Gefühle, Sork Sorjinka die Steppenreiterin, der Krieger Gzoog Chainbreaker und Kwamm, Schwertmeister und einer der Anführer der Grimm Legion. Zwar war das letzte Aufeinandertreffen mit diesen drei Mitgliedern der Grimm Legion nicht feindlicher Natur gewesen, doch brachten sich unsere Gruppen schon immer gegenseitigen Respekt und ein gehöriges Maß an Misstrauen entgegen. So war es nicht verwunderlich, dass die Begrüßung auf beiden Seiten eher reserviert ausfiel. Vanyk schien dies alles nicht zu interessieren und sie begann sofort von ihren neu errungenen Kenntnissen über die Sieben Speichen zu erzählen. Geduldig hörten wir uns an was sie zu sagen hatte, und als klar wurde, dass Kwamm und seine Gefolgsleute schon zu viel über unsere Verstrickung mit dem Dämon in den Klingen von Cara Fahd wussten, beschlossen wir reinen Tisch zu machen und sie in unser Vorhaben, den Dämon mit Hilfe der Klingen aufzuspüren und endgültig zu vernichten, einzuweihen. Nach kurzem Beraten willigte Kwamm dazu ein uns mit den ihm zu Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Als Gegenleistung dafür verpflichteten wir uns, nach Erfüllung unseres Auftrags, die vier Klingen von Cara Fahd an die keine Sturmklinge gewoben ist, in Begleitung der Grimm Legion an das Oberhaupt des neuen Ork Königreiches zu überreichen.
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir damit, ein Denkmal für die einstigen Träger der Dolche, den Sieben Speichen, zu errichten. Durch diese Tat, war es uns möglich, das magische Muster der Klingen besser zu verstehen. Durch die Informationen die wir über die Klingen und von Vanyks Recherche hatten, wurde nun unser nächster Schritt bestimmt. Wir suchen nach dem „Hold of Courage“, der legendären Ahnenhalle, in der die Seelen der berühmtesten Orks der letzten Zeitalter aufbewahrt wurden. Unsere Hoffnung lag darin, dort die Seelen der Mitglieder der Sieben Speichen zu finden und mehr über den Dämon und den Verräter in ihren eigenen Reihen zu erfahren.

Das Finden dieser alt ehrwürdigen Stätte stellte sich jedoch als weit schwerer heraus, als anfangs gedacht. Erst wurden wir von Junglebewohnern attackiert die uns mit Giftpfeilen beschossen, und schließlich von einer Art magischem Schild in die Irre geführt, um uns vom Weg abzubringen. Es dauerte fast zwei ganze Tage im Jungle Richtung Südosten, bis wir an ein von außen unauffällig aussehendes Gebäude kamen. Trotz der Erscheinung, die eher an eine Scheune erinnerte als an eines der wichtigsten Gebäude der Orkgeschichte, bestand kein Zweifel daran, dass es sich um den Hold of Courage handelte.

Abschnitt III: Der Hold of Courage

Um einzutreten, gab es einige Regeln, die es zu befolgen galt. Jeder, der die Ahnenstätte betreten wollte musste dies alleine tun und alle anderen mussten ihren Blick abwenden, außerdem ist der Eintritt nur unverletzten Namensgebern gestattet. Vanyk klärte uns darüber auf, dass nur jene, die von den Ahnen für würdig gehalten werden, der Eintritt in den Hold of Courage gewährt wird. Dementsprechend enttäuscht war sie, als das Eingangstor vor ihr verschlossen blieb… Als nächste trat Sork Sorjinka von der Grimm Legion ein. Als sie nach einer Stunde nicht zurückkehrte, machte ich mich zusammen mit Rockbase als nächster daran, den Schrein zu betreten.

Das Tor öffnete sich ohne große Mühe und ich trat ein. Der Innenraum des Holds erwies sich als sehr viel größer, als es von draußen zu erkennen war. Er beherbergt hunderte von faustgroßen Glaskugeln, die mit einer Art Nebel gefüllt zu sein scheinen, Seelensteine. Im Eingangsbereich der Halle standen zwei große aus Stein geschlagene Figuren, eine weibliche und eine männliche, beide mit einem Loch im Schädel um dort Seelensteine hinein zu legen. Einige Meter weiter lag Sork in einer Blutlache auf dem Boden, ihre Kehle aufgeschlitzt. Sie war tot, es gab jedoch keine weiteren Anzeichen dafür, wer oder was sie getötet hatte. Vorsichtig machte ich mich daran, die Seelensteine zu untersuchen und jene zu finden, die wir suchten. Doch an den Säulen, wo das Zeichen der Sieben Speichen zu sehen war, fehlten die Seelensteine, die eigentlich darauf liegen sollten. Meines eigentlichen Vorhabens beraubt, schaute ich mich nach dem einzigen anderen Seelenstein um, dessen Runen mir sonst noch bekannt war.
Die Kugel von Hrak Gron, des Begründers der Liberator Disziplin. Ich fand den Seelenstein und setzte ihn in die Öffnung im Schädel der männlichen Statue. Die Gestalt von einem alten Ork Krieger nahm vor mir Gestalt an, stellte sich mit einer tiefen Ehrfurcht gebietenden Stimme als Hrak Gron vor und fragte mich nach meinem Begehren. Nach einer Begrüßung meinerseits erzählte ich davon, dass wir auf der Jagd nach dem Dämon in den Klingen von Cara Fahd sind, und Hilfe benötigen, zur Untermalung der Geschichte zog ich den Dolch, der mit meinem Muster verbunden ist. Dann brach die Hölle los. Das Gesicht von Hrak Gron, in einer wütenden Grimasse verzogen schalt mich einen Verräter und erweckte die Seelen des gesamten Hold of Courage um mich zu töten. Am Anfang gelang es mir, mich zur Wehr zu setzen, jedoch überwältigte mich bald die schiere Anzahl der attackierenden Geister.

Das Letzte an das ich mich erinnern kann, war das Gesicht eines großen Orks, der von hinten an mich herangeschlichen war und mir ins Ohr flüsterte: Ich bin Kragen Overtall, und du wirst niemandem mehr erzählen können, dass ich es war, der seine Brüder verraten hat. Ihre Seelen werden für immer auf der Death Sea gefangen sein. Mit einem verzogenen Grinsen bohrte er seinen Dolch in meinen Rücken, bis dieser durch meinen Brustkorb wieder hervortrat, ich starb…

Das nächste an das ich mich erinnern konnte, war grelles Sonnenlicht und die Gestalt von Rockbase, der selbst schwer verletzt neben mir saß und über mich wachte. Später sollte ich erfahren, dass Ral und Gzoog gemeinsam für meine Rettung und die Bergung von Sorks Leichnam verantwortlich waren. Wobei Ral ebenfalls nur knapp dem Tod entkommen konnte, da er genau wie ich, im Hold of Courage angegriffen wurde. Im Gegensatz zu mir, war es ihm jedoch gelungen, den Seelenstein vom Verräter Kragen Overtall aus dem Schrein mitzunehmen. Unfähig etwas anderes zu tun, erholten wir uns die nächsten Tage von den Verletzungen und dachten über das nach, was wir erlebt und erfahren hatten.
Der stärker werdende Einfluss des Dämons durch die Klingen wurde immer deutlicher, so war jeder Abend geprägt von kleinen Sticheleien und Diskussionen über den nächsten Schritt unserer Reise. Dann kamen Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gruppe auf. So war Gzoog Chainbreaker, der Krieger der Grimm Legion, plötzlich mit Vanyk und Ral im Twist darüber, was mit dem Seelenstein des Verräters zu tun war. Schließlich hatte dieser nicht nur mich und Rockbase, sondern auch seine Freundin ermordet, und diese leider endgültig. Die Situation drohte zu eskalieren und Kwamm und T’sraktung hatten alle Mühen, ihre Gefolgsleute in Reihe zu halten, um ein Blutbad zu vermeiden.

Nach einer Legende an die sich Vanyk wage erinnerte, gäbe es ein Boot mit gefangenen Seelen, das die Gezeiten über die Death Sea segelt und bei jedem Neumond an einer bestimmten Stelle anlegt. Zusammen mit der Aussage des Verräters im Schrein, schien dies unser einziger Anhaltspunkt zu sein, um unsere Reise fortzusetzen.

Abschnitt IV: Drachenschuld

Während des Nachtlagers vor unserem Aufbruch zur Death Sea bekam ich Besuch. Ich wünschte sagen zu könnte es wäre eine Überraschung gewesen, aber eigentlich habe ich schon seit Jahren darauf gewartet, dass Alamaise, der große Drache und Herrscher über den Liai Jungle, den Gefallen von mir einfordert, den ich ihm vor so langer Zeit im Tausch für mein Leben versprochen hatte. Es war eine vermeindlich einfache Aufgabe, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Sie führte uns jedoch in die Stadt Braas und würde einige Tage Zeit kosten.

Vor unserem Umweg durch Braas trennten wir uns von Kwamm, Gzoog und Vanyk. Der Plan sah vor, dass Kwamm seine Kontakte zur Grimm Legion in Anspruch nimmt, um eventuell nützliche Informationen über den nächsten Schritt unserer Reise zu erhalten. Dann würden diese Drei den direkten Weg Richtung Death Sea einschlagen, um uns dort zu treffen. Als Zeichen unseres Vertrauens, gab Ral den Seelenstein des Verräters Kragen Overtall in die Obhut von Gzoog Chainbreaker. Wir verabschiedeten uns knapp und unsere Wege trennten sich.

Angekommen in Braas versuchten wir uns innerhalb der Stadtgrenzen soweit wie möglich von anderen Namensgebern abzusondern, damit sich der Schaden durch die Beeinflussung des Horrors in Grenzen hielt. Wir erledigten unsere Aufgabe und am Ende des dritten Tages hatte das Chaos die Stadt fest im Griff. Ein wütender Mob versuchte uns aufzuknüpfen. Nur mit der Hilfe von Su’sih Scha, die wie von Geisterhand aufgetaucht war, gelang es und unverletzt aus der Stadt zu entkommen. Leider mussten wir kurz darauf feststellen, dass sie mit ihrer großzügigen Bezahlung für ihre Hilfe alleine nicht zufrieden war und uns bestohlen hatte. Sie hatte einen der Dolche von Cara Fahd aus T’sraktungs Ausrüstung entwendet. Sollten wir sie in naher Zukunft wiedersehen, wird sie wohl die Passions auf ihrer Seite brauchen, um Rals und meinem Zorn zu entgehen. Als wir die Stadt verließen, ging sie hinter uns in Flammen auf, dies war das Ende der Braas Rebellion….
Da dieser Punkt leider ein tragischer Bestandteil unserer Geschichte ist, möchte ich klar stellen, dass wir in der Stadt niemanden direkt angegriffen oder verletzt haben, viele der Menschen in Braas verdienten ihren Lebensunterhalt durch den Tod und die Folter von Orks, was die Sturmklingen zutiefst ablehnen.

Abschnitt V: Aufbruch zur Death Sea

Die Stimmung der Gruppe auf der Reise zur Death Sea wurde vom Tot Sorks, und dem Diebstahl des Dolches durch die verdammte Tskrang Frau getrübt. Ungefähr eine Tagesreise außerhalb der Stadtgrenzen fanden wir dann etwas vor, mit dem niemand gerechnet hatte. Eine Ork Frau, übel zugerichtet und schwer verletzt an einen Baum gefesselt. Es handelte sich um Vanyk Auldsinger… Nachdem wir sie losgeschnitten und ihre Wunden kontrolliert hatten, stellten wir sie zur Rede. Anscheinend war die Situation eskaliert, als die unvernünftige Orkfrau den Versuch unternommen hatte, während des Nachtlagers den Seelenstein von Gzoog zu stehlen und damit zu flüchten. Zwar ging ihr Plan zunächst auf, jedoch dauerte es nicht lang, bis Gzoog sie eingeholt hatte und sich in seinem fanatischen Wahn sein „Eigentum“ zurückholen wollte. Wäre Kwamm nicht gewesen, hätte Vanyk dieses Wiedersehen wohl kaum überlebt. Stattdessen hatte Kwamm den Krieger davon abgehalten sie zu töten und sie hier gefesselt zurückgelassen, wohl in dem Vertrauen, dass wir sie finden würden.

Mit einem schlechten Gefühl und gewahr darüber, dass sie ihre eigenen Reisegefährten bestohlen hatte, schickten wir Vanyk mit etwas Proviant fort in Richtung der nächsten Siedlung. Nur einige Stunden später kam uns das nächste Vertraute Gesicht entgegen, Kwamm. Er war alleine, verwundet und legte Eile an den Tag. Ohne zu zögern beschleunigten wir unsere Reise und Kwamm erzählte uns was geschehen war. Nach der Wiederbeschaffung des Seelensteins, hatten er und Gzoog sich in ein 1 Tag entferntes Dorf eines Ork Brenner Stammes zurückgezogen um zu rasten. Gzoog war mittlerweile fanatisch dazu entschlossen, den Seelenstein zu zerstören, entgegen der Abmachung mit den Sturmklingen. Es war Kwamm nicht mehr möglich, seinen Einfluss auf den starrköpfigen Ork Krieger geltend zu machen. So nutzte er seine außergewöhnlich hohe Toleranzschwelle gegenüber Alkohol aus, um Gzoog in der örtlichen Taverne außer Gefecht zu setzen, ermächtigte sich des Seelensteins und brach sofort auf in Richtung unseres Treffpunkts. Es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis Gzoog hier auftauchen würde, um den Seelenstein zurück zu fordern. Und wir bezweifeln alle, dass er alleine kommen wird…

Wir setzten die Reise mit der höchst möglichen Geschwindigkeit, verstärkt durch Vaddars Reisezauber, fort. Gen Abend des zweiten Tages erreichten wir endlich die Ausläufer der Death Sea, ein imposantes und zugleich furchterregend tödliches Schauspiel der Elemente. Beim Anblick kamen mir sofort die Berichte über Magmabiester und mächtige Feuerelementare in den Kopf, die schon unzählige Luftschiffe aus den Twilight Peaks in ihr Verderben gestürzt hatten…

Hier endet meine Aufzeichnung, dass Ziel unserer Reise ist erreicht und es sind nur noch wenige Tage zum Neumond. Ein Schiff voller verdammter Seelen vor uns und einen wahnsinnigen Ork Krieger der Grimm Legion im Nacken. Eines ist sicher, dass Leben als Sturmklinge wird niemals langweilig. Und doch, wir werden allen Gefahren trotzen, bis der letzte von uns sein Leben aushaucht…

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Great Hunter Zelle

Great Hunter Zelle

Dieser Text ist lückenhaft. Event. fehlen Namen …

Fehlt Reise nach Kratas
Verwicklungen in Kratas
Treffen der Lier
Sache mit der Taverne
Sache mit dem schutzgeld

Anfang aus dem Haus raus wo die Invae und der Great hunter kult warennach rettung von Rowan
Fliegende Invae ?

Als wir wieder beisammen waren leckten wir unser nicht unerheblichen Wunden. Augenscheinlich wurden wir von Invae Angegriffen (Augenscheinlich da wir keine klaren Konturen unseres Angreifers ausmachen konnten).
Wir waren deswegen so angeschlagen da ein feindlicher Magier einige unserer Adepten Talente Blockiert hatte, diese ließen sich glücklicher weise durch Heilränke und Erholung wieder herstellen. Uns allen ging es wieder einiger maßen gut. Rowan der Lier war allerding noch bewusstlos, da er fast vollständig von den Invae, für ihre Rituale, ausgeblutet wurde. Ohne unser Heilränke hätte er wohl nicht überlebt. Alix ist noch in ihrer Panther Form und nur leicht verletzt.
Wir beschlossen die Verfolgung wieder aufzunehmen, Alix blieb zur Bewachung bei Rowan. Wir verließen die Höhle mit dem Altar und folgten einem aufwärts strebendem Gang der vor uns lag. Der Schleim wurde immer dichter und trug den schein unserer Lichtkristalle, kränklich und fahl, phosporizierend weiter, wie damals im Blutwald.
Wir kamen an eine Gabelung, es war still, nicht zu sehen oder zu hören. Es fanden sich auch keine Spuren oder ähnliches was uns einen Hinweis hätte geben können.
Die Entscheidung, welchem Weg wir folgen wollten, fiel auf den rechten Gang.
Durch meine Verbindung zu den Elementen bemerkte ich jedoch das der linke Gang sich schnell in eine Höhle erweiterte. Damit uns niemand in den Rücken fallen konnte wollten wir erst diesen bereich untersuchen.

Es war ein totes Ende.

Allerdings fanden wir ein Invae Ei, ca. 2,5 Meter (Schritt?) hoch, bereits ausgeschlüpft. Genau wie im Blutwald.

Invae wissen wie man jemandem den Tag vermiest.

Krieger-Eier

Oder etwas anderes unangenehmes, aber vermutlich bei den Dimensionen des Eies wurden hier auch Krieger ausgebrütet.

Ich setzte den Raum durch einen Feuerball in flammen.

Wir kehrten zu der Gabelung zurück und folgten dem anderen Gang, dieser führte zu einer weiteren Gabelung.
Als wir der linken Abzweigung folgten gelangten wir wieder in eine Brutkammer diesmal mit einem Intakten ein. Eine Sichtung des Raumes auf Astraler und Physischer ebene Zeigte das der Raum vor dem Ei völlig ausgezehrt war und sich in dem Ei ein massives Muster befand. Ich beschädigte das Ei mit einigen Zaubern und aus der Geplatzten Hülle sprang uns ein Invae Krieger
Entgegen. Anscheinend kurz vor der Vollendung seines Reifezyklus.
Tsraktung, Ral und Tarlon machten mit ihm kurzen Prozess. Erstaunlich widerstandsfähig trotz seines verfrühten Schlüpfens dieser „Embryo“.
Tsraktung nahm die Scherenklauen der Kreatur als Trophäen mit.
Ich konnte leide nicht feststellen woher der Zustrom von Blutmagie kam der das Ei Speiste. Abermals gehen wir den Weg zur letzten Gabelung zurück und folgen dem rechten Gang.

Als wir dem Gang folgten kamen wir in eine große Höhle, deren Decke nicht zu sehen war.
Dort stand ein Mensch und ein Invae Krieger und erwarteten uns offensichtlich.

Der Mensch setzte zum sprechen an und konnte noch sagen: „Lasst uns reden…“. Als die Sturmklingen die verhandlungen schon eröffneten, mit Schlachtgebrüll, Verspotten und Eislanzen. Der Mensch entpuppt sich als Invae Illusionist. Ich mag keine Illusionisten, muss ich an dieser stelle nochmals betonen.

Tsaktung und ich nehmen sich den Illusionisten vor, Ral den Invar Krieger und Tarlon brüllt drei Invae-Dronen die auftauchten in Grund und Boden.
Der Kampf ist hat und verbissen Tsraktung und mir gelang es den Illusionisten zu besiegen…..
soweit man das feststellen konnte.

Ral und der Invae Krieger prügeln aufeinander ein und fügen sich gegenseitig schreckliche wunden zu und jeder geringere Krieger wäre in die Knie gegangen aber nicht Ral.
Er stand wie ein Fels und nahm schlag um schlag und zahlte mit gleicher Münze zurück.

Tarlon vertriebt die Invae Drohnen und schaltete sich mit Tsraktung bei dem Kampf zwischen Ral und dem Invae Krieger ein.

Mit einem Ausbruch unvermittelter Wildheit und Zorn gelang es der Kreatur Tarlon und Tsraktung zu Boden zu werfen.
Das Blatt wendete sich endgültig zu unseren Gunsten als Alix sich auch noch in den Kampf einschaltete.

Verwundet aber Siegreich.

Die Sturmklingen wieder auf die Beine zu Bekommen wurde langsam aber sicher zu einer echten Herausforderung.
Die Wunden die der Kampf bei uns allen schlug zeigten Wirkung. Ich wollte zusammen mit Ral das violette Leuchten vor uns untersuchen, welches uns vor dem Kampf aufgefallen war.
Doch an der Felswand leuchtete inzwischen nichts mehr.

An der Wand, welche frei von dem allgegenwärtigen Invae schleim war, entdeckten wir einen Ork und einen Menschen.
Beide waren ausgeblutet und an die Wand gekettet.
Sie flankierten einen Ritualkreis und Runen welche in die Wand geritzt war, die Linien des Kreises waren mit ihrem Blut besudelt.

Eine weitere Untersuchung enthüllte noch einen Altar, der wohl für Blutmagie Rituale gebraucht wurde. Auf dem Altar lag ein Buch welches uns sehr an das Invae Buch aus dem Lake Vor erinnerte.
Anscheinend haben wir den Zauberkundigen der Invae tatsächlich getötet. Eine nähre Untersuchung enthüllte uns das es wohl tatsächlich ein Mensch gewesen sein musste.
Er trug ein Blutmagie Amulett welches ich als Invae Machart erkannte, dies schien seine Metamorphose ausgelöst zu haben.
Invae Blutmagie hat unangenehme Nebenwirkungen.
Alix suchte am Ritualkreis an der Wand nach etwas. Genauere Untersuchungen ließen es offensichtlich werden das der Kreis eine Verbindung zur Astralebene ermöglicht, Geisterbeschwörer Magie.
Angeschlagen und Ausgelaugt wie wir waren schien eine Verfolgung nicht angeraten, zumal sich das Tor offensichtlich nur mit Blutmagie öffnen lies.
Mir gelange es die Magie des Portals zu Bannen und so eine Rückkehr der Invae zu verhindern oder zumindest zu erschweren.
Weiterhin wurde uns eine Verfolgung in dieser Richtung erst einmal nicht mehr möglich.

Wir entschieden uns den Restlichen Komplex zu erkunden.

In einem Bereich fanden wir einen Teich voller Blut offensichtlich das Reservoir um die Blutmagie-Rituale zu ermöglichen.
Eine genauere Untersuchung war leider nicht möglich, da ich angegriffen wurde.

Mein Blut fing an zu kochen, etwas befand sich in diesem Blutteich. Ein schneller taktischer Rückzug war angeraten. Mein Blut wurde weiter verkocht, sehr unangenehm.
Erinnerte mich vage an einen Zauber über den ich mal etwas gelesen hatte, Geisterbeschwörer denke ich, oder war es doch etwas über eine Horror-Kraft ?
….das Blutelementar im Blutwald hatte ähnliche Kräfte wenn ich mich recht erinnerte. Mir wurde schwarz.
Der süßliche Geschmack eines Heiltrankes holte mich wieder zu Bewusstsein. Meine Gefährten hatten mir unseren letzten Heiltrank eingeflösst.

Anscheinend war am Teich so etwas wie ein Blutelementar als Wächter zurück gelassen worden.
Angeschlagen wie wir alle sind steht ein Rückzug durch die Membrane aus Invae-Schleim nicht zur Debatte.
Rowan ist nicht transportfähig, notgedrungen schlugen wir an dem Altar unser Lager auf.
Ich senkte die Raumtemperatur um die kleinen Insekten auf abstand zu halten. Dann begann das warten…. und das hoffen um Rowans Genesung.
Wir lagerten schon an schöneren Plätzen.

Glücklicherweise verging die Ruhepause ereignislos.

Wir hatten uns alle etwas erholt und überlegten nun wie wir Rowan der immer noch bewusstlos war nach draußen schaffen könnten.
Letztendlich packten wir ihn in eine der Invae-Eierschalen aus der ich eine Röhre formte und schoben ihn durch die Membran.
Wir verließen den Stützpunkt der Invae und kehrten auf die Strassen von Kratas zurück.
Der Garlen Schrein war verlassen. Während Tarlon und Ral Rowan in die Sunbreaker brachten, nahmen Tsraktung und ich Kontakt mit unseren Auftraggeben auf.

GERADE BIN UCH MIR NICHT SICHER OB KRATAS ZEITMÄSSIG NICHT VOR
DEN TROLLMOOD KAM ???

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Vom Lake Vors über die Eroberung Triumphs bis zurück an den Stormhead

Abenteurerjournal der Sturmklingen: Abschnitt XVIII

geschrieben von Tarlon Eisengeier
vom Clan der Ironmonger,
Luftpiratenadept des achten Kreises,
Mitglied der Sturmklingen.

Abschnitt I: Besuch bei Freunden

Nach unserem harten Rückschlag in Vestrivans Zitadelle und dem Scheitern bei unserer Mission für die Graue Frau, erreichten wir endlich den Lake Vors. Umgeben von alten Bekannten und mittlerweile guten Freunden, hatten wir seit langer Zeit die Möglichkeit, unsere Kräfte aufzufüllen und unsere erlebten Erfahrungen zu verarbeiten. T’sraktung nutze die Gelegenheit um einigen Handel mit den Vors und einer Karawane der Overland Trading Corporation zu treiben. Diese war in Begleitung eines Obsidianers gekommen, um die Überreste von Rockbase abzuholen, dem Obsidianer Purifier, der so tapfer im Kampf gegen Vestrivans Schergen gefallen war. Ral hingegen blickte in die Zukunft und widmete einen großen Teil seines Aufenthalts der Ausbildung der überlebenden Trollwächter aus Vestrivans Reich, für welche das Leben außerhalb der Zitadelle stets neue Erfahrungen bereithielt. Er unterwies sie sowohl in Kampftechniken, wie auch in Taktik und Verhaltenstraining, sehr zur Unterhaltung der umstehenden Verbündeten. Unser getreuer Vaddar erlernte die Fähigkeit des Kristallschmiedens und machte sich anschließend sofort daran, Rals neue Rüstung meisterhaft für ihre endgültige Verzauberung zu präparieren.
Ich selbst verbachte viel Zeit mit Arkester, dem Tiermeister, der uns seit unserem Kampf mit den zwei Wurmschädeln in Vestrivans Tal begleitete. Er unterwies mich darin, Tiere mit anderen Augen zu sehen, ihre Verhaltensweisen zu erkennen und mich ihnen gegenüber respektvoll und freundlich zu benehmen. Als Gegenleistung erklärte ich ihm vieles über das Leben und die Rituale außerhalb der Zitadelle, und dass Lebewesen die Fliegen können, nicht zwangsläufig dämonenbesessen sind. Zu seiner Verteidigung muss ich einräumen, dass es mir vielleicht nicht anders gehen würde, wenn ich in einer Welt aufgewachsen wäre, in der es weder Vögel, noch Schmetterlinge oder andere fliegende Wesen gab.
In der zweiten Woche bei den Vors ließ ich mich zusammen mit Ral von Hi-Long aus dem Hause Yil, seines Zeichens Schwertmeister, in der Fertigkeit der Riposte unterweisen. Zwar kannten wir die Fertigkeit schon seit langer Zeit, da T’sraktung selbst ein Meister in diesem Talent ist, dennoch haben die Vors einfach eine andere Art eine Riposte auszuführen, irgendwie martialisch und blutiger als bei den anderen Namensgebern Barsaives. Nach der zweiten Woche hieß es für mich aufbrechen von den Vors zum Kaer Eidolon, um auf einem Luftschiff meine Ausbildung zum achten Kreis meiner Disziplin zu absolvieren. Da wir mitten im Kriegszustand waren, und eine Menge Luftverkehr im Bereich zwischen dem Serpent River, dem Blutwald und Iopos patrouillierte, war es nicht schwer einen fähigen Adepten zu finden, der mich unterweisen konnte. Er bestand jedoch darauf, dass ich ihn in keiner Weise namentlich in unseren Aufzeichnungen erwähne, dieser Bitte komme ich hiermit nach. Nach dem Abschluss meiner Ausbildung und dem Erreichen des achten Kreises in meiner Disziplin als Luftpirat, begab ich mich zurück zum Lake Vors, um im Umfeld meiner Freunde die neu erworbenen Talente zu verbessern und mein nächstes großes Vorhaben mit den Sturmklingen zu besprechen. Eine Reise in den Blutwald, die mein Leben und das meiner Gefährten für immer verändern sollte…

Abschnitt II: Rockbase Bloodhawk

Wir machten uns gemeinsam als Sturmklingen, zusammen mit unseren mittlerweile ans Herz gewachsenen neun „Wächtern der Klingen“ auf den Weg an den Rand des Blutwaldes. Arkester, der bei diesem Vorhaben mein ständiger Berater war, begleitete mich von dort aus in den Wald, was für ihn, da es sein erster Besuch im Blutwald war, einige erschütternde Erfahrungen machte. Doch das war nicht der Grund, aus dem wir hier waren. Mit Hilfe der Blutrose, die mir Königin Alachia persönlich überreicht hatte, konnten wir uns nahezu ungehindert durch den Wald bewegen. Dennoch dauerte es Stunden, bis wir auf das Wesen trafen, das ich suchte. Trotz dem ständigen Abraten Arkesters, verursacht durch sein Misstrauen gegenüber fliegenden Wesen, war mir sofort klar, dass ich meinen zukünftigen Vertrauten gefunden hatte.
Imposant wirkend in seiner vollen Größe, geschmückt mit einem bräunlich roten Federkleid, und gezeichnet mit den grausamen Knochendornen des Blutwaldes, verlieh dem Blutfalken sein Aussehen eine traurige und dennoch unwiderstehliche Anziehungskraft. Überzeugt davon, dass ich die richtige Wahl getroffen hatte, rief ich alles in meine Erinnerungen zurück, was mir Arkester über den Umgang mit Tieren beigebracht hatte und näherte mich vorsichtig meinem Gegenüber. Ich ließ mich vor seinem Baum nieder und begann meine Geschichte und die der Sturmklingen zu erzählen. Die Zeit und die Umgebung um mich herum verschwamm, und ich kann nicht wirklich sagen, wie viele Stunden ich dort mit Erzählungen von unseren Reisen verbracht habe. Zwischenzeitlich verschwand der Falke, nur um kurze Zeit später mit frischer Beute im Schnabel wieder aufzutauchen. Also Aßen und Tranken wir gemeinsam. Zu guter Letzt unterbreitete ich mein Angebot, ihn als Vertrauten willkommen zu heißen und erhob meinen Arm als unterstützende Geste. Die folgenden Sekunden kamen mir vor wie Ewigkeiten, und die Möglichkeit seiner Ablehnung nagte an meinen Gedanken. Doch einige Augenblicke später erhob sich mein neuer Vertrauter von seinem Baum in die Lüfte, um anschließend auf meinem ausgestreckten Arm zu landen.
Zusammen kehrten wir zurück an den Rand des Blutwalds um dort unser neues Gruppenmitglied dem Rest der Sturmklingen vorzustellen. Ich taufte meinen Vertrauten auf den Namen „Rockbase“, im Gedenken an den Obsidianer Purifier, der so tapfer im Kampf gegen Vestrivans Wurmschädel gefallen war. Die nächsten Wochen verbrachten wir damit, uns besser kennen zu lernen und die Lebensweise des anderen zu verstehen. So wurde mir bald klar, dass Rockbase darauf angewiesen ist, in regelmäßigen Abständen etwas Blut zu trinken, um so seine magischen Kräfte aufrecht zu erhalten. Als sich unsere Zeit bei den Vors dem Ende näherte, waren Rockbase und ich bereit unser Bündnis in Form eines Blutmagierituals zu besiegeln. Ich leistete dieses feierliche Gelöbnis:

Ich, Tarlon Eisengeier
Vom Clan der Ironmonger,
Sturmklinge der ersten Stunde,
erwähle dich Rockbase, als meinen Vertrauten.

So wahr ich mein Blut für Dich vergiesse,
gewähre ich Dir Schutz und Unterstützung,
solange noch ein Funken Leben in meiner Seele glimmt.

Gemeinsam in Geist und Tat
Werden wir Gerechtigkeit über unsere Widersacher
bringen. Wir werden nicht weichen, weder vor
Dämonen, noch vor anderen Kreaturen der Plage.

Wir werden zusammen mit den Sturmklingen
unsere Feinde mit Ehrfurcht und Respekt erfüllen
und unseren Freunden und Verbündeten mit diesem
begegnen, ungeachtet ihrer Rasse oder Disziplin.

Von jetzt an bindet uns dieser Schwur
Und für alle Zeiten die noch kommen werden.

Und besiegelte unseren Pakt mit meinem Blut, als Rockbase seinen Schnabel in meinem Fleisch versenkte. In diesem Moment ging ein unbeschreiblicher Schmerz durch jede der Sturmklingen und machte es und unmöglich sich zu bewegen. Für einen kurzen Moment konnten wir so alle erleben, was die Kreaturen des Blutwaldes durch das Ritual der Dornen jede Sekunde ihres Lebens ertragen müssen. Und jeder von uns versteht nun, warum nicht einmal Dämonen sich solchen Qualen aussetzen wollen, ganz gleich welchen Profit sie aus einer solchen Verbindung ziehen könnten.

Abschnitt III: Rückkehr in die Twilight Peaks

In der Nacht vor unserer Abreise vom Lake Vors in Richtung Twilight Peaks, kam ein Bote von Jahnee Firebalm zu uns und bat um ein letztes Treffen vor unserem Aufbruch. So begaben wir uns zu der Behausung des Mynbruje Questors in den Wäldern außerhalb der Stadt. Nachdem wir eingetreten waren und er uns für unser Kommen gedankt hatte, erzählte er uns von einer Vision, die ihm seine Passion geschickt hatte. „Wenn der rote Mond aufgeht, werden die Vors Hilfe benötigen“. Leider war es ihm unmöglich zu sagen, wann genau dieses Ereignis eintreten wird, ob in einer Woche, einem Monat, oder einem Jahr. Verbunden durch unsere Vergangenheit und die Freundschaft zu den Vors versprachen wir zurückzukehren und zu helfen, sobald die Mondphase des roten Mondes beginnt und verabschiedeten uns schweren Herzens von Jahnee und den Vors, immer in der Hoffnung, dass wir rechtzeitig zurückkommen würden.
Am nächsten Morgen machten wir uns gemeinsam mit Arkester und unseren Wächtern der Klingen auf den Weg in die Twilight Peaks, wo wir noch einige persönliche Dinge zu erledigen hatten. Zum einen waren wir alle gespannt, was Drogar Firebeard Rocktapper, Clanleader des Rocktapper Clans und Waffenschmied Adept aus den Überresten von Sturmruh und Zwillingsdorn für Ral angefertigt hatte, und zum anderen war es an der Zeit für die von Vaddar vorbereitete Verzauberung und Fertigstellung von Rals neuer Rüstung „Angry Mountain“.
Die Reise dauerte knapp zwei Wochen und verlief bis auf ein paar kleinere Auseinandersetzungen mit Untoten ohne Zwischenfälle. Unser erster Besuch galt Rals Familie im Clan der Steinklauen, wie immer wurden die Sturmklingen und ihr Gefolge mit offenen Armen empfangen, selbst das für Fremde erschreckend wirkende äußere von Rockbase störte hier niemanden. Ständig unter Zeitdruck und mit unseren Gedanken bei der drohenden Gefahr für die Vors, trafen wir uns am nächsten Tag mit Drogar Firebeard Rocktapper, der Ral einen Streitkolben übergab, den er aus den magischen Überresten von Zwillingsdorn und Sturmruh geschmiedet hatte. Der Kopf des Streitkolbens wird von unzähligen kleinen Dornen, sowie von elf großen Kristalldornen geziert. Bislang noch namenlos, wurde diese Waffe nach ihrer Fertigstellung von keinem Namensgeber mit Händen berührt und ihr magisches Muster wird sich einst durch Rals Selektion, welchen Gegner er mit dieser Waffe angreift, definieren.
Nach einigen Tagen Aufenthalt bei den Sturmklingen, bekamen wir eine Passage auf den Skytoucher Mountain, den höchsten Berg der Twilight Peaks, denn hier sollte der neue Kristallplattenpanzer Rals, Angry Mountain, durch Vaddar seine endgültige Verzauberung erhalten. Als der perfekte Ort für unser Vorhaben, stellten sich die alten ausgebrannten Ruinen des Skyseeker Moots heraus. In einer zwei Tage dauernden Prozedur fand Vaddars Bezauberung ihre Vollkommenheit, während um uns herum der Berg erbebte, und elementare Blitze die Luft mit Spannung erfüllten.

Abschnitt IV: Die Eroberung der Triumph

Noch in dieser Nacht wurden wir in unserem Lager bei den Steinklauen von Drogar aufgesucht und bekamen ein Angebot für eine militärische Aktion, der höchsten Geheimhaltung unterbreitet. Wie sich später herausstellte, waren nur eine Handvoll Heldengruppen auserwählt worden, um den militärischen Erstschlag der vereinten Völker Barsaives, unter dem Kommando von König Neden, vorzubereiten. Zur Lagebesprechung, wurden wir mit einem Drakkar zu einer Höhle in den nördlichen Bergen gebracht, in der wir auf eine andere Heldengruppe namens „Schildwall“ und drei weitere uns bekannte Personen trafen. Votana, die legendäre graue Frau, Omasu, der Leiter der Overland Trading Corporation und langjähriger Freund der Sturmklingen und Rokzo der Unanständige, den wir seit längerem nicht mehr gesehen hatten, der sich aber kein bisschen geändert zu haben schien, außer dass er mittlerweile der Anführer der Throalischen Luftflotte und enger Berater des Königs ist. Er war es auch, der die taktische Besprechung und den Angriffsplan gegen die Triumph erläuterte. Bei dem bis ins kleinste Detail geplanten Vorhaben, hatte jede Einsatztruppe ihre eigenen separaten Aufgaben, ohne deren Erfüllung, die komplette Mission misslingen würde, und somit tausende Namensgeber den Tod fänden.
Unsere Einsatztruppe, bestehend aus den Sturmklingen und Arkester, für den wir uns mit unserer Ehre verbürgten, hatte vier Aufgaben zu erledigen:

1. Die Zerstörung des nördlichen Elementargenerators, zur Deaktivierung der Schutzkuppe über der Triumph, so dass die Luftflotte Barsaives in den Kampf eingreifen kann.

2. Das Öffnen des Südtores in der Festung, so dass unsere Bodentruppen von außerhalb eindringen können.

3. Die Befreiung der Sklaven aus den unterirdischen Kerkern unterhalb des Südkomplexes der Festung.

4. Kontaktiert den Heimstein der Obsidianer auf dem Triumph gelandet ist und führt die Überlebenden in die Freiheit.

Während dem Flug zur Triumph, befanden wir uns unter Deck einer eroberten Theranischen Stein Vedette, deren Besatzung aus Namensgebern Barsaives in Rüstungen des Skypoint Vivane bestand. Das Ziel war es, den Theranischen Verteidigungseinheiten der Triumph, ein Rettungsmanöver vor einem Luftangriff der Trollclans vorzuspielen, so dass diese uns bis in die Festung eindringen lassen, um ihre vermeintlichen Verbündeten zu schützen. Zu unserer großen Erleichterung verlief der Plan bis hierhin wie erhofft. Das Signalhorn ertönte, und die Zeit zum Angriff war gekommen. Dank der guten Vorbereitung Vaddars, waren wir alle mit einem Zauber belegt, der es uns erlaubte, große Wegstrecken und Höhenunterschiede mit riesigen Sprüngen zu überwinden. So kletterten wir an Deck des Schiffes, orientierten uns kurz und sprangen los Richtung Norden, um unser erstes Einsatzziel zu erledigen. Schon nach wenigen Schritten versperrten uns fünf Theranische Infanteristen den Weg, während wir von hinten unter Pfeilbeschuss genommen wurden. Binnen Sekunden überwunden wir die chancenlosen Wachen und ich vernebelte mit Hilfe von meinem Schild Dunkelgeist die Sicht für Bogenschützen hinter unserer Gruppe. Nun folgte ein Marsch über zwei weitere Innenhöfe Richtung Norden. Der Widerstand auf den wir hier trafen war keine wirkliche Herausforderung und viele der überforderten Wächter ergriffen die Flucht, nachdem die ersten ihrer Kameraden den Tod fanden. Wir gelangten zu einer ca. fünf Meter breiten Brücke, die direkt zum Turm des Elementargenerators führte.

Knapp 50 Meter lang, wurde uns der Weg von einer Phalanx aus 25 Kämpfern versperrt, in Reihen von 5 Personen rückten sie langsam vor, so exakt in ihrer Aufstellung, das außer Schildern und Speeren nichts zu sehen war. Während wir überlegten, wie wir am besten gegen eine solche Aufstellung vorgehen sollten, öffnete sich für einen Moment eine Schneise zwischen den Schilden und aus dem inneren der Phalanx schoss ein gewaltiger Blitzstrahl in unsere Mitte. Nur um Zentimeterbreite verpasste der Blitz mich und T‘sraktung, schickte Ral und Vaddar jedoch mit einem harten Aufprall zu Boden. Nun war keine Zeit mehr zum Überlegen, während Ral und Vaddar sich wieder auf die Beine kämpften, sprang T’sraktung dank Vaddars Zauber über die Phalanx hinweg und attackierte diese von hinten mit dem Ziel, den Zauberer ausfindig zu machen der sich irgendwo in der Phalanx verbarg. Ich selbst tat das was ich am besten kann, ich sprang mitten hinein in die ersten zwei Reihen der Phalanx und erschütterte die ersten zehn Kämpfer mit meinem Kampfgebrüll. Dann schlug ich zu, erst mit meinem Schild, dann folgte Cheysul mit harten Schlägen in die Mitte meiner Gegner. Zwischenzeitlich wurde ich von einem weiteren Blitzschlag des Zauberers getroffen, was mich aber nicht von meinem Vorhaben abhielt, die verfluchte Phalanx aufzubrechen. Die Bewegung der Phalanx geriet ins Stocken. Der darauf folgende Schlagabtausch sah ähnlich aus wie der erste, doch als Ral in den Kampf eingriff gelang es uns endlich, eine Schneise in unsere Gegner zu schlagen und die Phalanx aufzubrechen. Und da stand er, ein Theraner Zauberer, feige versteckte er sich hinter den Kämpfern, die ihr Leben für ihn ließen. Mit atemberaubender Schnelligkeit, stieß Ral durch die Gegner hindurch zu dem Zauberer uns versetzte ihm einen heftigen Hieb mit Druva. Nur durch einen Schutzzauber, der sein Gesicht mit einer Bronzemaske bedeckte, konnte sich der Magier noch auf den Beinen halten. Ich erkannte meine Chance, nutze die Schneise die sich hinter Ral in der Phalanx geöffnet hatte und setzte nach. Dunkelgeist traf den Zauberer mit voller Kraft und schleuderte ihn von den Füßen, Cheysul folgte und grub sich tief in die Seite unseres Gegners, der vor Schmerz fluchte. Einen Moment später stand Ral über dem Theraner, der im Begriff war zu zaubern und zerschmetterte den Schädel seines Gegenübers mit einem wutverzehrten Schrei. Erst jetzt merkte ich, dass er den von Drogar Firebeard Rocktapper geschmiedeten Streitkolben in Händen hielt, dessen massive Kristallspitzen mit Theranischen Blut getränkt waren. Nach diesem martialischen Schauspiel traten die restlichen Überlebenden der Phalanx die Flucht an.

Wir sammelten uns und legten die letzten 50 Schritte zur Tür des Generatorturmes zurück. Während Vaddar versuchte die Tür zu öffnen, wurden wir plötzlich der Reihe nach von einem Zauber ergriffen, der uns verwirrt durch die Gegend irren ließ. Es dauerte einige Minuten bis sich das Geheimnis lüftete. Aus unserer Trance wurden wir gerissen, als Vaddar plötzlich von vier brennenden Pfeilen in den Rücken getroffen wurde und bewusstlos auf den Boden sank. Alarmiert drehten wir uns um und dort standen sie, unsere ewigen Widersacher, die Theranische Elite. Ihr Anführer Affern, ein menschlicher Schütze, war der Urheber von Vaddars Verletzungen. Begleitet wurde er von Gradan Sharpaxe, einem Zwergen Krieger, Larm Keenedge, einem Zwergen Waffenschmied, und von Praylar Sightshifter, dem Troll Illusionist, der dafür gesorgt hatte, das wir die letzten Minuten unseres Auftrages planlos umhergeirrt waren. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass Illusionisten in den Augen der Sturmklingen wirklich eine der niedrigsten Lebensformen sind, die Barsaive je gesehen hat. Nun brach die Hölle los, Ral sprintete los, bevor jemand reagieren konnte und stürzte sich auf Gradan Sharpaxe. Er landete einen mächtigen Treffer und der Theraner nutze Blutmagie, um den Schaden zu absorbieren. In einem geschickten Gegenangriff gelang es ihm seinerseits Ral niederzuwerfen. Praylar Sightshifter trat vor und zauberte einen Spruch auf mich, der es mir unmöglich machte mich von der Stelle zu bewegen. Wie eine Statue festgenagelt war ich gezwungen meinen Freunden zuzusehen, wie sie alleine den Kampf antreten mussten, eine schreckliche Erfahrung. T’sraktung rückte vor und es gelang ihm sich bis zu Praylar Sightshifter durchzukämpfen. Mit einem beidhändigen Schlag schnitt Geisterklinge durch den Astralraum zerschmetterte die Illusionen des Trolls. Die Klinge trieb sich tief in den Oberkörper Praylars, der mit einem überraschten Gesichtsausdruck zu Boden stürzte. Arkester stürmte vor und trieb seine Krallenhand in die Seite von Gradan Sharpaxe, der sich anscheinend immernoch auf Ral konzentrierte. Larm Keenedge versuchte zwar Arkester anzugreifen, scheiterte jedoch. Nun war Affern an der Reihe, doch gerade als er seinen Bogen erhob um einen Pfeil abzuschießen, ließ er einen Schmerzensschrei los und krümmte sich vor Schmerzen. Erstaunt sah ich mich um und die Einsicht traf mich wie ein Schlag, wie beim Gelöbnis als er zu meinem Vertrauten wurde, segelte Rockbase durch die Lüfte und ließ nun Affern die Schmerzen spüren, die er als Blutwaldkreatur jede Sekunde seines Lebens erfuhr. Unfähig etwas anderes zu tun streckte ich mich soweit wie möglich und erreichte den bewusstlosen Vaddar. Mit einer schnellen Bewegung zog ich ihn hinter mich in Sicherheit und weckte ihn wieder auf. Schon vom Boden aus, schossen Eiskugeln aus Vaddars Stab auf die Gegner nieder, während er selbst sich aufrichtete und mit Feuerblut ein Teil seiner Verletzungen heilte. Ral kämpfte vom Boden aus weiter und fügte Gradan zwei weitere Verwundungen bei, dieser verlor nun selbst die Balance und stürzte zu Boden. Auch Arkester landete weitere Treffer und vergiftete seinen Gegner durch das Saliva, das von seiner Krallenhand tropfte. T’sraktung vollendete sein Werk kompromisslos und köpfte den verhassten Illusionisten mit seinem zweiten Schlag, dann wendete er sich Affern zu. Plötzlich befreit vom Schmerz den er durch Rockbase erfuhr, richtete dieser sich auf und schoss einen brennenden Pfeil auf meinen Vertrauten, der diesen vom Himmel holte.
Ich fühlte einen brennenden Schmerz in meiner Brust und sah Rockbase zu Boden fallen, konnte jedoch noch seinen Herzschlag spüren und wusste so, dass er noch am Leben war. Wutentbrannt griff ich nach meiner Bola und schleuderte diese nach Affern, ich traf und sah wie sich die Bola um seinen Körper schlang. Zeitgleich brachten Arkester und Ral ihrem Kontrahenten die nächsten Wunden bei. Nun tat die Elite das, was sie am besten kann. Flüchten. Durch einen weiteren Theranischen Trick zogen sich Affern, Larm und Gradan durch eine massive Felswand zurück außer Reichweite, wobei Gradan eher bewusstlos durch die Wand hindurchfiel, als sich aus eigener Kraft zu bewegen. Möglicherweise ist er sogar im Anschluss durch seine Vielzahl an Wunden verblutet.

Es dauerte noch fast eine Minute als der Kampf vorüber war, bis ich meine Beine wieder Bewegen konnte. Ich lief hinüber zu Rockbase und weckte ihn, der Brandpfeil von Affern hatte eine große Wunde in den Bauchraum seines Körpers gerissen. Das nächste man wenn wir auf Affern treffen, werde ich dafür sorgen, dass sein Bauch eine ähnliche Wunde verziert, nur wird er sich davon nicht mehr erholen können wenn ich mit ihm fertig bin. Die Zeit ließ keine Pause zu, wir rappelten uns auf und machten und daran endlich die Tür zum Generatorraum zu öffnen. Vaddar fing an zu zaubern und nach 20 Sekunden hörten wir ein lautes Klacken, die Tür war offen. Ohne zu wissen was uns erwartet öffnete Vaddar die Tür und dort standen sie, sechs Theranische Wachen zusammen mit Landrial, einem Elfen Scout der Elite. Fast Reflexartig handelte Vaddar und schleuderte einen Feuerball auf den Elementargenerator, um den sich unsere Gegner positioniert hatten und schloss sofort wieder die Tür zum Turm. Mit einer dunklen Vorahnung brachten wir etwas Raum zwischen uns und den Turm, der Momente später in einer gewaltigen Explosion in die Luft flog und nur noch ein brennendes Trümmerfeld hinterließ. Somit war unsere erste Aufgabe erledigt.

Nun ging es zurück zum Südtor, um den Theranischen Truppen auf freiem Feld zu entgehen, suchten wir uns einen Weg durch die überwiegend verlassenen Wohngebäude der Triumph. Nach einigen Minuten und ohne größere Zwischenfälle verließen wir die Wohngebäude der Theraner und traten auf einen Innenhof, seitlich versetzt zum Südtor. Das Tor war noch geschlossen und es wurde auf zwei Ebenen gekämpft, unten im Innenhof standen wir, zusammen mit ein paar wenigen Barsaivern der Luftschiffbesatzung. Auf der Wehrmauer sahen wir, wie sich die Mitglieder des Schildwalls in Richtung Torhaus vorkämpften, nun jedoch auf harten Widerstand trafen und zurückgedrängt wurden. Wir traten auf den Innenhof und stellten uns in einer Verteidigungsformation um Vaddar, der einen Feuerball nach dem anderen auf die Feuerkanonen und die Theranischen Bodentruppen warf, während wir die nahestehenden Angreifer abwehrten. Abgelenkt durch unsere Angriffe, gelang es dem Schildwall letztlich in das Torhaus einzudringen, keine Minute zu früh, da wir nun durch die schiere Anzahl der Angreifer zurück in die Wohnhäuser der Theraner gedrängt wurden. Im Hintergrund hörten wir eine laute Explosion, und sahen noch wie das Südtor aus den Angeln gehoben wurde. Zurück durch die Wohngebäude nahmen wir einige Abkürzungen und hängten unsere Verfolger relativ zügig ab, so dass wir nach wenigen Minuten wieder auf dem Innenhof vor dem Südtor angelangt waren. Nun war das totale Chaos ausgebrochen. Die Truppen der vereinten Völker Barsaives strömten durch das Tor in die Triumph und überall wurde gekämpft. Zeit sich unserer nächsten Aufgabe zu widmen, die Befreiung der Sklaven aus den unterirdischen Zellen.

An diesen Trakt der Triumph erinnerten wir uns nur zu gut, es war nun gut ein Jahr her, als wir uns hier selbst als Sklaven aufhielten, nackt und unbewaffnet. Die Zeiten ändern sich… Wir erschlugen jeden Dis Questor auf den wir trafen erbarmungslos und machten uns daran, die Gefangenen aus ihren Zellen und von ihren Ketten zu befreien. Viele die jegliche Hoffnung verloren hatten, glaubten nicht daran, dass wir wirklich gekommen waren um sie zu retten und verweilten in ihren Zellen. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis sich alle Zellen geleert hatten und die Gefangenen auf dem Weg an die Oberfläche und in die Freiheit waren.

Wir drangen immer tiefer in den Gefangenenkomplex ein und erreichten schließlich die Überreste des Obsidianerheimsteins. Vaddar sprach einen Zauber, legte seine Hand auf die Felsoberfläche und stellte Verbindung mit dem Heimstein her. Nach einigen Geräuschen, die für mich nur wie das Knirschen von Steinen klang trat Vaddar einige Meter vom Stein zurück und der erste Obsidianer erschien. Immer mehr folgten, bis schließlich eine Gruppe von 25 Rockbrothers vor uns stand und mit wütenden und furchterregenden Gesichtern Richtung Oberfläche marschierten. Erst jetzt, als ich den Zorn und die Wut in ihren Gesichtern verstand ich, alle Überlebenden Obsidianer dieses missbrauchten Heimsteins folgten der Disziplin des Purifiers und hatten eine Ewigkeit darauf gewartet, sich an den Theranern für ihre unaussprechlich schändlichen Taten zu rächen. Ein Schaudern lief mir über den Rücken, als wir diesen Gerechtigkeit bringenden Kämpfern in die Schlacht folgten.

Mit dem guten Gefühl, das wir alle unsere Aufgaben in der Triumph erfüllt hatten, orientierten wir uns zurück an der Oberfläche in Richtung Bergfried, an dem die restlichen Theranischen Truppen noch den größten Widerstand leisteten. Dort angekommen schoss plötzlich ein gleißend weißer Lichtstrahl aus dem Inneren der Festung und die massiven und uneinnehmbar erscheinenden Mauern des Bergfrieds flogen in alle Himmelsrichtungen auseinander. Durch die Explosion des Bergfrieds und der Zerstörung der letzten Theranischen Truppen, wurde der Widerstand endgültig gebrochen, die Schlacht um Triumph war gewonnen.

Abschnitt V: Zurück zum Dämonenberg

Der Sieg über die Theraner wurde bis spät in die Nacht gefeiert und es herrschte trotz der eigenen Verluste ausgelassene Stimmung im Heerlager. Wir blieben für zwei Tage im Heerlager und besprachen einige persönliche Dinge mit Omasu und Rokzo. Vaddar nutzte die Gelegenheit und tauschte mit der Magier-Adeptin des Schildwalls einige Zauber, von denen ich sicher bin, dass sie uns in Zukunft sehr nützlich sein werden. Am zweiten Tag unseres Aufenthalts wurde uns von einem Vertrauten Boten Rals eine Nachricht größter Dringlichkeit überbracht. Wir sollen unverzüglich zum Stormhead aufbrechen, leider wurden in der Nachricht keine genaueren Informationen gemacht. Nach unseren letzten Erfahrungen im Stormhead konnte dies jedoch nur zweierlei bedeuten, Probleme mit Invae oder mit Dämonen und weder das eine noch das andere fand unsere Begeisterung. Der Wichtigkeit dieser Nachricht bewusst, warteten wir bis zu unserer Audienz mit König Neden, setzten diesen von unserem Vorhaben in Kenntnis und reisten mit einem Luftschiff ab in Richtung Cara Fahd. Die Reise dauerte eine knappe Woche und wir nutzten die Zeit an Bord um unsere Wunden zu versorgen und die letzten Vorbereitungen zu treffen. Rockbase und ich festigten unser Vertrauensband und verwoben unsere Muster miteinander, mit dem Nutzen, das wir uns von nun an gedanklich verständigen können und ich ihm zugefügten Schaden auf mich übertragen kann. Angekommen an den Ausläufern von Cara Fahd verließen wir das Luftschiff und wollten gerade in Richtung Stormhead aufbrechen, als wir neben dem Luftschiffhafen die riesige Gestalt Icewings sahen, dem Großen Drachen der Legenden.
Vorsichtig und mit gebührendem Respekt näherten wir uns und verbeugten uns tief vor Icewing. T’sraktung trat vor und überreichte dem Drachen ein Geschenk, etwas dass aussah wie ein Wandteppich. Icewing schaute verwundert und bedankte sich schließlich bei T’sraktung. Erst später erzählte er, dass sein Gespür für wertvolle Dinge ihn innerhalb der Triumph dazu verleitete diesen Wandteppich mitzunehmen. Später stellte sich heraus, dass er der Mustergegenstand des großen Drachen Clouddancer war, der im Krieg der Theraner gegen die Drachen getötet wurde. Nach einer nahezu warmherzig wirkenden Verabschiedung erhob sich Icewing in die Lüfte und flog Richtung Norden davon, nur um sich in kurzer Entfernung in die Begleitung eines weiteren großen Drachen zu begeben. Ein Anblick, den ich niemals vergessen werde, zusammen flogen sie Richtung Horizont. Entschlossen unserem nächsten Feind entgegen zu treten reisen wir nun also Richtung Stormhead, und sind es auch Hunderte von Invae oder Dämonen auf die wir treffen ist doch eines ganz gewiss, die Sturmklingen werden nicht weichen….

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Die Sturmklingen - update 2

Die Sturmklingen, Adventure Log

- Von Roger Raiser, Scribe and Archivist of the Hall of Records
Throal, 1510 TH

Dies sind die Aufzeichungen der Adeptengruppe “Die Sturmklingen” aus der Great Library in Throal. Bei den meisten Schriftstücken handelt es sich um Orgiginalaufzeichnungen der berühmten Adeptengruppe die fast jährlich zur Archivierung eingereicht werden. Allerdings war es uns auch möglich weitere Quellen aufzutun. Ich war so frei diese ebenfalls dem Gesamtband hinzuzufügen.

  • Kapitel 1: Wie alles begann!!!
    - von Vaddar
  • Kapitel 1b: Wie alles begann
    - von Ral
  • Kapitel 2: Der Heimstein
    - von Vaddar
  • Kapitel 3: Bartertown und Throal
    - von Vaddar
  • Kapitel 4: Die Grimm Legion
    - von Vaddar
  • Kapitel 5: Das Kaer im Kaer
    - von Vaddar
  • Kapitel 6: Die Vors
    - von Vaddar
  • Kapitel 7: Vom Konflikt mit Wyvern, Scorchern 800 Schwertwedlern und einigen Invais
    - von Ral
  • Kapitel 8: Das Schwertmeisterturnier
    - von Vaddar
  • Kapitel 9: DIE STURMKLINGEN
    - von Vaddar
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Abenteurerjournal der Sturmklingen: Abschnitt XVII

Abenteurerjournal der Sturmklingen: Abschnitt XVII

geschrieben von Ral
vom Stamm der Steinknacker
vom Clan der Steinklauen
Kriegeradept des achten Kreises
ehrenhaftes Mitglied der Sturmklingen.

Im verborgenen Tal des Vestrivan
(von den Sturmklingen, Passionen, einem Heimstein, einem großen Drachen und Dämonen …)
Sicherlich möchte der interessierte Leser unserer Abenteuerberichte wissen, wie es denn nun weiter ging auf unserem Weg zum Heimstein. Dieser Heimstein – angeblich von Dämonen bewacht und manifestiertes Sinnbild eines Stolpersteins für die Sturmklingen auf ihrem Weg Vestrivan die Einladung zum Drachenrat zu überbringen.
Tja, da ich diesen Teil unseres Abenteuerberichts zu schreiben habe und ich sowieso der Meinung bin, dass Magier die besseren Schreiber sind und solche Aufgaben wahrnehmen sollten, wird der Leser dieses Berichts sich noch ein wenig gedulden müssen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass Vaddar sich immer alles aufschreibt und ich habe mir seine Unterlagen besorgt, um etwas Ordnung in das Chaos von Namen und Begriffen zu bringen die uns im Laufe der Zeit begegnet sind. Teilweise kommen die Namensgeber in der Liste bereits früher, teilweise erst auf den folgenden Seiten meines Berichts vor, aber ich kann ja wohl meinen Bericht schreiben wie ich will und wenn da jemand ein Problem mit hat, ich bin leicht zu finden!

Rals Wer-ist-wer
“Aroshoni alonco ta” Einladung zum Rat der Drachen – auf Drachisch (oder die alte Trolldame hat uns verarscht – wer ein Problem mit meiner Aussprache hat, wie gesagt, ich bin leicht zu finden!)
Arkester Ork-Tiermeister im Tal Vestrivans; er hat mehrere Vertraute, unter anderem eine Schlange namens “Sina”
Die Greifer 3 ausgestoßene Trollkrieger und 1 Ork-Illusionist (bereits von Tarlon erwähnt)
Rockbane Ältester des Heimsteins in der Zitadelle Vestrivans und ein Purifier
Marak Eine ganz besondere Trollfrau, sie kann kochen, lebt im Dorf in der Zitadelle und ist verrückt nach Vaddar – solch ein Unikat muss ja wohl in meinen Bericht; wie die Kinder wohl aussehen könnten…
Kleron Ork-Waffenschmied im Dorf, er kann mit lebendem Kristall arbeiten obwohl er kein Adept ist
Orthal Zwergen-Geisterbeschwörer der Elite
Votana Die alte mystische Frau aus unseren Legenden und Auftraggeberin der Sturmklingen die Einladung zum Rat der Drachen zu überbringen
Vestrivan Großer Drache, Herr des Tals, “Magier” der großen Drachen, dämonenbessenen?
Borgan Steelblood Swiftwind Kapitän der Cloudrunner
Haidun Coldblood Swiftwind Kapitän der Windshield
Belet Leshan Questor Garlens von vor der letzten Plage
Ergor Junger Troll, welcher Questorenwächter werden soll
Vestrial Passion der Freude, des Gelächters und der Spielerei im Tal Vestrivans
Erendis Passion des Bücherwissens und Lernens im Tal Vestrivans
Rashmon Passion der Gemeinschaft, der Weisheit und der Führung im Tal Vestrivans
Röm Dorfältester in der Zitadelle Vestrivans, ehemaliger Kriegeradept und besessen von dem Dämon Nemesis
Nemesis Namhafter Dämon, laut unserer Annahmen körperlich eher schwächer (im Vergleich zu seinen geistigen Fähigkeiten zumindest), Meister der Verwandlung und Sammler von Seelen
Theran Bane Kristallschiff der Troll-Luftpiraten unter dem Kommando vom Clanführer des Bloodclaw Clans
Defiant Steinschiff unter dem Kommando von Kerthrale Farseer Stoneclaw

So, nach diesen wie ich finde wichtigen Informationen, zurück zu unserem Weg zum Heimstein!

Eine unerwartete Bekanntschaft
Wir verlassen also das Dorf und wollen eigentlich erst noch in die Bibliothek von Vestrial, allerdings werden wir weder empfangen noch in die Bibliothek rein gelassen. Tja, wankelmütige Passionen, da kann man niks nix nichts machen! Wir sind also aus dem Dorf raus und spazieren so die Äcker entlang, da fällt uns auf, dass kaum Leute auf den Feldern sind. Wir schnappen uns also mal so einen Feldarbeiter und befragen ihn. Wie sich raus stellt, sind heute wohl alle in der Obstplantage, dort wird heute wohl geerntet. Naja, uns interessiert das recht wenig und wir setzen unseren Weg Richtung Heimstein fort, immerhin hoffen wir da den zweiten Schlüssel zu finden. Nordwärts geht’s über grüne Wiesen und fruchtbare Felder, alles scheint außerordentlich gesund zu sein hier. Trotzdem fällt uns auf, dass es hier nichts Fliegendes gibt, keine Vögel oder dergleichen. Wir kommen an einen Waldrand und wandern diesen entlang, Tarlon navigiert uns laut Beschreibung in Richtung des geschlossenen Heimsteins.
Nach einigen Stunden verlassen wir den Waldrand und dringen in den Laubwald ein, auch hier kein Vogelzwitschern, nichts, einfach eine komische, unnatürliche Atmosphäre, ganz anders als die Naturgeräusche in Barsaive. Je weiter wir in den Wald vordringen, desto dichter und dunkler wird es. Wir können ein paar Wölfe in der Entfernung heulen hören, ansonsten ist kein Geräusch zu vernehmen. Das Gelände beginnt steil anzusteigen und wir treffen auf einen Bach, der sich den Berg herunter schlängelt. Tarlon lotst uns den Bach entlang bergauf und schon aus einigen Metern Entfernung können wir an einem Baum etwas über dem Bach baumeln sehen. Als wir näher kommen erkennen wir, dass jemand eine Troll-Leiche über dem Bach auf gehangen hat. Vorsichtig nähern wir uns und schauen uns die Sache aus der Nähe an. Vaddar stellt fest, dass der Troll schon tot war als er auf gehangen wurde, und dass er schon mindestens ein Jahr dort hängt – es sind im Grunde nur noch Knochen und fast kein Fleisch mehr vorhanden. Vielleicht war es nur die Situation, aber plötzlich erscheint uns das Wolfsgehäul näher als zuvor und wir bereiten uns auf einen Angriff im Bach vor. Doch nach einigen Minuten ohne Angriff entspannen wir uns wieder und setzen unseren Weg fort. Da das Gestrüpp inzwischen sehr dicht geworden ist, entschließen wir uns im Bach weiter zu gehen.
Ich weiß nicht mehr wer von uns, aber wir bemerken dass sich ungefähr 15 Metern hinter uns im Wasser etwas Großes entgegen der Strömung auf uns zubewegt – nix wie raus aus dem Wasser und ans Ufer! Ausgeklügelt wie immer schießt Vaddar spontan eine Art von Glaskugel in Richtung der Wasserbewegung. Was auch immer er da abgeschossen hat, scheinbar hat er sein Ziel getroffen. Die riesige ca. 15 Meter lange Schlange, die er verletzte hat, rast aus dem Wasser hervor, beißt ihn und beginnt ihn zu würgen. Ich persönlich finde seinen Umgang mit Tieren bemerkenswert! Während ich mich zu Tarlon umdrehe um zu fragen ob Vaddar mit dem Tier nur spielt, passiert folgendes: Ein verfilzter Ork, der sich bis dahin wohl, von uns völlig unbemerkt, im nächststehenden Baum aufgehalten hat, springt plötzlich herunter und versucht den von der Schlange umwickelten Vaddar umzuwerfen während er lauthals “Nein, Nein!!!” schreit.
Vaddar hat mir mal erzählt es gäbe wenige Situationen im Leben eines Adepten deren Bilder sich im Gedächtnis einbrennen und die man nie mehr vergisst. Ich habe ihn daraufhin gefragt, was dies für Situationen sein und er antwortete ich würde es wissen wenn es soweit wäre…ich bin mir ziemlich sicher genau dann und dort war so ein Moment!
Ein ganz klarer Fall für Skraktung; während unser Anführer also versucht dieses offensichtliche Missverständnis aufzuklären, entwickeln Tarlon und ich Vaddar den einäugigen Schlangenflüsterer. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Ork um einen Tiermeister namens Arkester. Er ist den Greifern als Kind entkommen und hier im Tal des Vestrivan alleine in der Wildnis aufgewachsen. Mit seiner Schlange Sina und seinen drei Wölfen bewacht er den “bösen See”. Er möchte verhindern, dass Kinder sich dorthin verlaufen, zu diesem Zweck hat er auch den toten Troll zur Abschreckung über den Bach gehangen. Uns gelingt es, (nicht zuletzt dank Skraktungs diplomatischer Talente) Arkester dazu zu überreden, mit uns zu besagtem See und gegen die Dämonen anzugehen. Soweit wir Arkesters Beschreibungen folgen können, soll es sich bei den Dämonen am See um einen Obsidianer und einen Troll handeln. Er beschreibt den Ort als so gefährlich, dass selbst die Greifer, welche sich sogar in die Berge begeben, ihn meiden. Arkester gewinnt während unserer Unterhaltung immer mehr an Selbstvertrauen und wird uns zum See führen und falls es dort “o.k.” ist, eventuell auch weiter zum Heimstein.

Dämonen liegen in der Luft
Im krassen Gegensatz zu der fast schon unnatürlichen Fruchtbarkeit im Tal Vestrivans, erscheint die Vegetation auf dem Weg Richtung See immer stärker abgefressen und teilweise verfallen zu sein. Der Übergang von einem lebhaften Dschungel zu toter Natur ist drastisch, ich will gar nicht wissen wie es hier im Astralraum aussieht. Einhergehend mit der hier herrschenden gespenstischen Stille, stellt sich ein Gefühl der Gefahr ein, meine Nackenhaare stellen sich auf und ohne es bewusst gemerkt zu haben, sehe ich wie meine Hand auf Druva liegt.
Der See liegt an einer 10 Meter hohen Klippe von der ein Wasserfall herunter rauscht. Arkester beschreibt uns ein Plateau oberhalb des Wasserfalls auf dem sich der Heimstein befinden soll. Das Ziel fest im Auge, erklimmen wir den Wasserfall. Ich kann nur Tarlons Rücken verschwinden sehen als er als erster über die Kante der Klippe klettert. Kurze Zeit später haben auch Vaddar, Skraktung, Arkester und ich das Plateau erreicht und vor uns liegt ein Trümmerfeld. Überall auf dem Plateau sind um den Heimstein herum versteinerte Überreste von Namensgebern, Waffen und Rüstungen verstreut. Als wenn sie unsere Gegenwart gespürt hätten, erheben sich überall auf dem Plateau steinerne Konstrukte aus dem Boden hervor und greifen uns an. Während wir uns dem Konstrukten entgegen stellen, tauchen die zwei Dämonen auf nach denen wir schon Ausschau gehalten hatten – es sind Wurmschädel.
Bereits in der ersten Runde geschehen viele Dinge in unglaublicher Geschwindigkeit. Einer der Wurmschädel gestikuliert, breitet seine Arme aus und kreisförmig geht von diesem Ding eine Art giftige Aura aus. Skraktung gelingt es den zweiten Wurmschädel hart zu treffen, im Gegenzug landet dieser einen schweren Treffer bei Tarlon und schlägt ihn bewusstlos. Vaddar bewegt sich aus der giftigen Wolke heraus und zaubert etwas auf beide Gegner. Mir gelingt es einen der Wurmschädel zu erreichen und Druva mit einem verheerenden Schlag in dessen Schädel zu versenken. Arkester zieht den bewusstlosen Tarlon von dem zweiten Wurmschädel weg in meine Richtung während Skraktung dessen Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Mit Hilfe des Horn des Ruhmes befehle ich den hier gestorbenen Namensgebern sich wieder zu erheben und uns im Kampf gegen unsere Gegner beizustehen. Es ist ein komisches aber auch mächtiges Gefühl zu spüren, wie sie meinem Ruf Folge leisten! Überall aus dem Boden des Plateaus erheben sich erneut Gestalten, dieses Mal aber um den Sturmklingen zur Seite zu stehen! Als ich mich wieder umdrehe, kann ich von dem zweiten Wurmschädel nichts mehr sehen, allerdings liegt Skraktung bewusstlos am Boden. Der zweite Dämon scheint wirklich geflohen zu sein. Die Konstruke stellen kein größeres Problem mehr da und nachdem alle Gegner besiegt sind, versorgen wir unsere Wunden. Skraktung stellt nach dem Kampf fest, dass der geflohene Wurmschädel Geisterklinge gestohlen haben muss.

Ein Rätsel, der Heimstein und ein Schlüssel
Von einem Schlüssel natürlich keine Spur, war ja klar! Zum Glück kennen wir uns seit unserer Erfahrung im theranischen Behemoth mit dem Kontaktieren von Heimsteinen ja aus – oder zumindest Vaddar. Er versucht also den Heimstein zu kontaktieren und tatsächlich antwortet jemand aus dem Geburtsstein und sendet uns ein Rätsel. Ein Rätsel ist natürlich eine super Idee um Dämonen davon abzuhalten Informationen zu erhalten, es bedarf Kunstfertigkeit, Logik, Kreativität und ein nahezu emphatisches Einfühlungsvermögen. Ich muss hier nicht betonen, dass es für die Sturmklingen natürlich kein Problem war die Antwort des Rätsels nach einem kurzen In-Sich-Gehen zu erkennen. Wir beschließen zunächst die Nacht zu ruhen und uns am frühen Morgen des nächsten Tages, frisch gestärkt, unseren Aufgaben zu stellen.
Am nächsten Morgen legt Vaddar seine “Hände” in die Ausbuchtung des Geburtssteines und nimmt erneut Kontakt auf. Zunächst scheint nichts zu geschehen, doch dann beginnt sich ein Teil des Steines zu bewegen und aus dem Geburtsstein heraus tritt ein Obsidianer hervor. Er stellt sich als “Rockbase” vor und ist der letzte seines Geburtssteins. Wir stellen uns ebenfalls vor und erklären Rockbase unsere Mission. Er betrachtet uns eine Weile nachdenklich und händigt uns dann den zweiten Schlüssel, Erendis Schlüssel, mit folgenden Worten aus: “Falls Vestrivan Euch töten will, wird er dies tun, aber falls er die Konfrontation mit euch zulassen wird, dann werdet ihr meine Hilfe brauchen.” Rockbase bezeichnet sich als “ein Ältester”, ich kenne mich mit Obsidianern nicht so gut aus, werde aber mal Omasu fragen wenn ich ihn wieder sehe. Er vermutet den dritten und letzen Schlüssel, Vestrials Schlüssel, im Dorf. Sollten wir diesen Schlüssel erlangen, dann sollen wir ihn wieder kontaktieren. Rockbase hofft das Tal mit uns und seinem Geburtsstein verlassen zu können. Daraufhin kontaktieren wir Omasu und er verspricht uns eine Karawane zum Lake Vors zu senden.

Audienz bei Erendis und Vestrial
Arkester hat Gefallen an unserer Gesellschaft gefunden und begleitet uns weiter auf unserem Weg zurück zum Dorf. Auf Nachfragen beim Dorfvorsteher Röm erhalten wir die Auskunft, dass wir am nächsten Tag wie gewünscht die Bibliothek besuchen können. Desweiteren gibt er uns den Hinweis den dritten Schlüssel bei Vestrials Türmen zu suchen. Unsere Lager stehen im Dorf noch wie gehabt für uns bereit. Vaddar nutzt die Gelegenheit zu einem romantischen Dinner mit Morak.
Am nächsten Tag brechen wir zur Bibliothek Erendis auf und tatsächlich, dieses Mal treffen wir den Hausherren auch an. Die Unterhaltung mit Erendis stellt sich als durchaus kurzweilig heraus, zum Beispiel meint Erendis wenn jeder alles wissen würde, dann gebe es weniger Probleme auf der Welt. Während unseres Gesprächs beantwortet Erendis viele unserer Fragen und verspricht für uns über die Invae zu meditieren. Als Abschiedsgeschenk erhält Sraktung ein Buch namens “Das Spiel”. Wir verbringen den Rest des Tages damit dieses Buch zu studieren und uns die Regeln des Spiels anzueignen.
Am nächsten Tag besuchen wir nochmals die Bibliothek und erfahren, dass das Spiel Teil der heute in Rashmons Halle stattfindenden Initiierung der Wächter ist. Wir entschließen uns zuerst Vestrial zu besuchen und abends der Initiierung beizuwohnen. Die Audienz bei Vestrial verläuft anders als erwartet, ohne irgendwelche Probleme bekommen wir den dritten Schlüssel (in Form einer Note) ausgehändigt und Vestrial meint wir würden uns dann ja beim Spiel sehen. Unser nächster Stopp ist wieder der Heimstein, wir kontaktieren Rockbase und bringen ihn auf den neusten Stand. Rockbase teilt uns mit, dass er uns zum Spiel begleiten wird, er sei ein sehr guter Turm. Scheinbar, jetzt wo wir alle drei Schlüssel in unseren Händen halten, werden wir als Figuren in diesem Spiel agieren müssen um uns durch einen Sieg den finalen Zugang zu Vestrivan zu sichern. Wir machen uns auf den Weg zurück ins Dorf, Arkester hatte sich kurz abgesetzt und stößt nun auch wieder zu uns.

Das Spiel
Die Initiierung der Wächter, unter ihnen auch Ergor unser junger Freund, ist im Grunde ein Kampf auf einem magischen Spielfeld. Die Magie des Spielfeldes sorgt dafür, dass sich jede Figur bzw. jeder Spieler nur entsprechend den Regeln bewegen und andere Felder und Figuren / Spieler attackieren kann. Das Spiel der angehenden Wächter gibt uns einen guten Eindruck wie die ganze Sache wohl ablaufen wird, allerdings glaube ich dass es morgen wohl um Leben und Tod gehen wird! Nachdem wir einen ersten Eindruck vom Spiel gewonnen haben, beginnen wir besten Wissens und Gewissens unser Team zusammen zu stellen. Wir sind hier klar im Nachteil, unsere Gegner haben dieses Spiel wahrscheinlich schon oft beobachtet und gespielt und wir sind Neulinge, die sich die Regeln in einem Buch anlesen mussten. Nichtsdestotrotz sind wir guter Dinge, wer kann schon gegen uns antreten, eine paar Dämonen und ein paar Passionen – ich muss schon wieder feststellen dass sich meine Hand ohne mein Zutun auf Druva gelegt hat, und dieses Mal sehe ich einen leichten Schweißfilm auf meinen Fingern, Thystonius steh uns bei!
Nach ausgiebiger Beratung entscheiden wir uns für die folgende Aufstellung unseres Teams:
Ich werde die Position des Königs einnehmen, uns wurde gesagt der sollte was aushalten können. Vaddar verkörpert die Figur der Dame und genießt somit die größte Bewegungsfreiheit, wir hoffen darauf, dass er seine übliche unberechenbare Portion Chaos mit auf das Spielfeld bringt! Sraktung nimmt eine Läuferfigur ein und Tarlon ist ein Springer. Außerdem sind Rockbase und Röm als Türme mit von der Partie. Kleron wird unser zweiter Läufer sein und Arkester hat sich bereit erklärt den zweiten Springer zu spielen. Der Rest unseres Teams, die ganzen Bauern, wird sich aus Wächtern der Passionen zusammen setzen.
Der nächste Tag kommt schnell und wir begeben uns mit unserem Team zum Spielfeld. Als wir dort ankommen, sind unsere Gegner bereits eingetroffen. Unser gegnerisches Team ist eine paradoxe Mischung aus allen Grauen die man sich so vorstellen kann.
Zum einen hätten wir da den gegnerischen König, ein Drake Vestrivans namens Telanion, zum anderen steht neben ihm ein Wurmschädel als Dame. Auf der anderen Seite des Spielfeldes sehen wir auch alte Bekannte wieder, keine Ahnung wie, aber die Greifer sind von den Toten auferstanden und werden ebenfalls gegen uns antreten. Scheinbar haben wir den Passionen nicht ausreichend gute Angebote machen können, sowohl Vestrial als auch Rashmon haben sich eingefunden um den Sturmklingen das Leben schwer zu machen. Die Bauern unserer Gegner setzen sich zur Hälfte aus lebenden Namensgebern und zur Hälfte aus Untoten zusammen, wenn das mal nicht Vestrivans Probleme wiederspiegelt!
Der Kampf beginnt und eine Art Nebel zieht um das Spielfeld herum auf. Ich kann im Grunde nur noch meinen Aktionsradius klar wahrnehmen, der Rest des Feldes ist zwar zu sehen, aber irgendwie verschwommener als der Rest. Dies muss wohl die Magie sein die die Einhaltung der Regeln garantiert. Durch den Nebel kann ich für einen kurzen Augenblick die Umrisse einer riesigen drachenhaften Gestalt erkennen, scheinbar haben wir letztlich doch die Aufmerksamkeit des Hausherren erweckt!
Gleich zu Beginn zaubert der Wurmschädel seinen bereits bekannten Areazauber, dies erschwert es zusätzlich sich auf dem Spielfeld zu bewegen. Vaddar reagiert blitzschnell, kontert und macht den Gegner das Leben mit glitzernden Eisflächen und sich erhebender Erde zur Hölle. Rockbase zieht dem Wurmschädel kräftig eine über und unsere Moral steigt. Leider schlägt der Wurmschädel hart zurück und überwindet Rockbase letztlich. Skraktung hält als Läufer nahezu alle weißen Felder sauber und verhöhnt so ziemlich alles was sich in seinen Einzugsbereich begibt – ich habe noch nie so viele unflätige Beschimpfungen gehört! Tarlon zeigt was ein waschechter Troll-Luftpirat so auf dem Kasten hat und wirbelt und brüllt sich zwischen unseren Gegner hindurch. Viele Bauern auf beiden Seiten fallen relativ schnell und sobald jemand bewusstlos wird oder stirbt, verschwindet er vom Brett als wenn er niemals da gewesen wäre. Skraktung hat scheinbar eine gehörige Portion seines Spottes auf den Wurmschädel losgelassen, dieser zeigt seinen Mangel an Humor indem er auf Skraktung deutet woraufhin überall an Skraktungs Körper Wunden aufbrechen, sieben Stück an der Zahl. Langsam aber sicher wendet sich das Kampfgeschehen gegen uns, immer weniger unserer Spieler befinden sich auf dem Spielfeld. Am Ende kann ich auf unserer Seite nur noch Vaddar, Tarlon und mich erkennen. Uns gegenüber stehen Telanion, der Drake, der Wurmschädel und ein Greifer, der Rest des Spielfeldes ist leer gefegt. Telanion hat sich stetig über das gesamte Spielfeld geschnetzelt und steht nun mir gegenüber. Um Vaddars Zaubern nicht ausgesetzt zu sein hat er seine Flügel aufgespannt und schwebt nun vor mir. Sieht ganz eindrucksvoll aus, das geb ich ihm, allerdings habe ich nichts übrig für arrogante fliegende Drakes. Er verlangt von uns dass wir uns ergeben. Eindrucksvoll oder nicht, Aufgabe war für die Sturmklingen noch nie eine Option. Ich rufe ihm entgegen dass wir hier sind um die Einladung des Drachenrates an Vestrivan zu überbringen und dass wir auch bereit sind dafür zu sterben!
Bei Thystonius dieser Drake hat nenn harten Schlag, mehrfach schlägt er mich nieder, immer wieder spucke ich Blut und stehe wieder auf – so leicht geht eine Steinklaue nicht um! Aus den Augenwinkeln kann ich sehen, dass Tarlon sich des letzten Greifers entledigt und Vaddar irgendwie den Wurmschädel um gekriegt hat. Vielleicht muss ich nur noch ein wenig länger durchhalten, Hilfe schein unterwegs! Ich wende meine Aufmerksamkeit wieder meinem Gegner zu und mir kommt ein Flammenodem entgegen. Mein ganzer Körper steht in Flammen, dieser Schmerz ruft alte Erinnerung wach. Unter Aufwendung all meiner Willenskraft zwinge ich das Drachenfeuer aus und es bleiben nur dampfende Wunden zurück. Als nächstes hole ich weit mit Druva aus und dies ist das letzte an das ich mich erinnern kann.

Abschied in ungewohnter Manier
Ich erwache und Telanion steht vor mir. Als ich richtig zu mir komme erkenne ich, dass wir nicht mehr auf dem Spielfeld sind. Wir befinden uns im Garlen Schrein außerhalb der Zitadelle. Höflich teilt der Drake uns mit dass wir verloren hätten, das wir nicht mehr in der Zitadelle willkommen sind und dass wir nicht mehr versuchen sollen zu Vestrivan zu gelangen. Verlieren ist ein unangenehmes Gefühl, ich spüre meinen Zorn aufwallen und meine Ehre sich zu Wort melden, doch dann schaue ich mich um.
Überall um mich herum liegen Körper. Röm ist tot, ebenso sind Skraktung und Arkester gestorben. Etwas weiter entfernt kann ich auch den Waffenschmied Kleron und Rockbase leblos liegen sehen. Uns gelingt es Skraktung, Arkester und Kleron wieder zu beleben. Röm geben wir den Flammen hin, es erscheint uns die beste Lösung zu sein. Es haben sieben Wächter Vestrials, Erendis und Rashmons überlebt, sie ziehen sich zurück und beraten wie sie weiter vorgehen werden.
Nachdem wir Omasu kontaktiert haben vereinbaren wir einen Treffpunkt am Lake Vors, wir sollen Rockbases Überreste mitbringen. Für meinen Steinbruder tut es mir am meisten Leid, vielleicht ist nun nichts mehr von seinem Heimstein übrig. Die sieben Wächter kehren von ihrer Beratung zurück und teilen uns mit, dass sie mit uns ziehen werden.

Lake Vors
Wir lassen den Garlen Schrein und das versteckte Tal Vestrivans hinter uns und machen uns auf zum Lake Vors. Dort an-gekommen werden wir zunächst fälschlicherweise unter Feuer genommen, aber Missverständnisse sind wir ja mittlerweise gewohnt. Wir demonstrieren unsere Kunstfertigkeiten und da die Sturmklingen am Lake Vors ja eine feste Größe sind, heißt man uns schließlich willkommen. Unsere Stimmung ist immer noch mehr als gedrückt und niemand spricht so wirklich über das Geschehene, aber wie es so ist im Leben eines Adepten, kaum angekommen werden wir schon mit neuen Problemen konfrontiert. Die Vors haben Schwierigkeiten mit den Invae und außerdem mit den Firescales viel um die Ohren. Die Lage erscheint äußerst gespannt und nahezu jeden Tag gibt es Kampfhandlungen, dies erklärt auch warum wir erstmal unter Feuer genommen wurden als wir ankamen.
Wir beschließen einige Zeit am Lake Vors zu verbringen und auf Omasus Karawane zu warten. Jeder geht so seinen üblichen Geschäften und Beschäftigungen nach. Ich mache es mir zu Aufgabe unsere sieben Trollwächter zu beschäftigen in der Hoffnung ihnen die Integration in ihr neues Umfeld vielleicht leichter zu machen. Jeden Tag trainiere ich mit ihnen und als mich nach einigen erfolgreichen Tagen Hi Long anspricht, ob wir nicht eine Patrouille übernehmen wollen, gebe ich seine Anfrage in die Troll-Gruppe. Die Antwort fällt einstimmig aus und ich muss sagen dass ich die Patrouillen mit einer gehörigen Portion Stolz anführe, gute Jungs unsere Questorenwachen!
Einige Zeit nach der Aufnahme unserer Patrouillen erreicht Omasus Karawane den Lake Vors.

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Vom Stormshead bis ins Tal von Vestrivan
Zeitschleife Verjigorms
Abenteurerjournal der Sturmklingen: Abschnitt XVI

geschrieben von Tarlon
vom Stamm der Eisengeier
vom Clan der Ironmonger
Luftpiratenadept des siebten Kreises
Mitglied der Sturmklingen.

Titel: Vom Storms Head bis in das verborgene Tal des Vestrivan

Schwer verwundet und ohne Zeitgefühl gelang es uns endlich den Storms Head zu verlassen, gefolgt von einer Vielzahl Invaes aller Klassen, darunter auch einige der riesenhaften Invaekrieger, die sich in vergangenen Kämpfen als so unerbittliche Gegner herausgestellt hatten. Unser Ziel war es so viel Strecke wie möglich zwischen uns und diesen Invae- und Dämonenverseuchten Berg zu bringen.
Unsere neu gewonnenen Informationen über die Pläne der Invae ihre Königin zu beschwören und damit einen Feind frei zu setzen, der mächtig genug wäre, ganz Barsaive mit Tod und Verzweiflung zu überziehen, mussten dringend an die Herrscher aller Namensgeber weitergegeben werden.
Es war ein glücklicher Zufall, dass wir nach einigen Stunden strengem Marsch von einem patrouillierenden Luftschiff der Zwerge entdeckt und aufgenommen wurden. Man informierte uns kurz über die neuesten politischen Entwicklungen. Dabei wurde uns klar, dass die Invae uns fast ein halbes Jahr in ihren dreckigen Verliesen gefangen gehalten hatten, um durch Blutmagie ihre dämonischen Rituale zu stärken. Allein der Gedanke daran bringt mein Blut heute vor Wut noch stärker zum Kochen als in vielen Schlachten die wir geschlagen haben.
Wir wurden gemeinsam mit unserem Gefangenen, Orthal ein zwergischer Geisterbeschwörer des sechsten Kreises und Mitglied der theranischen Elite, auf die Defiant gebracht. Von hier an kümmerten sich die Zwerge um die Befragung von Orthal. Das anfängliche Staunen und die Begeisterung über die Größe und Kampfkraft der Defiant vergingen schnell, vielleicht auch da wir selber schon in einem Behemoth waren, aber das war eine andere Geschichte. Wir fokussierten uns auf das Dringlichste und leiteten unsere Informationen an die richtigen Verbindungsstellen weiter. Neben Cathrall Farseer Stormclaw waren wir froh darüber auch noch andere uns bekannte Gesichter auf der Defiant zu treffen. Endlich hatten wir etwas Zeit unsere Wunden auszukurieren und unsere neu erworbenen Erfahrungen zu verarbeiten.
In der Zeit an Bord bekamen wir alle neuen und relevanten Informationen über den Zusammenschluss der Rassen, der Troll Clans aus den Twilight Peaks, den Zwergen von Throal, den Orcs von Cara Fahd, den Blutelfen aus dem Blood Wood, einiger Tskrangfamilien, den Führern aus Parlainth und natürlich den großen Drachen im Krieg gegen das Theranische Imperium.
Auch die Geschichte über den Angriff der Theran Bane unter der Führung von Cathrall Farseer Stormclaw auf die Defiant und die anschließende Eroberung wurde uns erzählt. Ich möchte an dieser Stelle vermerken, dass ich es zutiefst bedaure, diese große und vielleicht einzigartige Schlacht verpasst zu haben. Es bleibt nur zu hoffen, dass ich dabei sein werde, wenn das erste Behemoth der Theraner unter den Angriffswellen der Troll Clans in unsere Hände fällt.
Nach einigen Wochen im Belagerungszustand und meiner Tätigkeit als Verbindungsoffizier zwischen den Vertretern des Blutwaldes an Bord und den Offizieren der anderen Namensgeber begaben sich die Sturmklingen zum Clan der Swiftwinds in die Twilight Peaks. Vaddar hatte in Zusammenarbeit mit dem dortigen Kristallschmied Urlak Swiftwind einen neuen Kristallplattenpanzer erschaffen, der an Pracht seines gleichen sucht. Zur feierlichen Übergabe der Rüstung an Ral gab es ein wahres Fest im Trollmood, Vaddar sorgte für Speis und Trank und T‘sraktung erheiterte uns mit seinem Gesang und seinen Liedern über dieTrolllegenden alter Zeiten. Ein großer Dank gilt Urlak, der den Kristall, der eigentlich die Rüstung seines Sohnes werden sollte an uns übergab, damit wir mit seiner Hilfe dieses meisterliche Stück für Ral erschaffen konnten.
Am Tag nach den Festivitäten, wir machten uns gerade bereit für die Abreise zurück zur Defiant, bekamen wir unerwarteten Besuch. Votana, die graue Frau war gekommen. Unser Auftrag scheint vermeintlich einfach, das Überbringen einer Botschaft. Das Problem stellt der Empfänger dar: Vestrivan, der große Drache berühmt aus so vielen Legenden. Besessen von einem Dämon und nur noch zur Hälfte ein Drache. Die Botschaft die wir übermitteln sollen ist ein Teil eines Rituals, eine Einladung zu einer Ratsversammlung der großen Drachen. Eine dreifach versiegelte Schriftrolle die in Kombination mit einem Vers in der Sprache der Drachen persönlich übergeben werden muss. Die Schriftrolle gibt uns die Richtung an in die wir reisen müssen. Wir verloren keine Zeit, packten das Nötigste und starteten am nächsten Morgen auf unsere neue Mission.
Den ersten Teil des Weges zu den Scol Mountains legten wir auf der legendären Cloudrunner zurück, geführt von Borgan Steelblood Swiftwind. Im Gefolge ein neu fertig gestelltes Schiff, die Windshield, angeführt von Haidun Coldblood Swiftwind. Nach einigen Flugmanövern, um unauffällig im gegnerischen Gebiet zu fliegen, erreichten wir unser Ziel. Die Ausläufer der Scol Mountains. Borgan ging mit dem Schiff unter die Wolkendecke und wir sprangen bei etwa 700 Schritt von Bord unserem Ziel entgegen. Nachdem wir alle sicher gelandet waren begannen wir unseren Marsch in Richtung der Berge, es dauert jedoch nicht lange bis uns ein Drakkar des Firescale Clans entdeckte. Wir wurden von acht Luftpiraten des Firescale Clans angegriffen und obwohl wir nicht auf Kämpfen aus waren, hatten wir keine Wahl. Der Kampf war nach der ersten Runde beendet. Zwei Trolle starben, ein Troll floh und die Anderen lagen verletzt oder bewusstlos am Boden. Wir verließen das Schlachtfeld unverletzt und setzten unseren Weg den Bergen entgegen fort. Bei Anbruch der Nacht erreichten wir den Serpent River, sehr zur Freude von T’sraktung, der schon viel zu lange nicht mehr im kühlen Wasser der Mutter geschwommen war. Wir schlugen unser Nachtlager auf und ich schlief ein, meine Gedanken bei den beiden Trollen, die heute tapfer aber unnötig im Kampf gegen uns gestorben waren, mögen sich die Passions ihrer annehmen. Am nächsten Morgen setzen wir mit Vaddars Hilfe über zum anderen Ufer des Serpent River und somit an die ersten Gesteinsausläufer der Scol Mountains. Der Aufstieg in den Berg begann und bis zu unserer ersten nächtlichen Lagerstätte konnten wir ein gutes Stück Weg zurücklegen.
Während der Nachtwache wurden wir von vier riesenhaften Krabben angegriffen, die ständig versuchten mit ihren gigantischen Scheren unsere Gliedmaßen abzutrennen, was ihnen jedoch trotz einiger Treffer nicht gelang.
Am nächsten Tag wanderten wir weiter in die Berge hinein, immer in die Richtung, welche uns die Schriftrolle vorgab. Trotz der kalten Temperaturen und dem schlechten Untergrund kamen wir gut voran. Gegen Nachmittag erreichten wir ein kleines Tal, von dem es in drei verschiedenen Richtungen weiter ging. In der Mitte des Tals stand eine kleine Hütte, auf Boden der so schwarz und öde war, als ob jedes Leben aus ihm herausgesaugt worden wäre. Umso verwunderter waren wir, als hier an diesem abgelegenen Ort ein alter Bekannten vor uns stand. Belet Leshan, elfischer Garlen Questor aus einem Schrein, der Jahrhunderte lang verschollen war, bevor wir ihn vor einigen Jahren gefunden hatten. Doch irgendetwas stimmte nicht, versuchte Belet doch mit allen Mitteln uns von unserem Vorhaben abzubringen die Einladung an Vestrivan zu übergeben. Ebenfalls verweigerte er uns jegliche Heilung, obwohl einige von uns Wunden aus dem Kampf mit den Höhlenkrabben davongetragen hatten.
Wir sollten erst am nächsten Tag erfahren was der wahre Grund hinter seinen Anstrengungen war. Nachdem wir uns auf den Weg gemacht hatten, die Schriftrolle gab die Richtung vor, und der letzte Versuch Belets scheiterte uns vom weiter reisen abzuhalten, explodierte plötzlich sein Kopf in einem Schwall von Blut. Wir werden wohl niemals wissen, wieviel wirklich noch von unserem alten Freund in dieser Hülle übrig war, er wurde auf jedenfall von seinem Leid erlöst.
Wir folgten dem Canyon in die erfühlte Richtung und gelangen in eine Sackgasse mit einem Wasserfall und einem See. Verdeckt vom Wasserfall stand dort über die komplette Höhe in den Fels geschlagen eine große Statue, mit Krone und Zepter. Wir nutzten die Statue um die Felsen hinaufzuklettern und unseren Weg fortsetzen zu können. Oben angekommen standen wir in einem weiteren Canyon, der sich in einen großen, fast märchenhaft anmutenden Talkessel eröffnete.
Dem erfühlten Ziel so nah, lies unsere Achtsamkeit nur einen Augenblick lang nach, dies reichte jedoch aus, um unvorbereitet in einen Eissturm zu geraten, der von einem Wächterelementar ausgelöst wurde. T’sraktung und ich wurden schwer getroffen, konnten uns aber auf den Beinen halten und Schutz in den nahegelegenen Wänden suchen. Nach einigen Augenblicken schaffte es Vaddar das Elementar aus seinen Diensten zu befreien. Der Eissturm verging und mit dem Einbruch der Nacht erschien dies ein optimaler Platz für ein Nachtlager zu sein. Bei Nacht konnten wir Lichter einer Siedlung in der Mitte des Talkessels erkennen. Die Schriftrolle zeigte uns, dass wir unser Ziel erreicht hatten, das Tal des Vestrivan. Der leichte Teil war also geschafft, nun das eigentliche Problem, wie können wir zu Vestrivan selber gelangen um die Schriftrolle zu übergeben.
Nach unseren morgendlichen Vorbereitungen machten wir uns auf den Weg zu der Siedlung, die wir bei Nacht gesehen hatten. Die Vegetation hier war prächtig, überall Bäume, Tiere und Pflanzen, alles ist grün und einige Bäche sorgen für genug Wasser um alles am Leben zu erhalten. So war es ein glücklicher Zufall, dass ich die drei getarnten Trolle mit abgeschlagenen Hörnern und einen Ork sah, die sich gerade dafür bereit machten uns anzugreifen. Haben sie auch keine Ehre in ihrem hässlichen Leib, so sind ausgestoßene Krieger trotzdem einige der härtesten Widersacher im Kampf, auf die man in Barsaive stoßen kann. Es dauerte eine Gefühlte Ewigkeit, bis wir die drei Trolle und ihren Ork Illusionisten besiegt hatten und ihre Leichen reglos und blutüberströmt im Dreck lagen.
Um einen Hinweis darauf zu finden, wer unsere Angreifer waren, durchsuchten wir ihre Ausrüstung. Bis auf einen Schlüssel aus Kristall konnten wir nichts von Interesse finden. Vaddar setzte sein Geschick als Fährtenleser ein und es dauerte nur ein paar Sekunden, bis er ihre Fährte aufgenommen hatte. Wir verstauten die Leichen unserer Angreifer am Waldrand und folgten ihren Spuren einige Zeit, zurück zu einem kleinen Basiscamp in der Mitte eines Geröllfeldes. Nur die unterschiedlichen Größen der Steine und die verschiedenen Maserungen des Gesteins enthüllte die grausame Wahrheit. Wir standen in den leblosen Überresten von Obsidianern. Sie waren im Kampf gefallen um ihren Heimstein zu verteidigen. Nach den Krallenspuren im Stein und dem Tod jeglichen Lebens in diesem Areal, waren hier eindeutig ein oder sogar mehrere Dämonen am Werk gewesen. Erfüllt von Wut und Trauer, aber mit der Gewissheit, dass wir nichts mehr hätten tun können, kehrten wir um und setzten unseren eigentlichen Weg in Richtung der Siedlung im Tal fort.
Nach kurzer Wegstrecke wurden wir an einer Lichtung auf einen einzelnen jungen Troll aufmerksam, der anscheinend in Meditation versunken war. Als er aus seiner Konzentration gerissen wurde und sich der erste Schreck bei ihm gelegt hatte, stellte er sich vor. Sein Name war Ergor und der Fakt, dass er noch nie einen Tskrang gesehen hatte, er starrte T’sraktung unentwegt an, brachte uns zu der Annahme, er habe das Tal noch nie verlassen. In der Tat schien sich das Dorf in totaler Abgeschiedenheit, vollkommen selbstständig und ohne Handel mit Fremden zu versorgen. Voller Stolz erzählte uns Ergor davon, das große Privileg zu haben in drei Tagen zum Wächter erhoben zu werden. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, was das für ihn und jeden anderen der zum Wächter gemacht wurde bedeutete.
Er würde eines seiner Hörner abgeschnitten bekommen und gehörlos gemacht werden, da er als Wächter der Questoren immun gegenüber deren verbalen Fähigkeiten sein müsse. Das Questoren bestimmter Passions nicht immer gern gesehen sind, ist uns bekannt. Aber deshalb gleich Wächter? Nun war es Ergor der uns verständnislos anschaute und erklärte, dass die Wächter nicht dafür gedacht seien, die Questoren zu bewachen, sondern um das Volk vor den Questoren zu schützen. So werden der Questor von Vestrial, der Questor von Errendis und der Questor von Rashmon in Ketten gehalten und von je vier Wachen begleitet, wohin sie auch immer gehen.
Nach diesen Neuigkeiten und dem Auftauchen der drei ursprünglichen Namen der Passions Vestrial, Dis und Raggog wurde uns klar, wie abgeschieden dieser Talkessel in Wirklichkeit lag. Ergor konnte uns auch etwas über unsere Angreifer erzählen. Sie werden die Greifer genannt, sehr unbeliebt, doch konnte sich ihnen niemand in den Weg stellen. Ihren Namen tragen sie, weil sie regelmäßig ins Dorf kommen und die Kinder mit sich nehmen, diese tauchten auch nie wieder auf. Mit dem guten Gefühl Barsaive von ein paar Tyrannen befreit zu haben erzählten wir Ergor, dass wir sie besiegt und getötet hatten. Anstatt erfreut zu seien, war er aber der festen Überzeugung sie würden wiederkommen, dass täten sie immer und der Zwischenfall mit uns habe sie bestimmt wütend gemacht. Wir beachteten diesen absurden Gedanken nicht weiter und machten uns zusammen mit unserem neuen Bekannten auf den Weg ins Dorf. Man kann sich unser Erstaunen vorstellen, als wir feststellen mussten, dass die Leichen der Greifer von der zurückgelassenen Stelle entfernt worden waren und wir trotz längerer Suche keine Überreste finden konnten.
Im Dorf angekommen bildeten sich kleine Menschenaufläufe um uns zu bestaunen. Besonders T’sraktung stand im Blickpunkt der Öffentlichkeit, da er für die meisten der erste Tskrang war, den sie im Leben gesehen hatten. Wir wurden zum Haus des Dorfältesten gebracht, einem alten Zwerg mit dem Namen Röm. Er war im Dorf der einzige seiner Rasse, was unser Misstrauen ins Unermessliche steigerte. Nach kurzer Zeit verließen die Bediensteten den Raum und wir fingen an gerade heraus zu sprechen.
Röm erzählte uns von den Greifern, und dass sie in den Lebenskreislaufs des Tals gewoben sind. Sie kommen in gewissen Abständen ins Dorf und nehmen alle Kinder mit, die Adepten werden können. Was genau mit ihnen geschieht kann er uns nicht sagen. Vestrivan ist der Herr des Tals, er hat die Zitadelle des Schutzes erschaffen, in dem sich der Talkessel befindet. Daher vermutlich auch die drei Passions, die hier noch nicht oder nur zeitweise ihre dunkle Seite zeigen und daher die Wächter benötigen. Röm selbst war früher einmal Kriegeradept, er wurde von den Dämon Nemesis markiert und sein Adeptenmuster zerstört, nur hier unter dem Schutz von Vestrivan fand er Schutz vor Nemesis, als Leibeigener eines dämonenbesessenen Drachens. In meinen Augen wäre der Tod die bessere Alternative gewesen.
Um zu Vestrivan zu gelangen gibt es für uns nur eine Möglichkeit, es gibt drei kristallene Schlüssel. Zufälliger Weise hatten wir ja schon einen davon. Man braucht alle drei Schlüssel um sich das Recht zu erwerben Vestrivan zu treffen. Was seine dämonische Hälfte mit allen Mitteln zu verhindern sucht. Wir haben also keine andere Wahl, als uns die anderen beiden Schlüssel zu besorgen. Röm verrät uns, dass der zweite Schlüssel in einem anderen Geburtsstein der Obsidianer ist, nordöstlich vom Dorf eine halbe Tagesreise entfernt. Der Stein ist verschlossen und wird von einem Dämon belagert. Dieser Dämon ist kein direkter Verbündeter von Vestrivan, wird aber wohl von ihm geduldet. Den dritten Schlüssel hat vermutlich der Questor von Vestrial, oder er hat zumindest eine Idee, wo er sich befindet. Aber eins nach dem anderen. An diesem Abend wird zu unseren Ehren ein großes Fest gefeiert. Wir Essen und Trinken gut und T’sraktung verbringt die halbe Nacht damit, zusammen mit dem Questor von Vestrial, Instrumente zu spielen und zu singen. In der Nacht hörten wir furchtbare Schreie der schlafenden Bewohner überall aus dem Dorf. Soviel zu der dunklen Seite in der Zitadelle des Vestrivan.
Alle von uns sind entschlossen diesen schaurigen Ort so schnell wie möglich zu verlassen und unseren Auftrag zu erfüllen. Nach einer kurzen Audienz beim Rashmon Questor am Morgen, eine Höflichkeitsgeste, machten wir uns auf den Weg zum Heimstein der Obsidianer. Auf in einen Kampf mit einem unbekannten Dämon und unserem nächsten Schritt zum Treffen mit Vestrivan…..

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Die Entstehung einer Legende

Hallo, wer immer dies auch lesen mag, sei gegrüßt.

Mein Name ist Vaddar, ich bin ein Mitglied der Stumklingen.
Ich will euch von unserer Geschichte berichten.
Nun da wir uns in ein weiteres großes Abenteuer stürzen und ich die Möglichkeiten aus einem theranischen Behemoth zu entkommen nicht als besonders hoch einschätze.
Es gibt Dinge die getan werden müssen, deswegen sind wir die Sturmklingen.

Die Stumklingen:

T´sraktung Jik no Ke´vontra, ein T´skrang Schwertmeister,
unser ehrenwerter Anführer,

Ral vom Clan der Steinknacker, ein Troll, Krieger,

Tarlon vom Clan
der Eisengeier, auch ein Troll, der dem Weg des Luftpiraten folgt und

Ich Vaddar, ein Mensch, Elementarist.

Ich werde die Geschichten aus meinem Blickwinkel erzählen,
es kann sein, daß ich mich manchmal in der Kronologischen Abfolge etwas verzettele.
Ich bitte dies zu entschuldigen,
da ich dies kurz vor unserem Aufbruch in die Sklaverei zu
Papier bringen will.

Wie alles begann…

Vor einigen Jahren beschloss ich alleine, daran sieht man wie unerfahren ich damals noch war in die Welt zu ziehen. Ich Interessierte mich schon immer für das unbekannte und meine Ausbildung, bei Meister Fandrax, war abgeschlossen.
Ich kehrte also meinen Eltern, dem Dorf und meinen Verwandt den Rücken und wanderte in die Welt auf der suche nach Abenteuern.
Hätte ich damals gewusst was mir alles noch bevorstehen sollte hätte ich vielleicht nicht so genau suchen sollen.
Ich landete schließlich im Liai Dschungel, allein verloren und verlassen
wanderte ich durch den Dschungel.
Dort in der grünen Hölle führten mich die Passionen mit den zukünftigen Mitgliedern der Sturmklingen zusammen, Ral und T´sraktung. Als wir aufeinander trafen schlossen wir uns notgedrungen zusammen. Damals verstand ich was mein Lehrer mit dem Ausspruch meinte:

„Die erste Regel: Reise immer in einer Gruppe.“

Als wir durch den Dschungel streiften fanden wir eine Lichtung auf der ein Luftschiff ankerte. Wir machten uns bemerkbar froh einen Ausweg aus dem Dschungel gefunden zu haben.
Auf dem Schiff befanden sich noch einige andere Passagiere, Lady Serendol Mistress of the Plants, ihr Leibwächter Amphelius Keeneye, ein Bogenschütze, beide waren Blutelfen.
Abends während des Nachtlagers wurden wir plötzlich angegriffen. Von, ich glaube es waren alles Oger, genau weis ich es leider nicht mehr, es sind seitdem zu viele gestorben die uns auf unserem Weg aufhalten wollten.
Genau erinnere ich mich aber noch an diesen einen Oger, einen riesigen Fleischberg.
Ich versuchte ihn mit meinen Zaubern zu beschäftigen.

Damals war ich nur in den ersten Kreis meiner Disziplin eingeweiht, es war ein mühseliger Versuch.
Ral und T´sraktung bekämpften das Monster ebenfalls, jedoch immer wenn es anscheinend dem Tode nahe war erholte es sich plötzlich wieder.

Der Kampf gegen den Oger musste damals leider verloren gegeben werden da sich die Mannschaft des Luftschiffes zurückzog.

Es stellte sich heraus, das dieses Wesen ein Oger–Twin gewesen war, eine Ogerart die einen Bruder auf einer anderen Ebene haben und immer wenn einer in Gefahr kommt getötet zu werden übernimmt der Bruder den Platz des anderen.

Auf unserem weiteren Weg wurden wir von Luftpiraten angegriffen.
Ral identifizierte eines der uns verfolgenden Schiffe als die
„Queen of Sorrow“. Die Truppen die uns enterten waren jedoch keine Kristall Piraten sondern theranische Einheiten.

Nach einem verzweifelten Kampf stürzte unser Schiff ab.

Wir wurden getrennt, später erfuhr ich das T´sraktung und Ral gegen eine Jehutra bestehen mussten. Irgendwie habe ich etwas Mitleid mit den Überresten der Jehutra.

Wir trafen uns wieder, da ich glücklicherweise einen Zauber besaß durch den ich mich mit einigen Pflanzen unterhalten konnte.

Durch sie fanden wir schließlich einander wieder, gemeinsam schlugen wir uns durch den Dschungel.

Wir gelangten an eine Lichtung auf der wir ein weiteres Luftschiff ankern sahen. Als wir den Namen „Queen of Sorrow“ erkennen konnten dachten wir schon wir währen den Theranern in die Arme gelaufen. Als wir dann allerdings Trolle sahen die sich mit dem Schiff beschäftigten trat Ral vor und begrüßte sie.

Alles war gut.

Die Trolle flogen uns nach Kratas, wie Lady Serendol sie dazu Überredete ist mir noch heute ein Rätsel.

Wir verbrachten einige Zeit in Kratas und verbesserten unsere Fähigkeiten. Lady Serendol heuerte uns als Geleitschutz für die Reise zum Blutwald an.

Auf dem Weg zum Blutwald gelangten wir in die Berge. Dort trafen wir auf ein Komisch anzuschauendes Tier. Es sah aus wie ein Bär mit Hörnern, wir nannten es „Hornbär“.
Später fanden wir heraus das es sich um ein Britan gehandelt hatte. Es kam zu einem kurzen und heftigem Kampf und wir konnten unseren Weg fortsetzen.

Ähnlich verfuhren wir an der Furt als uns ein Fährmann ausplündern wollte und uns beim Übersetzen seine Seeschlange oder was es auch immer war auf den Hals hetzte.

Es ging so schnell wieder unter.

Als wir unseren Weg in Richtung Blutwald weiter fortsetzten trafen wir auf einen Obsidianer. Er stellte sich als Cosmatek vor ein Waffenschmied auf der suche nach Erzen und Mineralien für sein Schwert.

Er schloss sich unserer kleinen Gruppe an, mit dem Einverständnis von Lady Serendol und Amphelius.

Nachdem wir alle gemeinsam noch einige Zeit weiter Wanderten, kamen wir an ein Dorf, Salta.

Wir hofften auf eine einigermaßen freundliche Begrüßung.
Es wurden jedoch Pfeile nach uns geschossen.
Sehr freundlich, auf unsere Fragen was dies solle wurde uns mit einem weiteren Pfeilhagel und den Worten geantwortet, wir hätten einige Kinder des Dorfes entführt und getötet.
Ich verneinte dies energisch, da wir das erstemal in dieser Gegend waren.
Wir bekamen die Erlaubnis in der Nähe von Salta zu nächtigen.

Mitten in der Nacht wurde versucht uns zu Überfallen. Die Wesen die uns angriffen sahen aus wie lebendiger Fels, ähnlich wie Cosmatek.

Es waren anscheinend Obsidianer.

Aber sie waren schrecklich verändert, ihre Hände und Finger waren wie Klauen geformt und ihre Augen glosten in einer ungesunden Farbe.
Sieben oder acht griffen uns gleichzeitig an.
Ich musste leider auf meine Zauber verzichten, da ich damals nur den Zauber Erdpfeil als Kampfzauber beherrschte und dieser in seinem Webvorgang zu langsam war. Ich zückte mein Schwert und während die anderen mit der Hauptmacht der Obsidianer rangen, hatte ich mich sehr zu meinem Glück mit nur einem zu beschäftigen, der unter meinen ungeübten hieben mit dem Schwert fiel.

Am Morgen nach dem Kampf war die Freude der Dorfbewohner groß,
sie luden uns nach Salta ein und es wurde gefeiert.

T´sraktung verwandelte sich in Casanova und machte Lady Serendol den Hof, Amphelius beobachtet das ganze etwas ungehalten, konnte aber nichts machen. Ral und ich feierten und Tranken.
Irgendwann war ich betrunken und jemand brachte mich in eine Kammer.

Am nächsten Morgen als wir alle, bis auf T´sraktung und Lady Serendol, beim Frühstück zusammen saßen, Amphelius war nicht erbaut, da bat uns der Dorfälteste, ein Ork Diebesadept, die Sache mit den Obsidianern zu erkunden und das Problem zu bereinigen.

Der Heimstein

Gegen Mittag machten wir uns mit Kosmatek auf den Weg, die Blutelfen blieben im Dorf. In unserer Begleitung befand sich ein Dorfbewohner Namens Kyril der ebenso Weg des Diebes beschritt,
wie der Dorfälteste und dessen Schüler war.
Er solle uns in die Gegend des Heimsteines der Obsidianer führen.
Der Marsch war anstrengend, anfangs sogar leicht ansteigend.
In einer Schlucht Kämpften wir gegen Bog Gobs, widerliche Kreaturen aus lebendigem Matsch. Diese Biester hätten uns beinahe allen den Gar aus gemacht, sie klebten sich an einem fest und verbanden sich mit Ihren Artgenossen bis man unter der schieren Masse der Gobs in die Knie gehen mußte.
Wir wurden glücklicherweise von einigen Sturmwölfen gerettet.

Als wir in das Gebiet des Heimsteines kamen merken wir es sofort, das ganze Gelände strahlte eine spürbar ungesunde Aura, nach Verfall, Fäulnis und Verwesung, aus.
Ähnliches, nur stärker, fühlte ich später noch im Blutwald in der Nähe des Herzens.
Wir durchstreiften das verwüstete Gebiet und fanden im Zentrum den Heimstein.
Ein beeindruckender Felsen, riesig in seinen Ausmaßen. Zu ihm Gewandt stand ein Altar oder Ritualstein, die genauere Bedeutung desselben blieb uns leider verborgen.
In den Felsen des Heimsteins war ein Loch getrieben worden, wir betraten ihn durch diesen offensichtlichen Eingang.

Innen war die Luft feucht und kalt.

Wir erreichten eine Zentrale Kammer und wurden angegriffen. Erstmalig kämpften wir gegen Kadavermenschen, eine Abart von Untoten welche von den Horrors geschaffen wurde.

Die erste und wichtigste Regel im Kampf gegen diese Untoten ist, immer einen nach dem anderen vernichten, sich niemals mit zwei oder drei gleichzeitig beschäftigen, alle Angriffe gegen einen richten bis dieser ausgeschaltet wird.

Diese Biester sind zäh und wenn man sie nur verletzt steigert sich die Geschwindigkeit ihrer Angriffe um ein vielfaches.

Beim weiteren vordringen entdeckten wir einige Zellen in denen einige Namensgeber zu Tode gehungert worden waren. In einer weiteren großen Halle wurden wir von einer Gargyle angegriffen.

Ich wurde schon bei Ihrem ersten Angriff getötet.

Ich bereitete mich darauf vor in die Feuersee eintauchen zu können und dem Tod meine Geschichte zu erzählen als ich an unsichtbaren Fäden zurück gerissen wurde.
Mein Geist fuhr wieder in meinen Körper und wurde dort angekettet.

Ich wurde untot.

Anfangs bemerkte nicht einmal ich die Veränderung meines Wesens.
Ich war glücklich wieder zu leben und zu hören das Ral die Gargyle mit einem mächtigen Schlag gespalten hatte füllte mein Herz mit Genugtuung.

Leider wusste ich nicht welchen Preis Ral zu zahlen hatte, damit ich diesen Anschein von Leben erhalten konnte.
Er lies sich von einem Horror zeichnen, um meinem Körper wieder Leben ein zu hauchen. Die Veränderungen bei uns beiden blieben unbemerkt von den anderen. Wir reinigten den Heimstein, aber der Horror entkam.
Bei seiner Flucht lies er die ganze Struktur und das Areal um den Heimstein von Erdbeben vernichten.
Wir machten uns an die Rückreise und kamen relativ schnell wieder nach Salta.

Aufbruch

Wir begleiteten Lady Serendol und Amphelius noch bis an den Schlangenfluß, sie begaben sich von dort in den Blutwald.

Wir buchten eine Passage auf einem T´skrang Handelsschiff in die nähe von Bartertown. Die reise verlief erfreulich ruhig, bis auf einen kleinen Zwischenfall in der nähe von Kaer Eidlon. Dort sahen wir wie ein junges Zwergenfäulein von einigen komischen Echsen, Saurals, angegriffen wurde.
Wir machten uns sofort an die Verteidigung der Holden.

Die Saurals hatten einige unschöne Kampftechniken sie spieen eine
Säure die sich durch dicksten Panzerstahl fressen konnte, unsere Ausrüstung wurde schlimm in Mitleidenschaft gezogen.

Wir retteten das Mädchen.

Bartertown und Throal

Die Stadt Bartertown war für einen Jungen vom Lande, wie mich sehr beeindruckend. Eine Unmenge an Namensgebern auf einem Flecken versammelt. Es war laut und die Gerüche und Geräusche schienen allumfassend.

Die Stadt scheint niemals in einen friedlichen Schlaf zu fallen.

Throal war unglaublich, die drei gigantischen Eingangsportale, die mit großer Kunstfertigkeit und Liebe hergestellten Innenhallen und die riesige Bibliothek.

Das ganze Kaer machte einem die wahre Größe und seine eigene Verletzlichkeit erst wieder bewusst. Generationen um Generationen hatten hier gelebt und gearbeitet, während der Plage und auch jetzt.
Die Namensgeber die auf der suche nach Lebensraum den Berg immer weiter aushöhlten und auf das Ende der Plage hofften.

In Bartertown und Throal stellt sich T´sraktungs formidablesVerhandlungs-geschick in Geldfragen heraus.
Beim verkaufen diverser erbeuteter Gegenstände schafft er es bei einem Corollis Questor einen Handel abzuschließen und diesen im nachhinein noch um vier Silbermünzen zusätzlich zu erleichtern.

Eine beeindruckende Vorstellung, die ich eigentlich niemals für möglich gehalten hätte, wäre ich nicht dabei gewesen.

Ein Questor Garlens bestätigte das ich untot war und sagte er könne leider nichts gegen diesen Zustand unternehmen, außer mich verbrennen.

Ich lehnte dankend ab.

In Throal erstand ich ein Astralsicht-Auge und habe es mir einsetzen lassen. Die Aussichten waren berauschend.

T´sraktung erzählte mir von seinem Wunsch selbst ein Corollis Questor zu werden.

Ich beschloss, da wir die Silbermünzen nach dem Abschluss des Geschäftes mit dem Questor geteilt hatten, ihm damit eine Freude zu machen.
Ich nahm meine beiden Münzen, mein restliches Geld und ging zu einem Goldschmied der die beiden Münzen für mich in Ohrringe einfaßte.
Ich denke T´sraktung hat sich sehr über die beiden Ohrringe, große Goldreifen mit der Münze, gefreut.

Es machte mich stolz als er sie sogleich anlegte und auch nicht mehr ablegte.

Die Grimm Legion

Bald im Anschluss an die Geschichte mit den Ohrringen wurden wir wieder von Geldknappheit geplagt. Ausbildung und Lebenshaltung ist in Städten wie Throal oder Bartertown nicht gerade billig und wir beschränkten uns da nur auf das Nötigste.

Da kam uns das Angebot eines Händlers Namens Caraboya gerade recht. Wir sollten für Ihn einen Brief nach Hanto bringen, seine Heimatstadt.

Er hatte zwar vorher schon eine andere Adepten Gruppe beauftragt, diese hatten sich aber anscheinend mit der Anzahlung abgesetzt.
Wir sollten nur einen Brief zu seinen Verwandten in Hanto bringen.

Leichte Aufgabe dachten wir.

Sie sollte einem von uns den Tod bringen.
Wir brachen Richtung Hanto auf.

Die reise verlief wie alle Reisen am Anfang ereignislos bis langweilig, warum konnte es nicht so bleiben. Kurz vor Hanto wurden wir überfallen. Wir schlugen den Angriff mit Leichtigkeit ab.
Es stellte sich heraus das die Angreifer die Reste der anderen Adepten-Gruppe gewesen waren. Sie berichteten uns von einer Bande die das Dorf übernommen hatte, der Grimm Legion.
Wir schlugen die Warnungen die sie uns gaben in den Wind und machten uns weiter auf den Weg nach Hanto.

Wir hatten in Throal noch einen Geisterbeschwörer Namens Xothar kennengelernt der uns begleitete.
Der Empfang in Hanto war überaus unfreundlich als wir dort ankamen. Es hieß das Dorf würde ein Dämonenbeflecktes Kind beherbergen, welches über ungewöhnliche Kräfte verfüge und Zauber wirken könne die außergewöhnlich währen.
Mit barschen, groben Worten wurden wir des Feldes verwiesen.

Wir beschlossen in sicherer Entfernung unser Lager zu errichten und uns auf die Lauer zu legen, wir wollten immer noch den Brief abgeben.
Xothar der Geisterbeschwörer kundschaftete das Dorf mit seinen Kreaturen aus. Er entschloss sich auch sich dummer weise in dem Dorf etwas genauer umzusehen. Hierbei wurde er erwischt und getötet.
Am nächsten Morgen entschieden wir uns, uns auch über die Lage im Dorf genauer zu erkundigen.
Wir überwältigten eine Patrouille, eine Ork Brennerin, Namens Sork Sorjinka und einer Tiermeisterin, eine alte Elfe, die Dalya Redroses hieß.
Wir fragten sie über die Mitglieder und die Zusammensetzung der Abteilung der Legion im Dorf aus.
Danach fesselten wir sie und machten uns daran einen Angriffsplan zu schmieden.

Die Mitglieder der Legion waren unteranderem noch:

Molta, eine Obsidianer Geistetbeschwöhrerin,

Kwamm, ein Ork, Schwertmeister,

Maloniel, eine Menschen Diebin,

Lo-arr Brand ein menschen Krieger,

Tarlon, ja Tarlon von den Sturmklingen damals noch bei der Grimm Legion

ein Ork Krieger Namens Gzoog Chainbreaker

und zwei Kadavermenschen.

Unser Angriff verlief in den Anfängen erfolgreich, die Überraschung war auf unserer Seite und die Gegner wurden überwältigt und ausgeschaltet.

Das Blatt wendete sich erst als Molta den Zauber Knochenbrecher gegen uns wirkte und wir daraufhin herbe Verluste erlitten.
Kyril versetzte ihr zwar noch einen derben Hieb und verwundete sie, aber der Knochenbrecher beendete sein treiben.
T´sraktung lieferte sich mit Kwamm, dem Schwertmeister der Legion ein großartiges Duell, aber leider wurde auch dieses vom Knochenbrecher beendet.
Ral, der die beiden Kadavermenschen meisterlich beschäftigte und auch einige andere Mitglieder der Legion, wurde ebenfalls niedergestreckt.
Ich sah noch wie einige andere Mitglieder der Legion auf der Eisfläche die ich geschaffen hatte herumrutschten und feuerte meine Kameraden an. Wurde dann jedoch auch überwältigt.
Nun hatten wir Gelegenheit herauszufinden was die Legion mit dem Turm den sie in der Mitte des Dorfes errichtet hatte bezweckte.

Es war ein Gefängnis.

Wir wurden alle in einen Raum geworfen in dem wir die Nacht verbrachten. Kyrill, erlag in der Nacht seinen Verletzungen, da wir ihn nicht richtig behandeln konnten.
Am nächsten Morgen wurden nacheinander abgeholt und zu Verhören gebracht.
Nachts kamen wir alle wieder zusammen in unsere Zelle.

Molta hatte sich offensichtlich für meine Befragung etwas ganz besonderes Ausgedacht, ich wurde geheilt, danach lies sie Tarlon mein neues Astralauge entfernen.

Mit einem Kurzschwert.

Ich glaube es war, jetzt wenn ich im nachhinein daran zurückdenke, eine Probe für Tarlon ob er in die Legion passte.
Glücklicherweise, für mich, bestand er die Probe, für sich selbst, nicht.

Da ich sonst heute nicht diese Zeilen schreiben könnte.

Als ich abends blutend, halb geblendet, zitternd und beschmutzt wieder in den Turm gebracht worden war, schlug er die Tür ein lud mich auf seine Schulter und lief mit mir den ganzen weg nach Throal zurück in die Freiheit. Als Erklärung sagte er nur, das Thystonius im mitteilte mich zu retten.

Danke Thystonius.

Ral und T´sraktung wurden von Molta später freigelassen und Cosmatek anvertraut der beide nach Throal geleiten sollte.
Kwamm der Schwertmeister behielt, um T´sraktung zu demütigen, die Ohrringe,

…….elender Bastard.

In Bartertown trafen wir uns alle wieder.
Reichte Ral sein Schwert „Cosmateks Purifier“, welches er von Cosmatek als Geschenk erhalten hatte nach dem Ral das Herz des befleckten Heimsteines mit dessen Klinge zerschmetterte, als Gabe des Vertrauens und der künftigen Freundschaft Tarlon.
Daraufhin wurde Rals späteres Namenschwert geschmiedet, und wir holten uns danach den Rest unserer ausstehenden Bezahlung.

Das Kaer im Kaer

Ich suchte im Zuge meiner Ausbildung noch nach Möglichkeiten meinen Horizont in der Kunst der Magie zu erweitern. Glücklicherweise fand ich einen Lehrer, Arontree, der gewillt war mir ein Talent der Zauberer zugänglich zu machen, das Fadenweben ihrer Disziplin.
Arontree war ein Elf, der in der Disziplin des Zauberers ausgebildet war. Ich hatte leider nicht genug Geld um seinen geforderten Preis zu zahlen.
Daraufhin meinte er, er wäre auch mit einer Dienstleistung zufrieden, nichts großes.
Er behauptete, eine Statue in Form eines Drachen wäre ihm abhanden gekommen und er sähe es gerne wenn wir uns um die Wiederbeschaffung bemühen würden. Meine Freunde und ich willigten ein.
Der Auftrag hörte sich einfach an, sollte es sicherlich auch sein, wurde in seiner Ausführung jedoch wesentlich komplexer als erwartet.
Der Dieb sollte sich in einer Schänke die „Der Schwarze Engel“ hieß aufhalten.

Wir beschlossen:

Hingehen, mit dem Dieb reden, Statue mitnehmen und die Sache als Erledigt abhaken.

Wir verabredeten uns an der Kneipe, da ich mit dem Lernpensum im Rückstand war und mich etwas verspätete kann ich nur den ungefähren Hergang schildern.
Die Probleme begannen schon bei dem Gasthaus.

Der Wirt, ein Ork, der den „Schwarzen Engel“ betrieb hatte ein allgemeines Verbot gegen Trolle in seiner Kneipe ausgesprochen.
Die Stadtwache muss Mittags zahlreich zum Essen da gewesen sein, da Ral und Tarlon keinen Streit vom Zaun gebrochen hatten.
Wie sie an die Information kamen das sich unser Gesuchter Mann öfters in dem Krämerladen an der Ecke Kunde war ist mir ein Rätsel.

Als ich zu Ihnen stieß betraten sie gerade den Laden, anscheinend hatte jemand die Tür aufgebrochen.

Vielleicht war der Dieb noch im Laden.

Im Krämerladen war von unserem Ziel nichts zusehen. Statt dessen
entdeckten wir im Keller entdeckte Ral eine Geheimtür.
Dahinter verbargen sich ein Raggog Schrein, ein Laboratorium und einige andere unerwartete Kleinigkeiten.
Ral brachte sein missfallen gegenüber den Anhängern dieses Kultes dadurch zum Ausdruck, das er die Statue der verrückten Passion in kleine und kleinste Stückchen zerschlug.

Bei einer weiteren Erkundung der geheimen Räumlichkeiten unter der Gastwirtschaft entdeckten wir Schlafräume.
In den Betten lagen noch die Laken derer die sich dort zur ruhe gebettet hatten, anscheinend zur letzten Ruhe. Die Räume trugen Kampfspuren und es war Blut vergossen worden, aber es waren keine Leichen zu entdecken.
Keinen Hinweis auf den Verbleib der Statue oder den Dieb.
In einem anderen Schlaftrakt entdeckt, ich glaube es war Ral, ein Loch im Fußboden. Es ging dort einige Meter tief hinunter und wir seilten uns ab. Wir gingen in einen Bereich von Throal den offensichtlich seit Jahrhunderten kein Namensgeber mehr betreten hatten. Anscheinend war der ganze Teil des Kaers durch einen Einsturz abgetrennt worden.

Was immer die Leute getötet hatte war anscheinend von dort gekommen.
Wir entdeckten einen Schrein von Upandal der vor langer Zeit aufgegeben worden war, aber einige Spuren Führten zu ihm.
Wir konnten uns darauf keinen Reim machen und folgten weiter den Spuren.
Wir hofften sie würden uns zu der Statue führen.
Innerhalb des Tempels entdeckten wir einen Spektraltänzer.
Aus rein taktischen Erwägungen zogen wir uns fürs erste zurück, vor dem Tänzer.
In der Schmiede des Tempels entdeckten wir ein Zwergenschwert.
Die feinste Arbeit an Schmiedehandwerk die ich bisher gesehen habe, in meinen Augen. Leider habe ich davon wenig Ahnung.

T´sraktung fand, sie wäre vorzüglich für seinen Schwanz geeignet, da sich die Klinge dort als zusätzliche Waffe wunderbar
einsetzen lassen würde.

Wie meistens hatte er recht.

Diese Waffe leistet uns und ihm in den folgenden Stunden und kommenden Jahren gute Dienste.
Die weitere Erkundung dieses Kaers im Kaer förderte plötzlich auch Unmengen an Kadaverzwergen und anderem untotem Gezücht wie Ghoule in Reichweite unserer Waffen und Zauber.
Wir kämpften wir die Berserker, wurden jedoch durch die schieren Massen der Toten zurückgeworfen.
Während des Kampfes gelang es uns glücklicherweise die Statue in die Finger zu bekommen.
Unser Rückzug erfolgte planmäßig.
Ich vereiste die Treppen und die anderen sorgten dafür das die Untoten die Eisfläche abwärts rutschten.
Nach unserem Ausstieg aus dem Kaer verständigten wir Tar Strongfist von den Wachen in Throal.
Als wir Ihn fanden hatten sich schon etliche Untote einen Weg nach Throal hinein gesucht. Sie waren durch die Bodenverkleidung des „Schwarzen Engels“ gebrochen und säten nun Tod und Verwüstung auf den Straßen.

Tar Strongfist kämpfte an unserer Seite und gemeinsam mit ihm gelang es uns einen Weg zum Krämerladen zu erzwingen.
Wir trieben die Untoten wieder in ihr dunkles Reich zurück und brachten ihnen den endgültigen Frieden.
Ral, Tarlon und T´sraktung zerschmetterten mit mächtigen Hieben den letzen Widerstand den diese lebenden Leichen uns entgegensetzten.
Ich unterstützte sie nach besten Kräften, spann die Fäden meiner Zauber ohne unterlass, ließ die Klingen entlammen, zerfetzte totes Fleisch und morsche Knochen mit meinen Eisbolzen.
So gelangten wir in einen Hauptraum aus dem einige Gänge abzweigten. In der Mitte des Raumes war ein Sarg aus Marmor aufgestellt. Aus diesem wogte wie ein Vorbote nahen Untergangs eine Dunkelheit schwärzer, bösartiger und dunkler als alles was ich bisher gesehen hatte.
Aber selbst die Dunkelheit verlor ihren Mut als Tarlon sie mit einem Kriegsschrei niederbrüllte und weiterhin ohne innezuhalten Schädel spaltete und Vernichtung brachte.
Unter Rals Füßen wurden ganze Horden zu blutigem Brei zermalmt und sein Namensschwert hielt reiche Ernte.
Anscheinend hatten wir die Treibende Kraft hinter den ganzen Untoten gefunden denn diese Wolke der Boshaftigkeit manifestierte sich nun zu einem Fleisch gewordenen Alptraum.
Es attackierte T´sraktung und dieser beendete dessen Existenz.

Die Untersuchung des Tempels und des Spektraltänzes bereitete dem Geisterbeschwörer der die Wachen begleitete in solches Unbehagen, das er sich zurückzog.

Irgendwie wollte er sich nicht mit diesem anlegen.
Keine Ahnung wieso.
Der Tänzer dauerte Ral, in seiner angeborenen Gutherzigkeit beschloß er den Tänzer zu erlösen.

Wie befreit man einen verfluchten Tänzer ??

Genau, man tanzt mit ihm und genau das tat Ral, – nicht zur Nachahmung empfohlen.

Die Bewegung und die Grazie mit der Ral sich bewegte waren unbeschreiblich, er muß teilweise durch seine Kriegsmagie unterstützt worden sein. Der Tanz an sich war nichts anderes als eine Schlacht gegen den Horror der diese arme Kreatur zu dem gemacht hatte was sie nun war.
Wir alle unterstützten Ral tatkräftig dabei, T´srak spielte Dudelsack, Tarlon klatschte, und ich nahm eine Geisterbeschwörer Grimoire die wir dort gefunden hatten, lauter Schädel, und trommelte im Takt zu den Rhythmen meiner Freunde.

Plötzlich veränderten sich die Bewegungen des Tänzers sie wurden langsamer, hatte er sich vorher von Umdrehung zu Umdrehung die Geschwindigkeit und das Tempo des Tanzes erhöht kamen sie nun nach einiger Zeit Gänzlich zum erliegen.

Der Ausdruck der Dankbarkeit und des Friedens auf seinem Gesicht lies die ganze Anstrengung, ihn zu befreien, unbedeutend erscheinen.

Wir hatten seine Seele dem Horror entrissen.

Icewing

Die folgenden Tage vergingen wie im Flug, ich ging zu Arontree und er unterwies mich in seiner Kunst.
Meine Freunde fanden Zwischenzeitlich heraus, das die Statue wohl Icewing gehört, und beschlossen diese nicht Arontree sondern dem rechtmäßigen Besitzer auszuhändigen. Das Gesicht von Arontree werde ich nie vergessen, als er in die Schänke in der wir wohnten kam und T´sraktung ihm eröffnete, er könne sich die Statue bei ihrem wahren Eigentümer abholen.

Da er uns auch nicht mit allen Informationen versorgt hatte hielt er Rückzug wohl für die beste alle Möglichkeiten.

Das Lachen das T´sraktung, Ral und Tarlon anstimmten muß ihm noch lange in den Ohren geklungen haben. Die Vorbereitungen um Icewing seine Statue zu übergeben erwiesen sich als sehr kostspielig.
Man darf dem Großdrachen nur in ausgesuchter Kleidung und wohlriechend gegenübertreten.

Die Leute die wissen was er mag lassen sich dieses Wissen teuer bezahlen, elende Beutelschneider.

Die Audienz bei Icewing war ein Anlass der sich unauslöschlich in
mein Gedächtnis eingebrannt hat, wohl auch wegen der besonderen Begleitumstände.

Wir machten uns mit einem Luftschiff auf zu Icewings Hort, als wir ankamen wurden wir von der schieren Masse der Gegenstände und Schätze, der gewaltigen, den Bedürfnissen eines Drachen angepassten, Höhle und den überwältigenden anderen Eindrücken schier erschlagen.

All dies verblasste zu einem unbedeutenden Schatten, als wir in Icewings Audienzräumen geleitet wurden.

Ich kam mir klein und wehrlos vor.
Seine Fänge erschienen mir lang wie Schwerter, seine Klauen, hart wie Diamant, waren wie Axtblätter und seine Schuppen bildeten einen undurchdringlichen Wall der über alle Waffen nur lachen konnte.
Ich bekam kaum mit was die anderen mit ihm besprachen, so beeindruckt war ich.

Das nächste was ich wieder bewusst wahrnahm war ein erzürntes Aufbrüllen von Icewing.

Niemand dürfe seinen Hort schänden.
Mein erster und einziger Gedanke war:

„Jetzt ist es aus“.

Glücklicherweise war es „nur“ ein Harbringer der Passion Raggog,
der Ral Respekt und Achtung, vor Raggog und seinen Schreinen, lehren sollte.

Als ob wir jemals eine verrückte Passion verehren würden.

Er eröffnete die Feindseligkeiten mit den Worten:

„ Ral, Zieh dein Schwert und verteidige Dich oder stirb wie Schlachtvieh.“

Bevor es zu Kampfhandlungen in seinem Hort kommen konnte entzündete Icewing den Harbringer mit seinem Flammenodem, ich habe nie eine Flamme gesehen die heißer brannte als ein Drachenfeuer.

Der Harbringer wankte trotz allem brennend weiter auf uns zu wurde aber schließlich von Icewings Klaue zermalmt.

Die Audienz war kurze Zeit später beendet.

Die Beißer

Nach dem Gespräch mit Icewing machten wir uns auf sein anraten in die Richtung des Lake Vor auf.
Dort sollten wir eine Lösung für Rals Problem finden.
Wir alle waren guter Hoffnung.
Bei unserem Aufbruch schien die Sonne und das Wetter war für die Jahreszeit mild.
Es schien als leuchteten uns die Passionen und Jaspree persönlich bereitete uns den Weg.

Alles war bestens.

Bis zu dem Zeitpunkt als wir beschlossen auf einer Lichtung unser Lager aufzuschlagen. Ich weis nicht mehr wer von uns Wache gehalten hat, nur das ich geweckt wurde und das fallen von Bäumen hörte.
Ich konnte gerade noch meinen Luftthron herbeirufen und mich setzen.

Da waren sie auch schon da, Raggog´s Rache, dachte ich.

Widerliche kleine Biester diese Gehnis, die über die hälfte aus Maul und Zähnen zu bestehen scheinen, bahnten sich ihren weg durch das Waldstück in dem wir lagerten.
Sie fraßen alles was ihnen vor ihren Schlund kam, einschließlich ihrer Artgenossen.
Sie fielen über uns her, ich konnte mich gerade noch in eine sichere Höhe mit meinem Thron begeben.
Dann waren sie heran, die ersten Wellen zersplitterte an den drei Felsen
T´sraktung, Ral und Tarlon, mit jedem Streich ihrer Klingen fielen die Gegner zu Dutzenden. Schließlich jedoch es kam wie es seit undenklichen Zeiten immer war, steter Tropfen höhlt den Stein.
Der erste fiel.
Ich glaube es war Tarlon, der eingekreist von einer Horde dieser Biester, durch das bloße Gewicht und die Masse der Monster die sich in ihn verbissen hatten in die Knie gezwungen wurde.

Sogleich stellten sich T´sraktung und Ral an seine Seite und schützten ihn mit ihren eigenen Körpern.
Wegen dieses unglücklichen Kampfverlaufes sah ich mich gezwungen mit meinem Thron in die Reichweite dieser Bestien zu fliegen. Einige hatte ich zwar auch mit meinen Zaubern beseitigen können aber lange nicht so effektiv wie meine Kameraden.

Um Ral und T´sraktung etwas Zeit zu erkaufen und die Ghenis abzulenken bot ich ihnen ein Ziel. Sofort fielen sie zu Dutzenden über mich her. Ich beendete mein Untotes dasein.

Die Feuersee

Ich erwachte auf meinem Thron.
Als ich mich umsah war alles blutigrot und als ich meine Augen endlich gänzlich geöffnet hatte sah ich die Bescherung. Ich schwebte mitten über der Feuersee, in der Heimat des Todes.
Das Letzte woran ich mich erinnerte waren Mäuler.
Ich bemerkte, das mein Thron schnell absank und entdeckte eine Insel in der See. Ich wusste instinktiv wenn ich die Insel erreichte würde ich leben. Natürlich habe ich es geschafft, aber es war ein knappes rennen, ich hing buchstäblich mit dem Hintern in der Lava als ich das rettende Ufer erreichte. Etwas das ich nicht wiederholen möchte.
Ich verlor erneut das Bewusstsein.

Als ich wieder erwachte schaute ich in die Gesichter meiner Freude.
Man hatte mich mit einer Wiederbelebungssalbe zurückgeholt.
Wieweit stellte ich erst später fest. Garlen muss mir wohlgewogen
gewesen sein, denn ich lebte wieder und zwar komplett.
Der Horror der mit Ral, um mein Leben gefeilscht hatte, hielt seinen teil der Abmachung nicht mehr ein.
Man konnte ihn jetzt, vielleicht, Vernichten ohne mich damit zu töten. Anscheinend hielt er meinen Körper in dem Zustand in dem ich gestorben war und für meinen Körper verging keine Zeit, weswegen die Salbe ihre Wirkung entfalten konnte und mir ein zweites, richtiges Leben Schenkte.
Welche gütige Passion da auf mich herab schaute weis ich nicht. Deswegen danke ich allen.
Die Vors

Wir waren zerschlagen und geschunden als wir am Lake vor ankamen,
von weitem sahen wir die Stadtmauern. Groß und trotzig ragten sie in den Himmel. Sie wirkten kalt und abweisend. Als wir uns näherten wurden wir von mürrischen Wachen begrüßt.
Wir wurden auf Herz und Nieren geprüft um festzustellen ob einer von uns von einem Horror besessen wäre.
Wir alle, auch Ral, bestanden die Proben in Kunstfertigkeit.
Anscheinend war er nicht besessen. Ich habe mich seitdem etwas mit Horrors und ihren Konstrukten beschäftigt und denke, der Horror hat mit seinen Kräften eine Art Illusion erzeugt die alle Betrachter des Werkes von Ral vorgaukelte ein normales Kunstwerk zu sehen.
Geschickte Biester diese Horrors.
Wir verbrachten einige Zeit in Vor und versuchten Erkundigungen über das Kaer zu erlangen.
Niemand war besonders Gesprächig und wir blieben die meiste Zeit für uns. Ral, T´sraktung und Tarlon suchten währenddessen noch einige Persönlichkeiten auf, es ging unteranderem um das Schmieden von Schwertern.
Sa-Sar aus dem Hause Susan konnte ihnen mit seiner Schmiedekunst dienlich sein.
Tarlon hielt irgendwann eine Klinge die schreckliche Zacken in der Schneide hatte, um größere Wunden zu reißen, wie er erklärte in Händen.
Auch Ral lies sein späteres Namenschwert hier noch weiter verbessern.
Ich besuchte den Elementaristen der uns auch am Eingang der Stadt untersucht hatte, Talin aus dem Hause Augar.

Ich erfuhr einiges neues.

T´sraktung und ein Ortsansässiger
Schwertmeister, Hi Long aus dem Hause Yil, pflegten ihre Animosität weiter.

Diese hatte am Eingang zur Stadt begonnen, als sich einer nicht vor dem Ego des anderen beugen wollte.

Schwertmeister halt.

T´sraktung und Hi Long hatten sich beide auf ein Duell miteinander eingelassen, wegen einer Sache die mir damals nichtig erschien.
Ich bemerkte meinen Mangel an Einsicht erst als es leider zuspät war.
Sie kämpften. T´sraktung gewann die Oberhand gegen den in den einige Kreise über ihm stehenden Hi Long. Mir wurde langweilig und ich klebte Hi Long mit einem Zauber am Boden Fest.

Damit war die Sache für mich erledigt.

Den Wutausbruch den T´sraktung damals hatte kann und möchte ich hier nicht näher beschreiben. Ich habe in seither niemals wieder so erlebt.
Nun, seitdem weis ich worum es bei Schwertmeister – Duellen geht.
Nicht unbedingt den Gegner zu töten oder zu verletzen, sondern „nur“ die Bestätigung zu erbringen wer der bessere ist.
Ich nahm T´sraktung mit meinem Eingreifen die Möglichkeit dies Hi Long und alle anderen zu beweisen.
Ich sah damals nur die Möglichkeit einen, in meinen Augen, überflüssigen Kampf zum Ende zu bringen ohne das jemand verletzt wurde, außer vielleicht etwas Stolz.

Ich kann mich nur nochmals für mein Fehlverhalten und die Unwissenheit damals entschuldigen.

Das Kaer der Vors

Das Kaer der Vors einst gedacht als Schutz vor den Überfällen der Horrors hatte während der Plage ein bitteres Los zu ertragen.
Die äußeren Schutzwälle hielten den Angreifenden Horrors zwar stand aber einer der Ihren ein Magier, Kaih Lia, von großer Macht wurde von dem Horror, Tendris´ al, gezeichnet und öffnete die Haupttore des Kaers.
Mit einem blutigen Gemetzel fielen die Horrors über die ahnungslosen Bewohner her. Die letzten Überlebenden Vors mussten sich tief in ihrem Kaer verbergen um zu überleben.
Die Kämpfe und das Leid aus diesen Tagen belasten die Vors noch dieser Tage. Die meisten von Ihnen sind deswegen sehr schroff und barsch in ihrer Art. Geprägt durch ein Leben in, beziehungsweise durch die Erinnerung an die Gefahr. Da die Horrors oft in Verkleidung eines Freundes oder Geliebten versuchten sich Zugang in die abgeschotteten Bereiche des Kaers zu erschleichen, wurden die Vors schließlich allem und jedem gegenüber misstrauisch.

Nur die Familie genoss ein gewisses Vertrauen, daraus entstanden die Häuser der Vors. Das hat sich bis heute gehalten, ein Vor zum Freund das betrachte ich als eine große Leistung.

Das Kaer war, wenn der Vergleich gestattet ist von seinem Aufbau ein ganz normales schlichtes Kaer, wie aus den Büchern. Es gab Wohn- und Gemeinschaftsbereiche, Flächen für Ackerbau und Viehzucht, Schreine für die Passionen und gesonderte Bereiche zur Ausbildung und Unterweisung.

Die vorderen Sektionen des Kaers waren den Dämonen anheim gefallen und trugen die Zeichen ihrer pervertierenden Präsenz.

Der Bereich der den Bewohnern des Kaers noch als Lebensraum gelassen worden war wurde durch eine riesige steil abfallende Klippe markiert, an deren Fuß sich die Überlebenden Vors verschanzt hatten.
Unsere Erkundung des Kaers führte uns schließlich nach einigen harten Kämpfen mit Kadavermenschen und Shriekern, Fledermäuse die einen lauten schrei ausstoßen, zu dieser Klippe.

Als wir über den Rand der Klippen blickten, konnten wir uns ungefähr ein Bild von dem machen was die Vors damals gefühlt haben.
Die Bogenschützen am Fuß der Klippe die Ihre Geliebten, Freunde und Verwandte sich in Monstrositäten verwandelt, oder als Kadavermenschen wiederbelebt die Klippen hinabstürzen und diese durch ihre Pfeile erneut sterben sahen, haben sicherlich unvorstellbares Leid erfahren.

Wahrscheinlich zur großen Freude der Horrors.

Bei der Erforschung des hinteren Teils des Kaers kamen wir in eine Halle die in ihrer Mitte ein Wasserbecken beherbergte.
Die Bedeutung welche die Begegnung mit dem Elementar das im Wasser des Brunnens festsaß haben sollte, wurde mir erst später richtig klar. Das Elementar war von den Elementaristen der Vors beschworen worden um den Trinkwasserhaushalt zu regulieren und das Kaer zu bewachen.
Durch einen bösen Streich des Schicksals wurde es als es seine Aufgabe beendet hatte und die Vors das Kaer aufgaben, nicht in seine Heimatebene entlassen sondern im Brunnen vergessen.

Nachdem ich mich mit der Sprache des Wassers vertraut gemacht hatte gelang eine Übereinkunft. Undine, ich beschloss damals das Elementar Undine zu nennen, erlaubte uns, nachdem ich ihr glaubhaft unsere lauteren Beweggründe versichert hatte, das Kaer weiter zu erkunden.

Ich versprach Ihr, das wir nach einer Möglichkeit Ausschau halten würden ihr einen Zugang zur Elementarebene des Wassers zu verschaffen.

Wir fanden einen Geheimraum. Dieser war mit einer hundsgemeinen Falle ausgestattet. Wir dachten wir hätten die Öffnungsmechanismen richtig gedeutet. Dem war aber nicht so.
Ich betrat den Raum und Traute meinen Augen kaum – Grimoiren aus allen Zauberrichtungen waren in diesem Raum aufgebahrt.
Ich Griff nach der, die Elementarzauber enthielt und merkte, das etwas nicht stimmte.

Kurz überlegte ich noch ob ich noch nach einer der anderen Grimoiren greifen sollte, sprang dann aber schnell aus dem Raum wobei ich das Buch, welche ich in meinen Händen hielt, mit meinem Körper beschirmte. Ich hatte beinahe die Tür in den Vorraum erreicht als das Gesicht eines Drachen erschien und es in dem Geheimraum eine Explosion von solcher Wucht gab, das ich dachte das Kaer stürze ein.
Mein Körper wurde von den Flammen des Zaubers eingehüllt und angebrannt. Ich wand mich in einer Agonie der Schmerzen, Drachenodem, schoss es mir durch den Kopf.

Wie löscht man Drachenodem ??

Ich schleuderte das Grimoire von mir um es nicht zu beschädigen und stürzte mich in das Becken in dem Undine lebte. Die flammen ließen sich durch Wasser nicht löschen. Ich musste meine ganze Willenskraft aufwenden um den Zauber zu brechen.

Das war eine wirklich fiese Falle.

Nach einer kurzen Rast, in der ich mich erholte, entdeckten wir eine Vorrichtung die den Wasserfluss innerhalb des Kaers regelte.

Ein Ausgang für Undine.

Wir errichteten eine behelfsmäßige Überbrückung und ermöglichten Undine den Übertritt in Ihre Ebene.
Sie versprach mir bei Gelegenheit einen Gefallen zu erweisen.

Weitere markante Punkte die wir in dem Kaer auftaten war ein Schrein von Chorollis der Passion des Handels.
In seinem Schrein fand T´sraktung ein Schwert. Es war wohl eine besondere Waffe.
In den weiteren Räumlichkeiten, des Schreins, fanden wir ein Loch in der Wand. Es sah aus wie hineingefressen.

Invae, die erste.

Bei der Erkundung des Ganges kamen wir in eine etwas größere Höhle,
Tarlon und T´sraktung näherten sich von einem anderen Gang den sie entdeckt hatten.

Wir beobachteten dort zwei Wesen in schwarzen Roben die einen Ork der auf etwas gefesselt war das an einen Altar oder Schlachtertisch erinnerte. Anscheinend wurde er von ihnen mit einem Blutmagieritual bearbeitet.

Die Entscheidung ihm Helfen zu wollen fiel innerhalb eines Lidschlages. Ral hob seine Klinge und ein Schlag, der geringere Lebewesen einfach so niedergestreckt hätte, fuhr auf die eine Robengestalt herab, und sollte diese in zwei Teile hauen.

Zu Rals und unser aller Verblüffung geschah nichts.
Kein Stöhnen, kein wanken oder straucheln. Die Gestalten drehten sich einfach nur um. Das was da von der Kutte verborgen worden war hatte nichts von einem Namensgeber an sich.
Es sah aus wie ein überdimensionierter Grashüpfer der schlechte Laune hat.

Es entbrannte nun sogleich ein harter und gnadenloser Kampf.
Diese Biester waren schnell. Schneller sogar noch als Ral, der mit seinen Kriegskünsten schon einer der schnellsten Kämpfer war die ich kannte.
Ich zog mich wieder mit meinem Thron in vermeintlich sichere Höhen zurück, da fingen diese Dinger plötzlich an in die Luft zu springen und nach mir zu schlagen.

Ich wurde aus meinem Thron geworfen und landete unsanft auf dem Boden.

Danach überstürzten sich die Ereignisse und der Kampf wurde verbissen und mit brutaler Härte geführt. Die Insekten wurden geschlagen, das Blatt wendete sich zu unseren Gunsten. Aber das Kampfesglück war launisch. Wir wurden zum Rückzug gezwungen als ein Zauberkundiger der Insektenwesen auftauchte. Ausgerechnet ein Illusionist.

Da lernte ich Illusionisten nicht zu mögen, falsches Pack.
Arbeiten nur mit Täuschung und Heimtücke.

Eine weitere heimtückische Waffe dieser Insekten lernten wir auch noch kennen. Durch ihren Biss injizieren sie ein Gift welches den Gegner Lähmen soll. Das Gift ist sehr wirkungsvoll.
Ich schnappte mir noch ein Buch, welches auf dem Opfertisch lag und bereitete mich auf ein hartes Rückzugsgefecht vor.

Der Illusionist nahm meinen Freunden mit einem Zauber den Atem und hätte uns fast alle kläglich erstickt. Nur die Konstitution von Trollen und die Lunge eins T´skrang konnte einen diese Tortur wohl überleben lassen. Oder man hatte Glück und einen schnellen Thron.

Ich zog den Ohnmächtigen Ork, der während der Kämpfe von Tarlon befreit worden war, hinter mir her. Wir flüchteten alle gemeinsam in die Vorhalle des Kaers. Ein weiterer Rückzug war durch eine geschickt angebrachte Falle in unserem Zustand damals nicht möglich.

Die Wesen denen wir in dem Kaer begegneten waren Invae eine Art Insektoide Horrors. Soweit ich mich Erkundigen konnte wird berichtet, das sie vor der Plage auftauchten. Wenn ich mich recht erinnere tarnten sie sich anfangs als Questoren von Corollis.

Als der Schwindel aufflog kam es damals zu den sogenannten Invae Verbrennungen.
Diese Dinger sind Meister der Tarnung und Täuschung. in dem Buch, das ich von dem Altar entwendet hatte wurden einige ihrer grausamen Rituale erläutert.

So können sie zum Beispiel Faden – Gegenstände erschaffen die einige Eigenschaften der Personen für die sie bestimmt sind verbessern. Ein Krieger trifft besser, ein Zauberkundiger webt seine Fäden einfacher, ecetera. Wenn man jedoch das volle Potential des Gegenstandes ausnutzt und sich bis an das Maximum der Fadenränge daran webt, wird man in einen Invae verwandelt.

Auge in Auge mit dem Horror

Als wir in einem sicheren Bereich Kaers waren, stellten wir fest,
das wir einen Angehörigen der Grimm Legion gerettet hatten, einen Scout, Akim Yanal.
Den Rest der Legion fanden wir auch bald. Sie wurden angeführt von, genau, Molta meine spezielle Freundin.

Das wiedersehen war frostig.

Zwischen T´sraktung und Kwamm war die Luft noch deutlich kühler.
Ich überzeugte Molta, das ich inzwischen frei von dem Einfluss des Horrors sei und forderte meinen Stab zurück. Zu meiner großen Überraschung überließ sie ihn mit auch. Wissen die Passionen warum.
Wir beschlossen unsere Zwistigkeiten angesichts der Invae und des Horrors erst einmal zu Ignorieren und erst nach dem Kampf wieder darauf zurückzukommen.

Wir fassten den Plan uns zu Teilen, Molta und die Legion gegen die Invae und wir gegen den Horror.

Wir betraten das Kaer und machten uns auf die Suche nach dem Horror, die Legion bekam die genauen Angaben von uns wo der Eingang in den Stock der Invae zu finden war. Bei genauerem Stöbern in den Oberen Etagen des Kaers fanden wir einen Raum der den Horror anscheinend beherbergte.
Er war relativ groß und hatte auf einer Seite einen riesigen Spiegel oder ein Fenster. Dort wurde eine Landschaft gezeigt die wohl nur ein Verrückter oder ein Horror als schön bezeichnet hätte. Merkwürdigerweise hatten wir alle auf die eine oder andere Art einige Missgeschicke oder beinahe Unfälle.

Der Horror hatte, so berichtete Ral später, von ihm gefordert den Spiegel zu zerschlagen.

Natürlich widersetzte sich Ral mit der ihm eigenen trollischen Sturheit.
(Falls ein anderer Troll dies lesen sollte, dies ist keine Beleidigung.)

Der Kampf war hart dieser Horror war mächtiger als alles was sich uns damals bisher in den Weg gestellt hatte.

Der Kampf wogte hin und her keiner konnte einen entscheidenden Vorteil herausschinden. Die Situation änderte sich erst als Molta und der Rest der Legion auftauchte. Ich glaube ich werde niemals mehr über das Auftauchen der Legion und Molta so erfreut sein wie in diesem Moment. Mit vereinten Kräften gelang es uns diese Monstrosität und Verhöhnung von Leben unschädlich zumachen.

Dies war der erste Horror den wir gemeinsam erschlugen.

Die freundlichen Vor

Als wir wieder am Lake Vor bei den Vors ankamen waren diese viel Freundlicher als am Anfang.

Wir gehörten anscheinend nun dazu.

Die Abende in unserem Gasthaus, waren von einer Geselligkeit die ich oder wir sonst nur selten fanden. Wir beschlossen in Vor unsere Künste zu verfeinern und uns dann wieder nach Throal zu begeben. Ich tat mich mit Talin aus dem Hause Augar, dem Elementaristen, zusammen und er unterwies mich in einen weiteren Kreis.
Die Grimoire die wir aus dem Kaer gerettet hatten verkaufen wir.
Das Schwert welches T´sraktung fand hatte tatsächlich ein Muster. In seiner Freizeit machte sich T´sraktung an die Erforschung der Fragen die dieses Schwert beinhaltete.

Wie immer ging die Zeit viel schneller vorbei als man glaubt.
Ein Schiff voller T´skrang legte irgendwann an und berichtete von einem Geisterschiff. Die ganze Besatzung war grausam getötet und verstümmelt worden.

Wir vermuteten die Invae die aus dem Kaer entkommen waren hinter dem Anschlag und beschlossen nach Throal aufzubrechen um eventuell die Spur der Invae erneut aufzunehmen. Die Legion und Molta wollten ebenfalls die Invae verfolgen.

Wie diese Sache weiterging vermag ich nicht zu sagen.

Rückreise nach Troal

Die Rückreise nach Throal wurde eigentlich nur durch einen einzigen bemerkenswerten Vorfall gekennzeichnet.

Wir wurden Überfallen.
Ein dummer Fehler dieser Möchtegern-Räuber.

Uns und insbesondere T´sraktung einem, hoffentlich, angehenden Corollis Questor das Silber abnehmen zu wollen.
Silber, welches wir im schweiße unseres Angesichtes aus einem Kaer geschleppt hatten.
Höflich wie wir waren hörten wir uns ihre Forderung an, lächelten gesittet und Stellten dann unsererseits eine Rechnung wegen der Verzögerung unserer Reise.
Die Räuber, es waren Ork Brenner des Skull Wharg Stammes,
die von Gorton Schildbrecher angeführt wurden waren davon nicht sehr begeistert.

Ich hoffe sie konnten uns nachfühlen wie es uns bei ihrer Forderung ging.

Es kam zu einem, wie meist, kurzem Kampf.

Ral, Tarlon und T´sraktung holten sie aus den Sätteln und einer wurde durch meine Zauber ausgeschaltet. Wir bekamen das was uns wegen der Verzögerung zustand und die Brenner zogen ab als ob ein Horror hinter ihnen her wäre.
Das schnelle verschwinden rettete ihnen wahrscheinlich das Leben.

Als wir uns wieder auf den weg machten stellte Ral fest das man ihm ein Stück seines Horns abgeschlagen hatte, ein schwerer Fehler.
Ich glaube ich habe Ral noch nie, weder davor noch danach jemals so gesehen wie da.

Er war ruhig, beherrscht und voller Gleichmut.

Das hat mir mehr Angst gemacht als der Horror oder irgend etwas anderes das mir seitdem, außer vielleicht dem Pseudodrake des Geisterbeschwörers, untergekommen ist.

Er nahm die abgebrochene Spitze und befestigte sie mit einem Eisenring wieder an dem Stumpf des Horns.
Gut das die Brenner schon hinter dem Horizont verschwunden waren.
Sie wussten anscheinend warum.

Das Schwertmeisterturnier

Als wir in Bartertown ankamen stellten T´sraktung, Ral und Tarlon erfreut fest, dass das größte Schwermeister Turnier in ganz Barsaive gerade stattfinden sollte.

Natürlich meldeten wir uns alle an.

Die Auswahlkriterien sind bei solchen Veranstaltungen anscheinend ziemlich einseitig, man konnte sich entweder als Schwertmeister oder Krieger eintragen lassen, nix Elementarist oder Luftpirat, nur Krieger und Schwertmeister.

Bei meiner Anmeldung geriet ich an einen mürrischen Zwergen der mich barsch aufforderte meine Profession zu nennen.
Seine einziger Kommentar zu meiner Erklärung: „Elementarist“ war eine hochgezogene Augenbraue und ein gemurmeltes, von dem kratzen seines Federkiels auf dem Pergament begleitetes:

“Also ein Krieger“.

Ich wies ihn darauf hin das ich dem Weg der Elemente folge und erntete daraufhin nur ein leichtes Lächeln.

Eine Begebenheit die noch der Erwähnung im Vorfeld der kommenden Ereignisse wert ist, war die Begegnung mit einem Troll.

Ein Troll eingehüllt in eine schwarze Rüstung, die wie wir alle aus fast immer leidvoller Erfahrung wissen das Markenzeichen der Grimm Legion ist.

Es war uns allen ein vergnügen diesem Troll, es war ein wirklich großer, böser und ich glaube hässlicher Troll.

Ein Troll den halt nur seine leibliche Mutter lieben kann.
(Das soll keine Beleidigung gegen Trolle an sich sein.)

Nun um auf den Punkt zu kommen wir haben ihm ein Schild mit der Aufschrift „Kick mich“ an den Rücken geheftet.
Ich hoffe niemand war so erpicht darauf einem Troll in den Hintern zu treten. Andererseits es waren zu viele Schwertmeister anwesend als das alle der Versuchung hätte widerstehen können.

Die Abende verbrachten wir in unserer Stammkneipe in der wir auch schon manch anderen Abend zwischen unseren Abenteuern verbracht hatten.

An einem der Abende vor dem geplanten Turnier machte einer von uns, T´sraktung, den Vorschlag, nach all den überstandenen gefahrvollen Abenteuern und dem Vertrauen das sich aus den gegenseitig oftmals geretteten Leben ergab, ein Gruppenmuster zu erschaffen.

Nach kurzem Überlegen waren wir alle einverstanden.

„Die Sturmklingen“, die Entstehung

Da saßen wir also in unserer Wirtschaft auf der Suche nach einem Namen der uns als Gruppe repräsentiert und unsere Werte verdeutlichen kann.
Ich glaube ich war derjenige der den Namen „Sturmklingen“ erstmals laut aussprach.
Es war als hätten wir alle nur darauf gewartet. Als sollte dieser Name unser weiteres Schicksal miteinander verweben und uns zu Brüdern und mehr als Brüdern werden lassen.

So wurde „Die Sturmklingen“ zu mehr als nur einem Wort oder einem Namen.

Wir wurden „DIE STURMKLINGEN“.

Geradeheraus wie der Wind mit schneidenden Klingen und elementarer Kraft.

Nun hatten wir alle einen Gegenstand zu benennen der uns und unsere Aufgabe in der Gruppe repräsentiert oder von großer Bedeutung für einen selbst und den Zusammenhang mit der Gruppe ist.

Ral beschloss seine abgebrochene Hornspitze als Gegenstand zu nehmen, da diese zu seinem Körper gehörte und alle Geschichten und Abenteuer von Anfang an miterlebt hatte.
T´sraktung bevorzugte seine Klinge, ein Schwert welches ihm bisher immer gut gedient hatte. Zudem zeigte sich in seiner Wahl der Weg den er Beschreitet
Tarlon wählte ebenfalls das Schwert, eine prächtige Klinge, eine Waffe die aus hartem und zähem Stahl und Eisen geschmiedet worden war.
Hart und zäh wie er selbst.
Ich, Vaddar, der Elementarist, was hatte ich was mir etwas bedeutete oder das mich darstellte außer meinem Grimoire?

Nichts, mein Schwert ging bei den Kadaverzwergen verloren fast alle meine anderen Besitztümer waren von den Gehnis aufgefressen worden, was sollte mich also darstellen.
Ich bat mir einige Tage aus und machte mich auf den Weg zu einem Schmied in Throal dort ließ ich mir ein Amulett anfertigen von dem ich glaube, das es meine Bestimmung innerhalb der Gruppe darstellen kann.

Ein Dreieck geformt aus Blattornamenten in denen etwas elementares Holz eingelegt wurde, in der Mitte vier elementare Münzen die wir bei unseren Abenteuern bekommen hatten, Feuer, Wasser, Luft und Erde alle leicht überlappend damit im Zentrum ein Freiraum entstand der mit einer kleinen Menge Orichalkum, der Verschmelzung von allem, aufgefüllt wurde.

Die Anordnung der Elemente und des Dreiecks stellten das allumfassende Gleichgewicht der Natur und unseres Daseins dar.
Eines entsteht aus dem anderen und aus allen entsteht etwas, das mehr ist als alle Teile in ihrer einzelnen Wertigkeit.

Wie die Sturmklingen einzeln Verwundbar gemeinsam Unschlagbar.

Ich verabredete mit dem Schmied einen Termin am Tag des Duells, so
blieb noch genügend Zeit einige Fähigkeiten zu erlernen und zu verbessern.

Der Tag des Turniers

Es war ein wunderschöner Tag, die Sonne und das Wetter zeigten sich von ihrer besten Seite.

Wir fanden uns auf den Turnierplätzen ein und die Paarungen wurden bekannt gegeben.
Ich weis nicht mehr genau wer die ersten Kontrahenten für meine Freunde waren, ich hatte den Zwerg Tatjak, einen Schwertmeister, als Gegner.
Die anfänglichen Sekunden des Kampfes hielt ich mich glaube ich recht gut, dann jedoch griff Tatjak auf seine Fähigkeiten zurück und beförderte mich aus dem Ring.
Es war ein netter Kampf, in einem richtigen Gefecht auf Distanz hätte ich ihn wahrscheinlich, so hoffe ich, mit meinen Zaubern sicherlich schwer erwischt.

Die Kämpfe von Tarlon und Ral waren sehr einseitig, der Gegner wurde ohne viel Federlesens aus dem Kampfplatz befördert.
T´sraktung spielte wenigstens noch etwas mit ihnen, wie es so seine Art ist wenn er etwas Zeit für den einzelnen erübrigen kann.
Ich hatte noch Zeit mir den Anfang des zweiten Kampfes von T´sraktung an zu schauern.
Er kämpfte gegen einen anderen T´skrang, wie ich später erfuhr ein Weibchen seiner Art.
Dieser Kampf war sehr schön zu beobachten. Sie sich keinen Jota Boden schenkten und sich gegenseitig bis ins achte und neunte Glied ihres Nial beleidigen.
Man mag nicht annehmen das T´skrang so viele Flüche über missgestaltete Schwanzspitzen kennen wie ich da gehört habe.

Ich denke T´sraktung mochte die Kleine.

„Kleine“ würde ich Su´sih-Scha nie ins Gesicht sagen, obwohl ?

Ich machte mich danach auf den Weg um rechtzeitig bei dem Schmied das Amulett abholen zu können.

Invae, die zweite

Beglückt mit einem Amulett, welches genau meinen Vorstellungen entsprach, wollte ich wieder zu dem Turnier zurückkehren.
Plötzlich bemerkte ich einige unheimliche Gestalten, genauer gesagt sie bemerkten mich.

Ich war noch etwa 400 – 500 Ellen von den Turnierplätzen entfernt als sie über mich herfielen.

Invae, ich dachte wir hätten diese Bestien zurückgelassen als wir uns nach Bartertown und Throal begaben.

Mein einziger Gedanke war nur: „Das kannst du nicht überleben !! “
Ich kannte ja ihre Kampfstärke und schickte noch ein kurzes Gebet zu den Passionen.
Dankte für die mir gewähre Zeit in Barsaive und bereitete mich wieder aufs Sterben vor.

Da kamen sie. Ich versuchte mich mit einem Zauber zu tarnen.
Der Versuch war leider nur von mäßigem Erfolg gekennzeichnet.

Ein oder zwei weitere verwundete ich mit meinen Eis-Bolas, dann waren sie über mir. Ihre Klauen fuhren in mein Fleisch und rissen es auf, sie zerfetzten meine Kleider und da wusste ich was sie wollten.
…..das Buch !!!

Ich hatte das Buch vom Opfertisch der Invae zu Studienzwecken gelesen und beunruhigende Dinge erfahren.

So zum Beispiel, dass das Buch ein großer Faden–Gegenstand für die Invae ist und die Sache mit den Blutmagie Gegenständen.
Leider hatten wir nicht daran gedacht das sie so schnell zuschlagen würden um wieder in den Besitz des Buches zu gelangen.
Auch hatte keiner damit gerechnet das sie dies mitten während des Turniers wagen würden.

Ich war eingekreist von den Invae, die einen schlugen mich zusammen, ein oder zwei andere durchsuchten mich und entwendeten mir das Buch.

Ungefähr zeitgleich wie der Angriff auf mich muss ein zweiter Trupp Invae durch eine Art Astral – Portal auf den Turnierplätzen erschienen sein.

Das war eine sehr, sehr dumme Entscheidung.

Prinz Neden der Sohn von König Valrus dem III war anwesend und mit ihm seine Leibwache und Rokzo der Unanständige.
Aber auch ohne die Anwesenheit des Prinzen wäre es eine dumme Entscheidung gewesen.

Da, wie ich nun aus eigener Erfahrung weis, Schwermeister es überhaupt nicht schätzen wenn sie in einem Duell oder Turnier unterbrochen werden.

Der Kampf muss hart und sehr kurz gewesen sein, danach flüchteten die restlichen Überlebenden Invae.

Ich wurde in unserem Gasthaus wieder wach.
Meine Kameraden hatten mich gefunden und hierher gebracht.
Später erfuhr ich von ihnen das sie sich noch mit Prinz Neden unterhalten hatten.
Tarlon und Ral kamen bei diesem Turnier bis ins 1/8 Finale, danach hätten sie gegeneinander antreten müssen wurden aber leider wegen Nichterscheinen vom Turnier ausgeschlossen.

Sie hatten zu diesem Zeitpunkt gegen die Invae gekämpft und den Prinzen zu schützten.
Die Turnierregeln machten da leider keine Ausnahme und die Richter leider auch nicht.

Der Schwur

Nach den Ereignissen die sich während es Turnier zugetragen hatten
beschlossen wir schnellstmöglich die Bildung eines Gruppenmusters zu Unternehmen.
Ich fand eine Stelle an die wir uns ungestört zurückziehen konnten um unser Vorhaben in die Tat umzusetzen. Es war ein kleiner See in einem Bergkessel mit etwas Baumbewuchs.
Der Ort erschien mir passend, da alle fünf Elemente anwesend sein sollten wenn wir einen wichtigen, für jeden von uns endgültigen und lebenslangen, Schwur leisteten.

Wir entfachten ein Lagerfeuer und machten uns an die Vorbereitungen.

Jeder von uns prüfte nochmals seine Einstellung im inneren, nach einer letzten Bedenkzeit begannen wir mit den Eiden die uns auf ewig aneinander banden.

Jeder von uns rezitierte die ehrwürdigen Worte, einige in leichter Abwandlung, die seit uralten Zeiten die Verbindung zwischen den einzelnen Mitgliedern der Gruppe bestärken und die Verhaltensregeln der Gruppe bestimmen.

Mein Schwur lautete:

„Ich bin Vaddar.
Dieses Amulett Repräsentiert
meine Loyalität
zu dieser Gemeinschaft.
Ich bin für immer ein Teil der Sturmklingen“

Alle anderen hatten einen ähnlichen Wortlaut.
T´sraktung proklamierte sich durch seine Rolle als Eidmeister bei unserem Schwur als Anführer der Sturmklingen, etwas das er auch damals schon und auch bisher fast immer mit Bravour bewiesen hat.

Unsere Ziele die wir vor dem Schwur festlegten waren der Kampf gegen die Sklaverei, die Horrors und für eine bessere Welt, die Benutzung von Blutmagie ist untersagt außer mit Erlaubnis durch
alle Sturmklingen.

Nach dem wir die Eide geschworen hatten gingen wir wieder unserem Tagwerk als Abenteurer nach.

Der Schild von Tav Korelsed

Die Vorgeschichte zu den Ereignissen die uns das Schild von Tav dem Begründer Throal in die Hände fallen ließen darf ich leider nicht erzählen da wir unser Wort als Sturmklingen gegeben haben darüber schweigen zu bewahren.
Deshalb bitte ich um Verständnis wenn ich nur einige in meinen Augen wichtige Details erzähle.
Wie etwa das erneute zusammentreffen mit Undine dem Wasserelementar aus den Kaer der Vors.
Wir waren in einem Berg und wurden von einer Wasserlawine überrollt.
Nur durch großes Glück, können und das Zusammenspiel innerhalb der Gruppe ermöglichte es uns überhaupt zu Überleben.
Als wir wieder an einen Uferstreifen innerhalb des Berges getrieben wurden stellten T´sraktung und Tarlon fest das ihre Schwerter von den Wassermassen mitgerissen worden waren.
Geisterklinge und Tarlons Schwert welches als Faden-Gegenstand für unser Gruppenmuster fungierte, waren verschollen im Berg.

Nach einigem Nachdenken beschloss ich meinen Gefallen bei Undine einzulösen und machte mich an eine Beschwörung.
Es gelang und Undine erschien. Ich bat sie die beiden Schwerter wieder zu beschaffen. Wir warteten einige Stunden und machten Rast.
Als wir unsere Rast beendeten lagen beide Schwerter am Ufer.

Ich dankte Undine, mit einigen Wasser Kernels und dachte bei mir:

„Vielleicht kannst du Undine ja überzeugen dein Vertrauter zu werden.“

Damals war es nur ein Gedanke, wie sehr sie mir ans Herz wachsen sollte mußte ich leider auf eine sehr schmerzhafte weise feststellen.

Der Weg zum Schild

Auch der Weg zum Schild war von tosenden Wassermassen begleitet.

Wir befanden uns in einem reißenden unterirdisch fließendem Fluss der uns durch seine Stromschnellen in das Innere des Berges verschleppte.
Mehr als einmal stand das Leben des jedes einzelnen auf dem Spiel. Durch ertrinken, Strudel oder Felskanten in den Tod gerissen zu werden. T´sraktung erging es unter diesen Umständen etwas besser da er als T´skrang an das leben im Wasser angepasster sind als alle anderen Namensgeber.

Wir wurden durch ein Gewirr aus unterirdischen Tunneln, Kavernen und Grotten geschleudert und schließlich, wie durch einen Schlauch der einen Acker begießt, in hohem Bogen ausgespieen.

Der plötzliche, kurze Flug war recht angenem, da uns nun kein Wasser mehr umgab, jedoch war es die Umgebung eher weniger.
Im ersten Moment erinnerte sie mich an die Feuersee, nur das diese diesmal u6nterirdisch angesiedelt zu sein schien.
Glücklicherweise hatten wir genug Schwung um über den brodelnden Lavateich getragen zu werden und landeten etwas lädiert auf Felsboden.

Den Passionen sei nochmals Dank ausgesprochen.

Da wir nicht wussten wo wir gelandet waren machten wir uns sogleich an die Erkundung des Höhlensystems welches sich uns hier eröffnete und suchten einen Weg an die Oberfläche.
Nachdem wir uns etwas umgeschaut hatten entdeckten wir ein Kristallpyramiede in einem anderen Felsendom, die mitten in einem Lavateich stand.
Nur ein schmaler Weg aus solidem Felsgestein der aus der feurig brodelnden und kochenden Masse herausragte führte zu seinem Portal.
Das Portal war der Eingang zu einer Pyramide.

Die gewaltigen Ausmaße der einzelnen Flügel gemahnten mich an die Tore von Throal.

Der Weg dorthin hätte uns beinahe alle getötet. Wir wurden von Feuerwesen angegriffen, Feuerwichte. Diesese Wesen können die Temperatur binnen weniger Augenblicke um ein vielfaches erhöhen und beherrscht auch sonst noch einige Feuerzauber. Sie sahen aus wie Skelette eingehüllt in Flammen und hatten leider noch einige Begleiter.
Ich wurde irgendwann ausgeschaltet und kann zu dem restlichen Verlauf des Kampfes nichts weiter berichten.
Es muss aber ein verzweifelter Kampf gegen die Hitze und die Feuerwichte gewesen sein.
Ich war einige Zeit ohne Bewusstsein, als ich wieder zu mir kam befanden wir uns augenscheinlich in einer riesigen Höhle die als augenfälligstes Merkmal zwei Statuen beherbergte die zwei Passionen darstellte Thystonius und Eringore.

Eringore ist einer Legende nach die alte Bezeichnung von Dis.

Damals stand er noch für gerechte Herrschaft und einige andere von seiner jetzigen Inkarnation sehr unterschiedliche Attribute.
Es gab noch eine Säule aus Licht in der Mitte der Höhle die anscheinend die Luft austauschte, soweit ich dies nach einer oberflächlichen Prüfung zu sagen vermochte.

Tarlon, T´sraktung und Ral hatten sich wohl an die Untersuchung
der Umgebung und des Tempels gemacht als ich noch ohnmächtig war.

Jedenfalls als ich erwachte hatten sie den Schild von Tav Korelsed in ihren Händen, der beeindruckendste Schild den ich bisher je gesehen habe.

Ein aufgerissenes Britan-Maul mit filigranen Verzierungen an den Schildkanten und auf den Flächen die nicht von dem Britankopf bedeckt waren. Die Darstellungen waren alle sehr realistisch und lebensecht fast als wäre die Vorlage eingearbeitet worden.
Es muß soweit ich das vernommen habe auch noch ein Schwert da gewesen sein welches jedoch von meinen Kameraden nicht geborgen werden konnte. Die Höhle und der Tempel machten sich daran einzustürzen und wir verschwendeten keinen Gedanken mehr an das Schwert, da wir unsere Haut retten wollten.
Wir entkamen dem Inferno durch die leuchtenden Säule die uns in die Höhe hob und an die Oberfläche brachte.
Den Ort an dem wir erschienen darf ich euch nicht nennen.

Besuch am Hofe
h6. von König Valrus dem III

Nachdem wir uns nach dem Abenteuer mit dem Schild etwas erholt hatten machten wir uns auf den Weg nach Throal.
Unterwegs Beschäftigte ich mich etwas mit dem Schild und lernte einige der Schlüsselfragen die das Weben an das Schild erst ermöglichen.

Wir beratschlagten was mit dem Schild geschehen solle da wir eigentlich auch gute Verwendung für ein Schild gehabt hätten.
Tarlon als Luftpirat, mit seinem Schildangriff oder Ral als Krieger.

T´sraktung war eher weniger daran interessiert da er als Schwertmeister sich auf den Kampf mit zwei Klingen vorbereitete.
Mir persönlich war es egal da ich mit einem normalen Schild, einem Ferndask, ebenso gut auskam und komme.

Die Debatten wogten hin und her bis wir zu dem Schluss kamen, das wir nicht für den Schild von Tav Korelsed ausersehen waren und beschlossen ihn an seinen Nachfolger und Erben auf dem Thron von Throal, Prinz Neden, zu übergeben.
Die Möglichkeiten die sich damit ergaben waren schier grenzenlos.
Es folgte eine weiter heiße Unterredung was man denn für den Schild im Tausch einfordern könne.

Ich und Tarlon, ich nenne mich hier als erster da ich glaube ich den Einfall hatte, vertraten die Ansicht das wenn wir den Schild ohne Forderungen übergeben, da es eigentlich unbezahlbar ist, wir auf eine dauerhafte Materielle Dankbarkeit des Königshauses von Throal rechnen konnten.
Ral schien sich der Überlegung nach anfänglichen bedenken auch anzuschließen.
T´sraktung, von dem ich es eigentlich am wenigsten erwartet hätte sprach sich jedoch dagegen aus.

Er wies uns darauf hin, das dies nicht der Weg der Sturmklingen sei, da wir immer geradeheraus und ohne Umschweife auf unsere Forderungen oder zu unserem Ziel gekommen sind, wenn es sich um solche Dinge handelte.
Nach kurzem Überlegen mussten wir ihm zustimmen.
Wir beschlossen deshalb nur auf eine Freundschaft mit Prinz Neden zu hoffen und den Schild ohne einen Anspruch auf Belohnung oder eine andere Art der Bezahlung an Prinz Neden und das Königshaus von Throal zu übergeben.

Ich glaube die Aussicht den Schild von Tav ohne eine Belohnung abgeben zu müssen hat T´sraktung als angehenden Chorollis Questor tief in der Seite, in Höhe der Geldbörse, getroffen.

Aber er akzeptierte die Entscheidung der Sturmklingen.

Der Besuch am Hofe war sehr eindrucksvoll, wir besuchten Merrox und legten ihm das Schild und die Fragen die wir bis dahin ermittelt hatten vor.
Ich weis nicht was ihn mehr beeindruckte das Schild oder die menge der Fragen die wir schon herausgefunden hatten. Immerhin vier von acht.
Der Rahmen der Übergabe wurde besprochen und wir bereiteten uns darauf vor.
T´sraktung sollte als unser Anführer die Rede vor dem Hohen Rat halten. Die Übergabe erfolgte und T´sraktung redete.

Es war beeindruckend.

Ich denke das Königshaus von Throal ist uns seither freundschaftlich gesonnen.

Undine als Vertrauter

Nach dem Abenteuer in den Höhlen beschloss ich Undine zu fragen ob sie meine Vertraute werden wolle.
Da dazu ein Ritual nötig ist das Blutmagie Erforderlich machte teilte ich den restlichen Sturmklingen meinen Entschluss mit.

Sie gaben ihr Einverständnis und so konnte ich das Ritual wenn Undine zustimmte durchführen.
Ich ging zu der stelle an der ich sie schon einmal beschworen hatte um mir beim Aufsteigen in einen neuen Kreis zu helfen, und an dem wir unser Gruppenmuster gebildet hatten.
Ich ging zu dem Platz und richtete ihn dem Vorhaben entsprechend her, setzte mich an den See und rief Undine. Sie erschien nach einiger Zeit, als es ihr genehm war, da ich sie nicht beschwören wollte.
Ich wartete einige Zeit und Undine erschien. Die Unterhaltung die wir Führten war sehr ausgreifend und langwierig.
Es ging um die Ansprüche die aus dem Blutschwur erwachsen.
So forderte Undine beispielsweise, das ich mich nur noch auf das Element Wasser als primäres Element der fünf Elemente stützen solle.
Etwas das für mich gänzlich undenkbar und unannehmbar gewesen war und ist. Sie hatte sich noch einige Freiheiten heraus Bedungen die ich ihr sowieso gewährt hätte, aus Respekt.

So ging der Tag ins Land und wir verhandelten um den Schwur.
Letztendlich weis ich nicht was Undine bewogen hat sich mit mir auf diesen Blutschwur einzulassen aber ich denke sie hat ihn nicht bereut.

Sie ging sogar soweit -— Dazu später.

Die Entscheidung war für beide Seiten akzeptabel und gut.
Wir verbanden unsere Muster miteinander und wurden jeder mehr als einer. Ohne uns aufzugeben.

Es ist ähnlich wie das Gruppenmuster nur viel Intensiver.

Die Handelskarawane

Nachdem wir Tav´s Schild übergeben hatten verbrachten wir einige Zeit damit uns in Throal und Bartertown weiter auszubilden. T´sraktung machte den Vorschlag die Handelskasse, welche wir irgendwann angelegt hatten, zu vergrößern. Da sich dort mittlerweile einiges an Silber angesammelt hatte.
Wir holten uns Rat der Overland-Trading-Corporation und bei Omasu dem Eigentümer und wegen der Waren die wir einkauften.

T´sraktung verhandelte wegen der Preise.
Wir wollten zum Lake Vor mit einigen Luxusartikeln und dort einige Freunde besuchen. Der Hinweg verlief ausgezeichnet und ohne ein Problem, als wir in Vor ankamen sahen wir das dort ein Turm errichtet wurde und das sich die Stadt in Kriegsvorbereitungen befand.
Ich besuchte Talin, den Elementaristen, während meine Freunde die Geschäfte in der Stadt abwickelten half ich ihm bei der Elementaren Verstärkung des Turms.

Während der Zeit als die Sturmklingen in Vor verweilten erfolgte ein Angriff den wir mit Leichtigkeit gemeinsam Abschlugen.
Als die Verstärkung des Turmes in eine Kritische Phase gelangte wollten meine Freunde plötzlich und, für mich, unerwartet aufbrechen.

Sie hatten einiges an Bestellungen für Kriegsmaterial und eine gesicherte Grundversorgung.

Ich beschloss noch in Vor zu verweilen da die Straßen eigentlich sicher waren und sich niemand sich mit Tarlon, Ral und T´sraktung anlegen sollte.

Auf der Rückreise wurden sie Überfallen und Ausgeplündert.

Sturmruh

Während meine Freunde auf ihrer Handelsmission durch Barsaive reisten half ich Talin bei der Fertigstellung des Turms.
Nachdem dies vollbracht war macht ich mich daran einige meiner eigenen Projekte weiter zu verfolgen.
Ich arbeitete einige Zeit an der Rüstung für Tarlon und widmete mich dann einer Schwertscheide für Ral.

Ich wählte eine einfache Scheide aus Leder und bestickte diese mit dem Stilisierten Abbild eines Sturms mit Blitzen und dunklen Wolken.
Als Träger der magischen Energien wurden einige dünne Fäden aus Oricalkum eingefügt, welche ich von Talin erhielt, um die einzelnen Elemente des Zaubers zu symbolisieren wurden einige elementare Kernels eingesetzt.
Elementare Luft für den Windstoß und die Geschwindigkeit,
Erde für die Schärfe der Klinge und um die Auswirkung der Schäden zu erhöhen.
In einer Stürmischen nacht bekam die Scheide Ihren Namen:

„Sturmruh“

da die Energie eines Blitzes und die Kraft eines Sturmes in sie hinein gebannt wurde.
Der Blitzschlag war sehr unangenehm. Man sollte sich bevor man dies wiederholt vergewissern das man sich nicht geerdet hat.

Wie ich leider erst später herausfand.
Sturmruh war der erste Fadengegenstand den ich erschuf, eigentlich sehr beeindruckend für das erste mal.

Der Schrein von Garlen

Meine Freunde kehrten von Ihrer Handelsmission zurück.
Ich muss zugeben ich war, wenn es nicht so ernst und schlimm gewesen wäre, etwas amüsiert, das diese großen Kämpfer sich ohne einen Magiekundigen nicht gegen ein Erdelementar behaupten konnten.
Jedoch muss ich sagen, nach ihren berichten hörte es sich so an als wäre es ein Elementar von mindestens Rang IV oder V gewesen, plus einige Bogenschützen, was das Blatt leider erheblich gegen sie wendete.

Ich beschwor zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur Elementare niederen Ranges und dies nur mit äußerster Anstrengung und Vorsicht.

Tarlon berichtete von einem Tempel oder Schrein welchen sie auf ihrer Rückreise noch gesehen hatten und unsere Neugier trieb uns dazu diesen Tempel näher zu untersuchen.

Nach einigen kurzen Tagesmärschen fanden wir den Schrein. Er wurde von einer Gruppe von 8 bis 10 Manticoras bewacht und wir hatten einige harte Kämpfe gegen diese Biester zu bestehen.

Die benutzen Magie.

Die ihnen jedoch auch nichts gegen die Sturmklingen und Undine nutzte.

Eine Untersuchung des Astralraumes ergab das in diesem Gebiet die Horrors schlimm gewütet haben mussten, er war sehr verdreckt und von ihren Ausscheidungen gezeichnet.
Wir erforschten den Schrein und fanden einige Irrlichter, deren Lebenslichter durch unsere Klingen und Zauber, ihr ende fanden.
Im Innenhof des Schreines fanden wir eine Zerschlagene Statue von Garlen die, nachdem wir sie zusammen gesetzt hatten einen Streitkolben aus schwarzem Obsidian in einer Hand hielt.

Es war eine sonderbar geformte Waffe die in keinem Verhältnis zu sonstigen Garlen Abbildungen oder Berichten stand.
In den unteren Gewölben fanden wir Fresken an den Wänden die Leute bei der Arbeit zeigten und in diesen Bilden waren Löcher eingearbeitet für die wir keine Erklärung finden konnten.
In einem Bereich in dem sich der Zentralraum befinden musste entdeckten wir ein großes Portal. Dessen Abschirmung gegen Magie war meisterlich.
Eine Beratung mit Undine ergab das sich hinter dem Portal anscheinend einige riesige Elementare aufhielten.
Eine genauere Untersuchung zeigte, das sich einige Tiere, Blitzechsen und Echsen die Fäden zu Gegenständen abtrennen konnten sich in den Wänden eingenistet hatten. Offrenbar hatten diese einen Gang bis in die Zentrale Kammer gegraben. Ral machte sich an die Erkundung der Gänge und gelangte durch sie bis in den Hauptraum.
Der Anblick der sich uns bot als er uns durch das Portal einlassen konnte ließ uns den Atem stocken. In der Mitte des Raumes stand ein Tor.

Um dieses Tor war ein Schutzkreis gezogen und an vier Ecken standen riesenhafte Statuen mit vier Armen und beeindrucken Waffen. Eine Statue war Zerschlagen und lag in Trümmern in dem Raum verteilt. Bei einer genaueren Untersuchung ergab sich, das die Statuen große Elementare mit anscheinend eigenen Namen waren.

Wir Übertraten den Kreis, plötzlich öffnete sich das Tor, und ein Tentakelarm schoss heraus und nach ihm noch duzende weitere.
Sie peitschten wild zuckend und suchend durch den Raum, mit dem Verlangen nach Beue.

Die Elementare erwachten und das Zerstörungswerk begann.

Mit wild rotierenden Armen stapften sie in die Masse der schwarzen Tentakel und schnitten diese zu Duzenden ab, jedoch war die Masse der anrückenden Tentakel so gewaltig, das die Wächter ihrem Ansturm
kaum standhalten konnten.
Die Überflutung des Raumes war nur eine Frage der Zeit da die Wächter auch schwere Schäden einstecken mussten.
Wir zogen uns in Richtung Hauptportal zurück und Ral verteidigte uns beim zurückweichen und verletzte den Horror anscheinend sehr Schwer mit seinem Schwert.
Tarlon wurde von einem Tentakel sehr schwer verletzt und wir schaffteb ihn aus der Gefahrenzone,

Der „kleine“ Horror

Um unsere Wunden zu pflegen und uns zu erholen schlugen wir unser Lager wieder in den oberen Teilen des Schreins auf.
Undine sorgte, durch ein beruhigendes Wasserplätschern für Entspannung und wir verteilten die Nachtwachen.
Tarlon der wegen seiner schweren Verletzungen durchschlafen sollte wachte mitten in der nacht auf und stieß laute schreie aus.
Er hatte anscheinend Alpträume.
Die schwere seiner Verletzungen erkannten wir erst am nächsten Morgen, als die Wunden über die er und wir sonst nur gelacht haben nicht verheilten.
Wir beschlossen noch einen weiteren Tag in dem Schrein zu verweilen.
Tagsüber hatten wir ab und zu das Gefühl beobachtet zu werden aber wenn man sich umdrehte war nichts zu sehen. Mit der Zeit gewöhnte man sich irgendwie an das Gefühl.
Nachts verhielt es sich so wie am Abend zuvor Irgendwann wachte Tarlon schreiend auf und Morgens verheilten seine Wunden nicht.
In dem Zustand in dem er sich befand wollten wir nicht abreisen und so verweilten wir noch einen weiteren Tag.

Undine und ich beobachteten Tarlon aus dem Astralraum konnten aber nichts ungewöhnliches feststellen.

Als ein weiterer Tag ohne Ergebnis ins Land zu gehen schien beschlossen wir das Tarlon sich in ein Feuer setzen soll, da ich die Fähigkeit erlernt hatte die Feuerheilung auch auf jemand anderen als mich anzuwenden.

Es klappte zum Glück, da die Nebenwirkungen einer missglückten Behandlung sehr schmerzhaft sind, wie ich selbst schon festgestellt habe.

Es ist halt immer noch Feuer.

Wir blieben noch einige Tage mit unverändertem Ergebnis.
Die Wunden von Tarlon verheilten nicht und er sah total übernächtigt aus. Die Feuerheilung hatte zwar einige male gewirkt aber auch versagt, leider.
Da Situation keine Besserung zeigte rückten wir ab.
Wir hatten das andauernde Gefühl verfolgt zu werden, konnten aber niemanden entdecken.

Einige Tage später erwachten wir durch einen Schrei.

Aus Tarlon war ein riesiges Stück Fleisch herausgerissen.
Irgend jemand oder etwas hatte offensichtlich ein Blutmagie – Ritual an ihm vollzogen.

Das Gefühl verfolgt zu werden ließ uns nicht los. Wir unternahmen öfters den versuch etwas zu Enddecken, leider erfolglos.

Dann sah ich zufällig etwas.

Eine kleinen Gestalt in einem Umhang. Sie wäre mir wahrscheinlich überhaupt nicht aufgefallen wenn ich nicht genau in ihre Richtung geblickt hätte als sie über einen kleinen Hügel kam.
Unsere versuche den Fremden aufschließen zu lassen oder ihn weiterhin zu beobachten waren leider erfolglos.

Er verbarg sich mit Magie.

Dann stellten wir ihm eine Falle, mittlerweile war uns der Verdacht gekommen, das der Fremde vielleicht etwas mir dem Zustand von Tarlon zutun hat.
Also warteten wir auf eine Stelle die günstig für einen Hinterhalt war.

Kurze Zeit später kamen wir an einem Teich vorbei und ließen Ral zurück. Dieser begab sich ins Wasser beschützt von Undine, die es ihm ermöglichte unter Wasser zu atmen.

Dann musste er warten.

Wir gingen weiter, schlugen einen Bogen um wieder an dem Teich vorbei zu gelangen, irgendwann hörten wir Kampflärm und den Ruf „Sturmruh“. Da gab es kein halten mehr und wir stürzten los um Ral beistand zu leisten.
Nicht das er ihn nötig gehabt hätte, der Horror war von kleinem Wuchs aber anscheinend sehr kräftig.
Als er uns nahen sah versuche er zu verschwinden.

Aber er entkam Ral nicht, ich versuchte ihn in einem Käfig aus Stein festzusetzen, leider missglückte der Versuch. Aber nur teilweise da ich auch Ral mit in den Käfig sperrte. Wie mir so etwas gelang ist mir noch heute ein Rätsel.
Mit Ral in einem Käfig war das Ende des Horror besiegelt.

Von ihm ging auch anscheinend das Ritual aus welches Tarlon um den schlaf gebracht hatte. Sein zustand besserte sich danach merklich.

Questoren

Nachdem wir uns einiges an Erholung gegönnt hatten zog es uns nochmals zu dem Schrein, da dort noch einige Bücher gelagert wurden die sehr interessant waren.
Als wir dort ankamen hatte ich plötzlich so etwas wie eine Eingebung oder vielleicht auch eine Vision gesandt von Garlen.

Der Steitkolben !
Der Streitkolben und die Löcher in den Fresken der Wand !!

Wir nahmen den Streukolben und gingen zu den Fresken und probierten aus ob der Streitkolben wie ein Schlüssel zu benutzen sei und siehe da wir hatten Glück.

Eine Wandsektion lies sich bewegen. Man brauchte zwar zwei Trolle aber die waren ja glücklicherweise dabei.
Zum Vorschein kam ein kurzer Gang der in einem Raum endete in dem ein Greis kniete der anscheinend einen Schutzwall aufrecht hielt und sich auf einen Stab stützte.
Wie wir später erfuhren war dies der Großmeister Tanatis ein Questor Garlens und ein Elementarist. Er verstarb als wir den Raum betraten da er den Zauber anscheinend seit der Plage aufrecht gehalten hatte.
Nach und nach erwachten seine Mitbrüder und Schwestern.
Wir erzählten ihnen die Geschichte der Plage und was seither geschehen war. Wir hielten uns einige Tage bei Ihnen auf.
Die Questoren beschlossen in die Welt hinaus zu gehen und im Namen Garlens die Wunden der Welt zu heilen.
T´sraktung schrieb noch einige Briefe und gab sie einigen Questoren mit.
Shayan ging in den Wyrmwood jetzt der Blutwald, wir sollten ihn bald wiedersehen.

Nun folgt ein bericht der schon in der großen Bibliothek von Throal liegt.
Es befinden sich noch einige Details darin die in dem anderen Bericht keine Erwähnung gefunden haben.

Eine Auflistung der Ereignisse im Blutwald.

Tag 1
Wir brachen ,nachdem wir einen Brief von Lady Serendol Mistress of the plants, nunmehr Mistress of the Rose erhalten hatten, in Richtung Blutwald auf. Wir, die Sturmklingen, Undine und Shayan, ein Questor von Garlen. Wir begannen unsere Reise, von Kaer Eidlon, einer kleinen Elfensiedlung am Rande des Blutwaldes, mit einem Schiff, der Soaring Eagle.
Die Tage vergingen ereignislos, und Shayan zeigt uns wie man ein Tarot legt.

Tag 3
Im Grenzgebiet des Blutwaldes mussten wir uns vor Wachposten im Bug des Schiffes verstecken.
Wir waren zwar als Gäste von Lady Serendol eingeladen wurden, nicht aber als die Königin Alachia´s.

Da diese den Kontakt mit anderen Völkern, im Ihrem Einflussbereich, strikt reguliert bzw. unterbindet waren diese Maßnahmen leider notwendig.

Tag 5-6
Wir kamen auf das Gebiet der Escalanas Elfen und brachen in Richtung der Siedlung Letheran auf.
Undine wurde von einer Geisterweide angegriffen, noch bevor wir sie vom Angesicht der Welt tilgten, wurde diese jedoch von ihrem Gebieter
Lord Kesos Escalanas zur Ordnung gerufen.

Die Bauten der Blutelfen waren sehr ungewöhnlich. Sie lebten wortwörtlich in Ihren Bäumen, nicht auf. Die Architektur und Ausstattung der Gebäude zeugte von höchster Kunstfertigkeit.

Hier trafen wir Amphelius Keeneye wieder, er hatte sich wenig verändert. Er führte uns zu Lady Serendol.
In dem Irrgarten, durch welchen wir zu Ihr geführt wurden, eröffnete er uns der Grund des Briefes, in dem sie sich sehr wage hielt.
Die „Immer blühende Rose“ war gefunden worden und Lady Serendols Obhut übergeben.
Die Rose ist ein Gegenstand welcher einen Teil des Musters des Waldes enthält als dieser noch Wyrmwood genannt wurde.
Im Zentrum des Labyrinthes trafen wir auf Lady Serendol, nun Mistress of the Rose.
Sie eröffnet uns das sie unsere Hilfe benötige wie sie es in dem Brief schon angedeutet hatte.
Die Rose war Geraubt worden von Invae.
Diese hatten Tunnel gegraben, die Wachen überwältigt und waren mit der Rose Verschwunden. Wir machten uns an die Verfolgung. Wie uns berichtet wurden hatten die Invae ihr Nest anscheinend im Herzen des Waldes.

Tag 7-10
Amphelius, Shayan und wir machten uns an die Verfolgung.
Wir wurden von Blutaffen angegriffen, einmal lauerte uns ein Wesen auf, das wie ein Baumstamm aussah. Glücklicherweise entdeckte ich es frühzeitig um den anderen die Gelegenheit zu geben sich auf den Kampf vorzubereiten. Dieser war hart und kurz, danach erwies sich Shayan als Quell wunderbarer Heilung.
Kurz vor erreichen des Gebietes um das Herz des Waldes wurden wir von einer Gruppe Wächter entdeckt und verfolgt.
Wir drangen tiefer in das Gebiet um das Herz ein. Unsere Verfolger blieben zurück. Sie wagten es nicht das verfluchte Gebiet des Herzens zu betreten.

Das Herz des Waldes

Der Boden war Sumpfig, schlimmer als im Blutwald.
Die Luft schmeckte faulig, das ganze Gebiet schien eine schwärende, eitrige Wunde zu sein. Unsere Füße sanken bei jedem Schritt ein,
fast wie im Blutwald selbst aber dort füllten sich die Spuren „nur“ mit Blut, hier mit einer Flüssigkeit die an Eiter erinnerte.
Es roch faulig, wie ein verrotteter Kadaver.
Nach einiger Zeit kamen wir an eine alte verlassene Elfenstadt, die Häuser waren normal gebaut, aber verfallen. Ein Fluss versperrte uns den Weg. Ein Boot lag an einem Steg und wir beschlossen die Überfahrt am nächsten Tag.

Wir wurden angegriffen von Invae. Es schien ein Wachlager hier gewesen zu sein. Tarlon wurde entführt, als er einige flüchtende Invae verfolgt. Wir befreiten Ihn einige Zeit später. Er war übel zugerichtet.
Wir errichteten unser Lager in einer einigermaßen geschützten Stellung. Ich beschloss mich in ein reinigendes und heilendes Feuer zu begeben, welch Wohltat.
Ich vertraute meinen Kameraden den Schutz über meinen nun wehrlosen Körper und den noch bewusstlosen Tarlon an.

Es ging schief.

Es erschienen zwei Invae und ohne einen Gedanken an die Gefahr für die anderen zu verschwenden stürzten sich Ral und T´sraktung auf sie und machten sich an die Verfolgung.

Es war ein Trick.

Locke die besten Kämpfer weg und erledige den Rest.

Kaum waren beide außer Sicht erschien ein Invae Kavallerieman, er tötete Ampehlius Keeneye der Ihn mit seinen Pfeilen schwer verletzte, und schnappte sich Shayan und wollte mit Ihm verschwinden.

Ich konnte dem ganzen nur aus meinem eigenen Scheiterhaufen zusehen und meine Gefährten ob Ihrer Unachtsamkeit verwünschen.

Er ritt an mir vorbei, ein Anblick welchen ich niemals vergessen werde, Shayan vorne quer über dem Geisterpferd und seine kalten, spöttischen Augen, Augen eines Namensgebers, auf mich gerichtet.
In einem aufbäumen von Trotz schleuderte Ich ihm eine Eisbola entgegen und wurde von meinem Scheiterhaufen bewusstlos gebraten.

Nach dem erwachen aus meiner Ohnmacht sah ich Tarlon, T´saktung und Ral die ein weiteres Vorgehen beratschlagten. Wir machten uns an die genauere Erkundung der einzelnen Häuser und fanden die verstümmelte Leiche von Shayan, die Augen herausgerissen und mit Blutmagierunen bedeckt.

Es war bestimmt kein leichter Tod.

Wir verbrannten die Leichen von Amphelius und Shayan. Danach wollten wir mit dem Boot welches am Ufer lag übersetzen.

Wir beschossen, das Ich, einen Wasserelementargeist herbeirufen und Ihn unsere Überfahrt erleichtern lassen sollte. Trotz der Gefahr des sehr stark zerschmetterten Astralraumes in der Umgebung des Herzens.
Es gelang, der Geist entlarvte das „Boot“ als ein Dämonenkonstrukt, wir vernichteten es in einem harten Kampf , Tarlon wurde dabei schwer verletzt und getötet.
Wir belebten Ihn mit dem Großteil unserer Tränke und Salben wieder. Seitdem ist seine Hand gefühllos, etwas blieb im Reich der Toten oder im Herzen des Waldes.
Ohne Boot bauten wir uns nun ein Floß welches uns sicher über den Fluß bringen sollte. Wieder versuchte ich ein Elementar zu beschwören und nach zwei weiteren Fehlversuchen die mich beinahe umbrachten beschwor ich ein Elementar.

Und was für eines, ein Blutelementar.

Groß, böse und schlechtgelaunt verursachte es eine Orgie der Verwüstung und des Schreckens unter uns. Ich wurde schon zu Anfang schachmatt gesetzt und konnte leider nur wenig ausrichten.

Tarlon, Ral und T´sraktung machten Ihm dann gemeinsam
den gar aus.

Ich kann nicht sagen wen man mehr fürchten sollte die drei oder ein Blutelementar.

Jedoch das Blutelementar lernte die drei zu fürchten.

Beim Übersetzen wurden wir noch von einem Tentakelwesen in der Flußmitte angegriffen, welches unser Floß zerstörte.

Scheiß Blutwald.

Die Kämpfe und die korrumpierte Umgebung forderte ihren Preis. Nach einem weiteren Nachtlager waren wir alle am Morgen wie Gerädert und eine wirkliche Erholung wollte sich nicht einstellen.

Das blieb so. Es war als würde sich das Herz und der Wald von unserer Kraft ernähren.

Nach einem weiteren Marsch erreichten wir die Innerer Festung des Herzens.
In dem Innenhof befand sich eine Feuerbirke die uns sofort unter Beschuß nahm, sie wurde von Ral zu Zündholz verarbeitet.

Nach dem Überwinden einiger Fallen Gelangten wir in das Kaer.

Das Kaer

Die Architektur dieses Kaer´s war sehr beeindruckend. Es führte eine
lange Wendeltreppe in die Mitte eines großen Saals welche von einem Schutzkreis umspannt wurde.

Das Hauptportal führte in einen Raum der anscheinend der Entspannung diente. An den Wänden befanden sich Bilder und Wandteppiche die Szenen aus dem Leben in Wyrmwood darstellten.

Der Raum beherbergte in seiner Mitte ein Wasserbecken welches von einer Wassersäule gespeist wurde. Wir stellten später fest, das auf jeder Ebene des Kaers ein solches Becken errichtet worden war, und T´sraktung erkundete den Weg durch die Fontäne nach oben.

Dadurch war es möglich ohne größeren Zeitverlust 5-6 Ebenen zu passieren.
An den Eckpunkten dieses Abschnittes des Kaers fanden wir jeweils eine Tür die sich nur von bestimmten Disziplinen öffnen ließen.
Wir machten uns an die Untersuchung und Erforschung dieses alten und ehrwürdigen Baus. Vorsichtige Untersuchungen hatten
zur folge, daß wir einige recht interessante Entdeckungen machten.
In einem Raum fanden wir einen Knochenkreis welcher ein seltsamen
Geist oder Horror gefangen hielt.
Es war etwas das sich im Boden aufhielt. Niemand konnte es sehen bis Ral es mit seinen mächtigen Schlägen zum Erscheinen zwang.

Gleich darauf war es nur noch eine böse Erinnerung.
Tarlon entdeckte einige Spuren im Staub die wir alle übersehen hatten.
Aber im großen und ganzen war das Kaer bis dahin eines der Friedlichsten die wir besucht hatten.

Das änderte sich als wir endlich einen Invae Eingang fanden
wir schoben uns durch gallertartige Membrane und erzwangen uns einen Weg hinein. Das Mistzeug war ätzend und griff unsere Ausrüstung und unsere Gesundheit an.

Kaum waren wir in den Invae-Bau Eingedrungen wurden wir auch schon von Invae angegriffen. Es entbrannte ein harter Kampf und die Invae wurden besiegt.

Die Vorhut

Bei einer weiteren Erkundung des Stocks fanden wir die Überreste von einigen riesigen Eiern. Wir konnten uns keinen Reim darauf machen was da wohl Ausgebrütet worden war.
In einem Saal der wohl einmal ein Theater gewesen sein muss überraschte uns ein T´skrang der auf einer Empore saß und sich auf einer Harfe die Finger bis auf die Knochen abgespielt hatte. Es stellte sich heraus, das er völlig dem Wahnsinn verfallen und ein Mitglied des „Kult des Großen Jägers“ war.
Sein Muster wies alle Anzeichen völliger Korruption und Befleckung auf.
Ein Wortspeicherkistall fiel uns bei diesem Ding, die Bezeichnung Namensgeber wäre zu gut, in die Hände. Ein Mitglied oder Kultführer sprach von der Möglichkeit die Königin der Invae mit einem Kristall in diese Welt zu holen.
Nach einer Befragung sagt das Ding sein Führer wäre ein Geisterbeschwörer, es nannte auch seinen Namen, den ich aber nicht wiederholen möchte.

In einem anderen angrenzenden nicht verseuchten Gebiet des Kaers fanden wir Kristall-Särge die einige komische Wesen enthielten. Das eine Wesen war ein Namensgeber.
Er war nicht bei Bewusstsein und hatte einen Metallarm. Eine Konstruktion von der ich bisher nur in bezug auf Theranische-Blutmagie Rituale gehört hatte, diese sollten jedoch aus Kristall sein. Sehr ungewöhnlich.

Das andere Wesen war ein Blutminotauer.

Wir brachten sie beide an einen einigermaßen sicheren Ort und warteten darauf, das sie das Bewusstsein wiedererlangten.
Der Mensch stellte sich als Sorak Kikamo vor, und behauptete er hätte keine Ahnung wie er in das Kaer gekommen wäre.
Er erzählte noch etwas von einem Auftrag für Bergschatten
(und einer Stadt Namens Seattle. ??)

Der Blutminotauer war sehr schweigsam.
Nachdem sich beide einigermaßen erholt hatten machten wir uns gemeinsam an die weitere Erkundung der Gänge.

Wir arbeiteten uns wieder durch die von Invae angelegten Gänge. Teilweise auch durch das normale Kaer welches von den Invae mit
Ihrem komischen Schleim ausgekleidet worden war.

Irgendwann entdeckten wir dann eine Statue die anscheinend die Königin der Invae darstellte, oder irgend einen Horror. Daneben befand sich ein Loch im Boden und wir spähten nach unten.

Dort sahen wir eine uns bekannte Gestalt.
Einen Invae in Roben der just in diesem Moment die Rose unter unseren Augen vorbeitrug.
Wir Schmiedeten einen unserer unvergleichlichen Sturmklingen-Pläne,

Runterspringen,
Gebiet befrieden,
Rose Schnappen,
Abhauen.

Der Plan Klappt am Anfang und am Schluss recht gut.
Im Mittelteil hatten wir einige Probleme da sich die Invae nicht an Ihren Teil in unserem Plan halten wollten.

Die Kämpfe waren von epischer Größe. Wir fanden unter anderem heraus was in den beiden riesigen Eiern die wir fanden ausgebrütet worden war.
Bis dahin hatten wir anscheinend „nur“ gegen Invae Drohnen gekämpft.

Oder gegen Invae Adepten, schlimm genug.

Nun lernten wir die Krieger kennen.

Gewaltige,
riesenhafte,
monströse Schlachtmaschinen mit einem Panzer dicker als eine Kristallplatte und wilder als ein Britan in der Paarungszeit.

Die Drohnen kämpften auch wie die Berserker wurden aber zum Großteil von Tarlons Kampfschrei in die Knie gezwungen und von Ihm niedergemacht.

Sorak Kikamo hatte einen komischen Zauberstab in seinem Arm, es gab einen lauten Knall und ein Gegner explodierte in einer Wolke von Blut und Gedärm.

Ral, der Wahnsinnige, hatte sich den größten Brocken ausgesucht und sich einen Krieger – Invae heraus gepickt. Es wäre mir sicher eine freude gewesen diesen Kampf zu beobachten aber leider musste ich mich mit dem
Invae – Illusionisten befassen.
Ich kann nur soviel sagen, das sich beide Gegner nichts schenkten aber nach einiger Zeit führte Ral´s überlegene Disziplin als Krieger im Verbund mit seiner Trollstärke zum Sieg und sein Gegner lag zerhackt und zerschmettert zu seinen Füßen.

Mein Kampf mit dem Illusionisten war durch einen kurzen Austausch von Zaubern gekennzeichnet welche uns beide übel zurichteten.
T´sraktung beendete das ganze mit einem „zauberhaften“ Schwertstoß mit Geisterklinge in den Brustraum meines Gegners.
Er war danach Tot ………allem Anschein nach.
Leider hatte er sich nur todgestellt.

Eine Fähigkeit seiner Disziplin.

Aber auch dieses kurze aufbäumen wurde von T´srak durch den Wurf seiner Falkenklaue im Keim erstickt.
Leider wurde die Leiche von den flüchtenden Invae mitgenommen.

Tarlon hatte sich im Verbund mit Sorak und T´srak am Anfang des Kampfes um den zweiten Krieger – Invae gekümmert. Als dieser jedoch auf Rammkurs ging nahm er natürlich das größte und stärkste Ziel auf die Hörner und rammte Tarlon. Nach einem wilden Kampf wurde auch dieses Ding niedergemacht und wir konnten uns den Preis des Siegers aneignen die

h6. „Immer blühende Rose“.

Der Blutminotauer kam während der kämpfe leider ums leben.

Unser abrücken aus dem Kaer war etwas von Hektik gekennzeichnet, da ich den Invae – Bau mit einigen gezielten Feuerbällen in eine Flammenhölle verwandelte.

Mögen sie brennen !!!

Wir benutzten die aufsteigende Wassersäule um wieder in den Erholungsraum zu gelangen.

Kurz nach dem Verlassen des Kaers schien dieses einzustürzen.

Rückweg

Kaum hatten wir die grenze zwischen dem Herzen des Waldes und dem Blutwald hinter uns gelassen wurden wir auch schon von einigen aufdringlichen Blutelfen belästigt.
Sie hatten nichts eiligeres zu tun uns in Gewahrsam zu nehmen und in den Königlichen Palast zu bringen. Wir waren etwas konsterniert über die rüde Behandlung, schließlich hatten wir eben eines ihrer wichtigsten Artefakte gerettet.
Kurz nach unserer Ankunft wurden wir auch schon mit vielen Entschuldigungen wieder Freigelassen.
Nach einer privaten Unterhaltung mit Königin Alachia wurde Tarlon zum Freund des Königshauses ernannt und trägt seitdem eine weiße Rose, die nicht verwelkt.

So endete das Abenteuer im Blutwald
Wir begaben uns zurück nach Kaer Eidlon.
Wir erhielten zum dank „Zillingsdorn“, ein Schwert von überragender Schönheit. Nach einer Legende soll es aus einem Rosenbusch der neben dem alten Herzen des Waldes wuchs gefertigt worden sein.
Ral führt es.
Weiterhin erfahren wir das Zaidan, als Strafe, zu Tode gealtert wurde. Wegen einer vorhersage die er mit den Karten des Schicksals,
die er geschaffen hatte.
Vaddar
Von den Stumklingen

Vaddars Auge

Nach der erfolgreichen Rückkehr aus dem Blutwald rasteten wir wieder in Kaer Eidlon. Königin Alachia hatte verfügt, das wir als Gäste zu behandeln seien, da Tarlon ein Freund des Königshauses geworden war, so das wir die Einrichtungen und Lehrmöglichkeiten des Festung nutzen konnten.

Ich machte mich sogleich wieder an die Vervollständigung von „Vaddars Auge“.

Ich hatte immer noch ein leichtes Problem damit den Zauberspruch einzupassen und danach die Fäden alle so zu verweben, dass das Muster eine Eigendynamik entwickelt und so den Zauberspruch speichert und die Fähigkeiten der Rüstung beibehält.
Bisher hatte ich bei allen versuchen nur Fehlschläge erzielt. Glücklicherweise zerstörte ich dabei nicht die Ausgangsmaterialien.
Hier gelang es mir die Rüstung zu Komplettieren.

Die Herstellung beinhaltete einen Kristallblock aus lebendigem Gestein,
vier Erd-Kernels, um die physische Festigkeit der Rüstung zu verstärken, acht Wasser-Kernels für den magischen Schutz und die Geschmeidigkeit und am schwersten war es die letzten vier Luft-Kernels einzufügen um der Rüstung etwas von ihrem Eigengewicht zu nehmen und den Träger schneller werden zu lassen.
Mit der Beschleunigung des Trägers hat es leider nicht so geklappt wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür ist die Rüstung so leicht wie eine Panzerung aus verstärktem Leder.
Ich denke Tarlon war mit der Rüstung nachdem sie angepasst wurde sehr zufrieden.
Ich sehe es immer an seinem Grinsen, nach einem Kampf.

Danach machen wir uns nach Iopos auf, damit T´sraktung dort seine Geschäfte erledigen und auch die Holz-Kernels verkaufen konnte

Iopos

Die Geschichte von unserem Aufenthalt in Iopos ist schnell erzählt.

Wir machten uns auf den Weg um eine Aufgabe für T´sraktung zu erledigen. Er musste für sein Schwert eine Statue errichten was eigentlich recht einfach sein sollte.

Sollte, außer man muss deswegen nach Iopos.
Die Leute sind ziemlich misstrauisch, und das ist noch eine Untertreibung.
Die näheren Einzelheiten am Tor will ich den Lesern ersparen.
Wir handelten, nachdem wir Iopos betreten durften, mit den Holz – Kernels, im Handelshaus Dream Spire Company und mieteten uns in einem Gasthof ein.
T´sraktung machte sich an seine Nachforschungen.
Was Ral und Tarlon taten kann ich nicht sagen, da ich es nicht weis.
Ich machte einen Stadtbummel.
Die Sicherheit auf den Straßen ist Bemerkenswert,

…nur fühlte ich mich beobachtet.

Abends wurden T´sraktung und ich dann von Silverscales, der offiziellen Polizei von Iopos, aus unseren Quartieren geholt.
Wir wurden in eine Kaserne gebracht und verhört.
Die näheren Einzelheiten der Folter erspare ich mir jetzt. Ich habe die Andenken in mein Fleisch eingeritzt und gebrannt.
T´sraktung und Tarlon haben sie beinahe noch schlimmer zugerichtet als mich. Auch „Vaddars Auge“ wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Auch über unsere Flucht oder Befreiung kann ich nichts weiter sagen da ich bei der Befragung ohnmächtig wurde.
Nach, so wie es mir schien, Tagen der Folter erwachte ich auf einem Luftschiff nach Kratas.

Ral hatte jemanden aufgetan der uns half.

Ich muss nicht noch einmal nach Iopos, wegen mir könnte sich ruhig ein Horror auf die Stadt setzen und sie verschlingen.

Ich würde Ihr keine Träne nachweinen.

Kratas

Unsere Reise nach Kratas verlief auf dem Luftschiff ohne Probleme, so das wir uns erholen konnten.
T´sraktung war wegen der Ereignisse in Iopos noch immer sehr aufgebracht. Soweit ich das mitbekam musste er um einen weiteren Faden an sein Schwert weben zu können eine Statue zu Ehren des Schöpfers von Geisterklinge an dessen Grab errichten.
Der Aufenthalt in der Stadt der Diebe war sehr erholsam und wir wurden auch nicht beklaut.

Jedenfalls nicht so, das wir es bemerkten.

Wir wurden von einem Kind in die „Lampen Öl“ Taverne gerufen und lernten dort einem Elfen, der keinen Namen besaß, kennen.
Meine Beobachtungen auf der Astralen Ebene Zeigten, das sein Muster sehr geschwächt worden war.
Ähnlich wie ein Teppich der mit der Zeit fadenscheinig wird und sich dann gänzlich zersetzt. Ich erklärte ihm, das er nur noch wenige Wochen zu Leben hätte, da sein Muster sich auflöst.
Er bat uns ihm bei der Suche nach seinem Namen zu helfen.
Das er uns zwei Orichalkum-Münzen als Bezahlung anbot war ein zusätzlicher Anreiz, aber nicht ausschlaggebend.
Wir erhielten von Ihm außerdem noch eine Karte auf der einige Punkte eingezeichnet waren und ein Amulett, mit zwei Zeichen die uns erst später etwas sagten.
Das Zeichen eines untergegangenen Kaers und das Zeichen „Horrors“.

Anscheinend, so dachte ich, kam die Schwächung seines Musters durch eine Art Magie die ein Horror gewirkt hat.

Am letzten Tag, dem Tag als wir abreisen wollten kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall. Jemand versuchte Tarlon zu bestehlen.

Ein schwerer Fehler.

Ich habe noch nie jemanden schneller rennen sehen, wenn kein Horror hinter ihm her ist.

Wir machten uns nach diesem Zwischenfall auf zum Fluss, um von dort mit einem Schiff in den Servos Dschungel eindringen zu können.
Das Feuerelementar

Die Erinnerungen an das Geschehene sind hier noch sehr frisch deswegen werden meine Kapitel etwas kürzer.

Einige Tage nachdem wir mit dem Schiff, der Silent Sweep, aufgebrochen waren (das Schiff wurde von T´skrang geführt und wie es bei ihnen anscheinend üblich ist führte das Kommando eine Frau, Kapitän Synopae Vellunium. Dort wurde ich von einem Neutrum herausgefordert.
T´skrang die noch nicht ausgewachsen sind haben noch kein Geschlecht.
Das Kind wettete mit mir das es alles essen könnte was ich auf den Tisch bringen würde. Das „wie“ hatten wir nicht vereinbart.
Ein kleiner Zauber und das halbe Vordeck bog sich unter der Last des herbeigerufenen Speisen.

Das waren die lustigen Zeiten.

In den Nächten danach hatte ich Alpträume, von einer brennenden Hand die sich nach mir ausstreckt und mich zu greifen versucht.
Meine Freunde waren sehr in Sorge um mich und versuchten alles in ihrer Macht stehende zu tun um meinen Schlaf etwas ruhiger zu gestalten.
Undine wachte über mich und auch meine Freunde.
Eines Morgens hatte ich den unwiderstehlichen Drang von Bord zu gehen und in den Dschungel einzutauchen, etwas rief mich.
Nicht bösartig oder fremd, sondern eher vertraut aber verärgert, manchmal auch flehend.
So gingen wir durch den Dschungel und ich wurde wie von einer unsichtbaren Schnur gezogen an eine Lichtung geleitet die völlig in ein Flammenmeer verwandelt worden war.
Undine weigerte sich mir auf die Lichtung zu folgen und auch für Tarlon, T´sraktung und Ral muß die Hitze unerträglich gewesen sein.

Das Elementar auf der Lichtung hielt mich für seinen Beschwörer und verlangte freigelassen zu werden da es gebunden worden war.
Eine beeindruckende Leistung da dieses Feuerelementar riesig gewesen sein muss.
Es drohte sogar damit meine Freunde zu verbrennen.
Unter dem aufbieten all meines Willens konnte ich es davon abhalten meine Freunde in einen Haufen schwelender Knochen zu verwandeln.
Ich besänftigte es kurze Zeit mit meinem einzigen Kernel aus elementarem Feuer den ich besaß.
In dieser Zeit verschaffte ich mir einen Überblick darüber was anscheinend vorging.
Nach einiger Überzeugungsarbeit lies mich das Elementar bis in das Zentrum der Lichtung vordringen. Dort befand sich ein Mann in einem erbarmungswürdigen Zustand.
Er war förmlich entzwei gerissen und verstümmelt, aber er lebte.
Es war Kolzon ein Elementarist des elften Kreises. Er hatte die Essenz des Feuerelementares dazu benutzt sich selbst am leben zu halten bis jemand von seinem Schicksal erfahren konnte. Er war der Hüter des Kristalls von Landis, ein Kristall in dem der Legende nach ein Sturm aus Horrors gefangen gehalten wird.

Warum treffen wir immer solche Leute ?

Er übertrug mir die Aufgabe für den Kristall zu sorgen und machte mich mit den Riten und Formeln die benötigt werden um die Horrors in dem Kristall zu halten vertraut.
Ral beteiligte sich an den Unterweisungen und überflügelte mich sogar.
Das wäre vielleicht eine Möglichkeit Rache an Iopos zu nehmen.
Kurze Zeit spielte ich mit dem Gedanken.
Aber das würde alles entwerten wofür meine Vorgänger gelebt hatten.
Jetzt müssen wir nur diesen verdammten Kristall wieder in die Finger bekommen.
Das Elementar entließen wir danach wieder auf seine Ebene.
Es hate genug gelitten und einen höheren Preis als wir alle bezahlt. Es hat seinen Namen verloren da es immense Energien aufwendete um Kolzon am leben zu halten.
Armes Elementar, wenn ich ihm einen Namen hätte geben können hätte ich Wahrscheinlich „Zorn“ gewählt.

Dschungel T´skrang

Wir brachen von der Lichtung auf und stießen auf T´skrang die dort im Servos Dschungel leben.
Nach anfänglichem Misstrauen machen sie dann doch einen relativ ungefährlichen, besser gesagt uns nicht feindlich gesonnen Eindruck.
Sie waren
wie wir nach einigen, zähen Unterhaltungen erfuhren anscheinend Freunde von Kolzon
und waren bereit uns bei der Verfolgung seiner Mörder behilflich zu sein.
Sie brachten uns in ihr Dorf und Veranstalteten etwas das wie eine Feier aussah. -- Es gab viel Fleisch.
Wir erfuhren das der Mörder etwas ähnliches wie eine Klauenhand benutzte um Kolzon die tödlichen Wunden zu zufügen.
Eine Astrale Begutachtung der T´skrang ergab, das sie ähnlich wie der Dschungel einige unnatürliche Verdrehungen und Windungen in ihrem Muster hatten.
Nicht wie bei den Elfen im Blutwald sondern anders, irgendwie natürlich unnatürlich aber nicht wie durch die Beeinflussung durch einen Horror, Blutmagie oder Zauberei.
Fast als sei es angeboren, da sie ja doch ein sehr inniges Band mit dem Servos Dschungel geknüpft hatten.
Die Feier näherte sich ihrem Ende und es wurde ein seltsames Gebräu gereicht.
Der Schamane des Stammes, Sint, sagte uns das wir damit unbehelligt durch den Dschungel laufen könnten.
Die T´skrang hatten schon alle davon getrunken und jagten mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch das dunkle Unterholz.
Uns blieb nichts anderes übrig als auch davon zu trinken und los ging die wilde Hatz durch den nächtlichen Servos Dschungel. Wir hielten erst wieder an als wir am Fluss angekommen waren.
Meiner Rechnung nach ein Marsch der ungefähr ein bis zwei Tage gedauert hätte.

Wir schafften ihn in einer halben Nacht.

Der Kult des Großen Jägers

Das warten auf Tarlon begann wir hatten ihn während des Rennens durch den Dschungel verloren.
Er war wohl irgendwo falsch abgebogen.
Aber er ist ein Luftpirat. Wenn einer den Weg findet, dann er.
Und so war es auch.
Ral und T´sraktung verschwanden zwischenzeitlich mit einigen T´skrang im Dschungel. Keine Ahnung was sie dort getrieben haben. Ist ja auch egal.
Ich beschwor zwei Wasserelementare da wir annahmen, daß die oder der Mörder mit einem Schiff übersetzte, welches wir vor einigen Tagen gesehen hatten, der Silent Otter.
Die Berichte der Elementare führte uns im Richtung der ersten Markierung auf der Karte des Namenlosen Elfen.
Wir fuhren mit einem Boot welches uns die T´skrang zur Verfügung stellten in Richtung der Markierung.
Nach einer Bootsfahrt und einem Fußmarsch gelangten wir in das Gebiet das die Markierung bezeichnete.
Wir fanden zwei Zwerge die Wappenröcke der Armee von Throal trugen. Beide waren schon länger tot.
Einige Gliedmaßen waren verdorrt.
Wir schauten uns vorsichtig um, aber in der Nähe war im Dschungel nichts zu entdecken.
Klärung verschaffte uns ein eilig beschworenes Erdelementar welches uns zu einem von Namensgebern errichteten Gebäude führte.
Wir schwärmten aus und schauten uns die Umgebung an. Es schien eine Kultstätte zu sein. Im Hof stand eine Statue von Verjigorm dem Jäger der Großen Drachen.
Sie hatte ein Muster.
Ich zerstörte das Muster auf und wir betraten den Innenhof.

Anscheinend hatten wir einen Alarm ausgelöst, denn plötzlich stoben aus der Türöffnung des einzigen Gebäudes einige Wachhunde und Kultanhänger.
Der Kampf war hart und kurz.
Tarlon brüllt und die Hunde die ihn eigentlich angreifen sollten hatten mehr Angst vor ihm als vor ihrem Tiermeister.
Der kämpfte gegen T´sraktung und machte dort ebenfalls keine gute Figur. T´sraktung machte der Kampf wiederum viel Spaß da er mit seinem Gegner tändelte und ihn verspottete.
Etwas mit Eltern und Gesichtern.

Sein Gegner war ein Ork.

Ral beschäftigte den Hauptteil der Gegner indem er sie kreuz und quer über den Hof prügelte.
Irgendwann muss ihm jemand sagen, das nicht jeder Gegner wie ein Invae-Krieger gepanzert ist.

Nachdem wir Kultstätte von ihren Anhängern befreit hatten machten wir uns an die Erkundung der selben.

Tarlon Zerschlug die Statue.

Ein Kultist der während der Kämpfe floh wurde von einem Erdelemtar zurück gebracht.
Der Tiermeister hatte den Kampf mit T´sraktung mehr schlecht als recht überlebt und wurde von uns verhört.
Die Befragung ergab, das die zweite Markierung nur ein Lager für Nahrungsmittel und ähnliche Gegenstände war und die dritte Markierung ein altes Kaer angeben würde in dem sein Meister, ein Geisterbeschwörer, leben würde.
Es stellte sich weiterhin heraus das er es gewesen war der Kolzon getötet hatte. Er diente dem Kult wegen seiner eigenen Gelüste nach Macht und Ansehen. Da der Kult ihm solche dinge ermöglichte, beispielsweise einen Elementaristen vom elften Kreis einfach zu zerreißen.
Er starb in dem Tempel den er so sehr verehrte.

Wir fanden weiterhin einen Knochenkreis, den wir zerstörten und eine Statue von Icewing, ähnlich der die wir damals für Arontree besorgen sollten.
Anscheinend sollte dies unser Schicksal sein, hinter einem Drachen herräumen.

Das Kaer des Kultes

Wir steckten die Kultstätte in Brand, einige Feuerbälle wirken da Wunder, und lagerten in der nähe.
Der Gefangene, John, überzeugte uns, das er aus dem Kult aussteigen wolle und versicherte uns Glaubhaft, das er sich geändert hätte.
Wir ließen Ihn ziehen, versicherten ihm jedoch, das wenn wir ihn nochmals bei etwas ähnlichem aufgreifen er besser gleich stirbt.

Er bekam noch etwas Geld für einen Neuanfang.
Nachts hätte es beinahe einen Schrecklichen Unfall gegeben,
Tar Strongfist griff mit seinen Leuten an.
Anscheinend hatten wir seine Arbeit übernommen.
Nach einigen Worten hatten wir unsere Anwesenheit erklärt und gemeinsam beschlossen wir gegen unsere Gegner als Einheit vorzugehen.
Am nächsten morgen schmiedeten wir gemeinsam Pläne wie die beiden anderen Stützpunkte eingenommen werden könnten.
T´sraktung und wir verabredeten mit Tar das die Sturmklingen über das Kaer herfallen sollten und das Tar mit den Gardisten aus Throal das Versorgungsdepot ausheben würde.
Da beide Angriffe zeitgleich stattfinden sollten wurde die genaue Planung des zeitlichen Ablaufs in Rals und Tar´s Hände gelegt, da er als Krieger dafür geschaffen ist.
Es wurde ein Handlungsramen von vier Tagen gesetzt nachdem wir gemeinsam an beiden Punkten zuschlagen sollten.
Das war knapp aber möglich, die Zeit stand sowieso gegen uns.
An den Gewaltmarsch erinnere ich mich noch heute sehr ungern da Ral und Tarlon für uns alle trollische Maßstäbe anlegte und uns gnadenlos durch den Dschungel trieb.

Wir sind die Sturmklingen, wenn wir etwas wollen dann fügt es sich.

Innerhalb von drei Tagesmärschen erreichten wir die Donnergipfel indem das Kaer verborgen sein sollte.
Wir beschlossen den gewonnenen Tag zur Entspannung und zum auffinden des Einganges zu nutzen.
Ich beschwor noch einen Elementar der den Einlass in den Berg suchen sollte.
Als er Meldung machte musste er mir leider mitteilen das er nichts gefunden hatte.
Der nächste Tag versprach lang zu werden.
Morgens machten wir uns auf die suche nach dem Eingang und ich hatte Glück und fand ihn.
Wir betraten das Kaer und ich kann nicht sagen wie froh ich bin zwei Tolle in der Gruppe zu haben.
Da Ral vorausging löste er eine magische Falle aus.
Ein Zauber der sein Herz zum stillstand bringen sollte.
Meine Versuche den Zauber zu brechen waren erfolglos, anscheinend war er von einem Zauberer der weit über meinem Rang stand gewoben worden.
Jeder andere wäre durch diesen Zauber zum Tod in die Feuersee gesandt worden,
nicht so Ral.
Mit seiner trollischen Konstitution und Sturheit klammerte er sich mit jeder Faser seines Wesens an das Leben und trotze dem was ihm da angetan wurde.
Nachdem wir uns alle etwas von dem Schrecken erholt hatten machte wir uns an die weitere Erkundung. Wir gingen die Gänge nun vorsichtiger ab und ich überprüfte sie auf Anzeichen magischer Fallen.
So gelangten wir schließlich in einen Raum in dem drei Kristallsärge standen. Ähnlich denen bei den Invae im Blutwald.
In den Särgen lagen zwei Personen, die eine war ein Elf der recht schnell erwachte aber sehr schwach war.
Sein Muster zeigte ähnliche Zerfallserscheinungen wir unser Auftraggeber.
Er erzählte uns, er und seine beiden Gefährten wären Drakes von Icewing und sie hätten den Auftrag geraubte Eier aus dem Gelege von Icewing zurück zu holen. Beim öffnen des zweiten Sarges staunte ich nicht schlecht als Arontree darin lag.

Urplötzlich wurden wir von einem Wesen aus Schatten angegriffen. In der diffusen Beleuchtung konnte man es kaum ausmachen.

Seine Schläge kamen schnell und präzise. Es kam zu einer wilden Hatz durch die Gänge. Als es verschwand trat Ral wieder in Aktion und fand die Geheimtüren durch die es zu entkommen suchte.
Leider rannten wir bei der Verfolgung nochmals in eine dieser bösartigen Fallen und es erwischte T´sraktung.
Erneut versuchten wir alles ihn am Leben zu halten, aber er hat leider nicht die Konstitution eines Trolls und er verstarb.

Rasend vor Zorn setzte Tarlon dem feigen Schatten nach und wir hörten, während wir mit dem Tod um T´sraktungs Leben buhlten, sein Kampfgebrüll und dann Stille.

Die Wiederbelebung von T´sraktung war erfolgreich aber er musste schon weit,
weit in der Feuersee geschwommen sein.
Es kostete uns alle Wiederbelebungssalben die wir noch hatten um ihn dem Tod entreißen zu können.
Tarlon kam mit den Überresten seines Gegner zurück, etwas das entfernt an einen Namensgeber erinnerte. Die Gestalt war in klar umrissenen schwarzen und weißen Flächen gehalten, es gab keinen Schatten, aber um uns näher mit ihm zu befassen hatten wir keine Zeit.
Undines Tod

Nun kommen wir zum bisher für mich tragischsten Erlebnis mein es bisherigen Lebens.
Etwas das mit mir und meinem Muster so verwoben war wie noch nicht einmal meine Eltern, wird aus mir heraus gerissen, ohne das ich die Möglichkeit habe wie bei Tarlon, T´sraktung und Ral etwas gegen das Verlöschen des Musters zu unternehmen.
Wir gingen weiter durch das Kaer immer auf der suche nach einer erneuten magischen Falle oder sonst einer Heimtücke, aber nichts.

Verwundet wie wir waren gelangten wir an ein doppelflügliges Portal hinter dem wir Gesänge hörten.
Anscheinend so dachten wir, wäre das Glück auf unserer Seite und unser Gegner in ein Ritual verstrickt, welches seine Aufmerksamkeit fesselte.
Wir hofften darauf ihn Überrumpeln und Gefangen nehmen zu können.
Als wir das Tor aufstießen, sahen wir unseren Auftraggeber, auf etwas das an einen Altar erinnerte gespannt, in einen Kessel bluten.
Auch einige Kadavermenschen an zwei Treppenaufgängen und den Geisterbeschwörer und einen Begleiter.
Das letzte was wir hörten bevor das Licht ausging war „Willkommen“ und der Tanz begann.
Ich hörte den Geisterbeschwörer eine Formel herableiern und meine Freunde in den Raum stürmen.
Dann erschallten die ersten Kampfgeräusche und Tarlons Gebrüll um den Gegner einzuschüchtern.
T´sraktung hob wieder einige körperliche und anatomische Besonderheiten seines Gegenübers hervor und Ral machte seine Feinde schweigend nieder.

Der Geisterbeschwörer webte noch an seinem Zauber als es mir gelang die Dunkelheit die er über uns geworfen hatte zu durchbrechen und Licht den Raum wieder durchflutete.
Gerade rechtzeitig um des Geisterbeschwörers Knochenbrecher zu erleiden.
Wunden brachen auf, Knochen wurden von der Macht des Zaubers zermalmt und unser Angriff kam kurz zum erliegen.
Undine griff ebenfalls in den Kampf ein und ihre Speere aus Wasser hielten blutige Ernte unter den Kultisten.
Tarlon, er war in der Dunkelheit über den Kessel auf die Empore gesprungen, machte seinen Gegner mit mächtigen Streichen und Hieben nieder, wurde dann aber von dem Geisterbeschwörer durch einen Zauber gestoppt.
Ral der seine Gegner die ihn arg bedrängten
zerfetzte wurde leider auf der Treppe aufgehalten.
T´sraktung fällte die Kadavermenschen auf dem anderen Aufgang mit einigen eleganten Schwertstreichen und rückte weiter vor.
Plötzlich begann der Blutkessel zu brodeln und ein Wesen erhob sich aus seinen Tiefen.

Es war etwas das entfernt an einen Drake erinnerte.
Sein Erscheinen Wendete das Blatt zugunsten des Geisterbeschwörers.
Das Ding schlug mit Brachialgewalt auf Ral ein und sandte einige Zauber in meine Richtung.
Ich Überlebte diesen Angriff nur weil Undine einen Teil des Angriffes durch unser Seelenband auf sich zog.
Ich benutzte Jarons Stab und meine eigene Zauberkraft um Ral etwas Raum zum Kämpfen zu verschaffen und das Ding zu beschäftigen.
Undine stiegt in den Blutkessel und maß sich mit dem Geschöpf im Nahkampf um es an weiteren zaubern zu hindern.
Der Geisterbeschwörer hielt die Zeit wohl für geeignet sich abzusetzen aber eine Eisbola bereitete dem ein Ende, bis er sich wieder aufrichten konnte war Ral über ihm und versetze ihm den Todesstreich.
Während ich meine Energien darauf verwendete den Geisterbeschwörer an der Flucht zu hindern musste ich mit ansehen wie Undine von dem Blutgeschöpf, das er geschaffen hatte vernichtet wurde, kurz darauf zerfiel es.

Selbst in seinem Tod hat der Geisterbeschwörer noch Rache genommen,
möge sein Name dem Vergessen anheimfallen .
Wir verbrannten seine Leiche und verstreuten die Asche.

Anschließend durchsuchten wir das Kaer, retteten die Eier und gingen nach Travar.

Der Auftrag

Der Weg nach Travar war ohne besondere Vorkommnisse außer das T´sraktung fast den ganzen Weg über Schmerzen quengelte.
Wir sahen noch einen Behemoth der Theraner und trafen uns mit Tar Strongfist, der ihm folgte.
Das Beeindruckendste das mir auf dieser Reise passiert ist war als wir den Fluß nach Travar überquerten und ich ein Wasserelementar beschwor.
Ich holte entgegen meiner Gewohnheit ein Wesentlich stärkeres Element als gewöhnlich.
Wahrscheinlich wollte ich das es über mich richtet, aber seine Worte erstaunten mich nicht schlecht, als es sagte es kenne mich und bedauerte ebenso wie ich die Vernichtung von Undine.
Alles was weiter gesagt wurde geht keinen etwas an aber es ist das was mich wieder an einen Sinn in unserem Tun glauben lässt.
Als wir die Stadt betreten wollten kam es zu einem keinen Disput zwischen Ral und einem Zirkus „Den Tarantas“.
Es endete das Ral sich im Zirkus mit einer Trollin die dem Weg des Luftpiraten folgt, Nordonia K´torion, Duellieren musste.
Vor dem Duell taufte Ral sein Namenschwert vor allen Leuten auf den Namen D´ruva und schmettert seine Herausforderin in den Staub der Arena.

Nach dieser Nacht kam Omasu zum Frühstück und machte uns den Vorschlag mit der Sklaverei.
Er erzählte uns das der Behemoth „Triumph“ anscheinend aus Thera abgezogen und auf seinem Heimstein gelandet sei.

Er benötige Informationen aus dem Inneren der Festung und von seinen Brüdern die noch in den Heimstein eingeschlossen waren.

Ich glaube ich wäre auch gegangen wenn die Sturmklingen es Abgelehnt hätten. Ich bin es den Elementen schuldig.

Ich entschuldige mich wenn die Zeilen nach Undines Tod etwas lieblos wirken aber der Schmerz ist mir noch frisch in Erinnerung.

Jetzt machen wir uns auf in die Sklaverei, ich hoffe ich kann noch ein weiteres Kapitel an dieses Buch anschließen.

Mögen die Passionen uns begleiten
Vaddar
Elementarist
Ehrenwertes Mitglied der Sturmklingen
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